Tagblatt Online, 21. August 2011 17:57:00
Wil bestraft den FCSG in letzter Minute
Im Laufduell: St.Gallens Franck Etoundi und Wils Kim Jaggy. (Bild: Urs Jaudas)
FUSSBALL. Der FC St.Gallen hat im Derby gegen Wil die ersten Punkte in dieser Saison verloren. Nach einer 2:0-Führung nach zwölf Minuten gaben die St.Galler das Spiel noch aus der Hand und wurden in der Nachspielzeit prompt bestraft.
Der FC St.Gallen begann stark und führte bereits nach zwölf Minuten mit zwei Längen. Nach vier Minuten eröffnete Franck Etoundi das Skore: Der junge Kameruner, der letzte Saison noch für Biel gespielt hatte, traf nach einer Hereingabe von der Seite. Damit erzielte er sein erstes Pflichtspieltor für seinen neuen Verein. Nur acht Minuten später doppelte Oscar Scarione nach: Der Dreifachtorschütze aus dem Saisonauftaktspiel gegen Vaduz traf nach einer Hereingabe von Franck Etoundi.Bilderstrecke: Wil - St.Gallen
Derbystimmung auf dem Wiler Bergholz: Der grosse FC St.Gallen kam in die Äbtestadt. Und der FCSG musste prompt Federn lassen. (Bilder: Urs Jaudas)
Wiler Chancen zum Anschlusstreffer
In der Folge bemühte sich der FC Wil bei heissen Temperaturen, ebenfalls ins Spiel zu kommen. Nach 24 Minuten zwang Schönenberger FCSG-Goalie Daniel Lopar zu einer Glanzparade. Eine weitere Chance hatten die Platzherren nach 33 Minuten und einem Ballverlust von Philipp Muntwiler: Cavusevics Abschluss war jedoch eine leichte Beute für Lopar. Die grösste Chance für Wil dann nach 42 Minuten und einem Freistoss von Bastida: Der Ball streifte die Oberkante der Latte.
Dramatische Schlussphase
Beide Teams nahmen in der Halbzeitpause keine Veränderungen vor. Die Wiler traten nun aber wesentlich forscher auf und wurden nach 51 Minuten prompt belohnt: Der Schiedsrichter entschied nach einer Aktion im St.Galler Strafraum auf Penalty fürs Heimteam. Der gefoulte Cavusevic trat selbst an und markierte den Anschlusstreffer. Nun kam der FCSG zusehends unter Druck, wobei klare Torchancen Mangelware blieben. Das Spiel vor 4800 Zuschauern – das Bergholz war ausverkauft – lebte vornehmlich von der Spannung, ob dem Underdog gegen den souveränen Tabellenführer doch noch der Ausgleich gelingen würde. Als sich wohl auch die meisten Wiler Fans schon mit der Niederlage abgefunden hatten, schlug es in der 93. Minute doch noch hinter Daniel Lopar ein: Claudio Holenstein verwertete eine Hereingabe zum viel umjubelten 2:2-Ausgleich. (dwa)
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