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Tagblatt Online, 10. Januar 2012 17:54:00

Muntwiler stillt seine Wechselgelüste

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Jubelt künftig nicht mehr für Grünweiss: Philipp Muntwiler. (Bild: Urs Jaudas)

FUSSBALL. Lange war beim FC St.Gallen über einen möglichen Abgang von Philipp Muntwiler spekuliert worden. Nun ist klar: Der frühere Captain verlängert seinen Vertrag nicht und wechselt im Sommer für drei Jahre zum FC Luzern.

Daniel Walt

So mancher Anhänger des FC St.Gallen dürfte bei der Nachricht des nahenden Abschieds von Philipp Muntwiler in Richtung Innerschweiz ein Déjà-vu-Erlebnis gehabt haben. Vor ziemlich genau einem Jahr, am 14. Januar 2011, meldete der Verein nämlich ebenfalls, dass ein St.Galler den Club auf die neue Saison hin verlassen und zum FC Luzern wechseln würde. Es handelte sich damals um Flügelflitzer Adrian Winter.

Immer wieder Spekulationen
Der Entscheid Philipp Muntwilers, seinen im Sommer auslaufenden Vertrag mit den St.Gallern nicht mehr zu verlängern, kommt nicht sehr überraschend. Bereits seit Monaten wurde immer wieder über einen Weggang Muntwilers spekuliert - insbesondere in den Wochen nach dem Abstieg im vergangenen Sommer. Muntwiler verhehlte kaum, dass er keine grosse Lust auf eine weitere Saison in der Challenge League verspürte. Zudem entschied der Trainer in der Sommerpause, Muntwiler die Captainbinde wegzunehmen. Trotzdem kam es vorderhand zu keinem Transfer. Muntwiler kam in der Meisterschaft meistens weiterhin zum Einsatz.

Abstieg als schlimmstes Erlebnis
Mit dem FC Luzern hat sich Philipp Muntwiler nun für einen Verein entschieden, der stets als möglicher Käufer für den 24-Jährigen gehandelt wurde. Muntwiler spielt mit einem kurzen Unterbruch seit 2004 beim FC St.Gallen. Er bezeichnet den jüngsten Abstieg nach der Niederlage gegen die Young Boys als schlimmste Niederlage und hatte beim FCSG die Funktion des Abräumers und Aggressivleaders im defensiven Mittelfeld inne. Bleibt abzuwarten, ob ihm in seinen letzten Monaten bei St.Gallen das Schicksal Adrian Winters erspart bleibt: Dieser spielte in den Überlegungen des damaligen Trainers Uli Forte nach Publikwerden seines Transfers praktisch keine Rolle mehr.



Leser-Kommentare:
6 Beiträge

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panchina (12. Januar 2012, 09:55)
Handgeld

...als weiteres streicht ein ablösefreier Spieler (inkl. Berater) zusätzlich ein fettes Handgeld ab. Dies ist üblich in solchen Fällen, da keine Transfersummer zu berappen ist.

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stan (11. Januar 2012, 13:07)
Der Unterschied zur übrigen Fussballwelt ist,....

dass der FC St. Gallen wohl weder eine Planung noch ein Konzept in Vertragsfragen hat. Man muss sich eben auch einmal von einem Spieler frühzeitig trennen, wenn dieser nicht rechtzeitig für den Verein (ein Jahr vor Vertragsablauf) verlängern will. Auf der ganzen Fussballwelt werden auslaufende Verträge in der Regel ein Jahr vor Ablauf verlängert oder der Spieler verkauft. Nur der FCSG kann das nicht. Aber da sind ja immer die anderen schuld. Die Spieler wissen zwischenzeitlich, wie es in St. Gallen läuft, Herr Peischl hat es in dieser Zeitung am Montag gesagt, jetzt wird dann verhandelt, der Spieler stellt fest, in einem halben Jahr bin ich ja ablösefrei, dann schau ich mich mal um und bin dann weg. Wie heisst es so schön: Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. Eine 2. Wahrheit gibt es aber auch: Wollte der FCSG gar nicht verlängern mit dem Schweizer Gelbkönig?

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gyrox (11. Januar 2012, 10:44)
Zeit für den Nachwuchs

Da nun Munti's Einsatzwille für die Rückrunden stark hinterfragt werden sollte, ist es nun endlich Zeit auf die Karten des Nachwuchses zu setzen. Jeff gibt dem Nachwuchs hoffentlich mehr Chancen, denn für was hat man sonst eine Academy aufgebaut.

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vesche (11. Januar 2012, 00:47)
Der Unterschied zu Basel

Wenn die Basler Eigengewächsae wechseln, kassiert der FCB jedes mal Ablöse. Bei uns mit wenigen Ausnahmen nie. Das liegt aber auch zu einem wesentlichen Anteil an den Spielern, die keine langfristigen Verträge abschliessen wollen und auf denen der Verein der sie gross gemacht hat, egal ist. Den Baslern ist es jeweils auch wichtig, dass der FCB seinen Anteil am Transfer kriegt.

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Tagblat-Leser (10. Januar 2012, 22:32)
Alles Gute für die Zukunft Munti!!!

Als langjähriger FC SG Fan wünsch ich Dir Munti alles Gute für die sportliche Zukunft.
Danke dafür, dass Du immer 100% Einsatz für den Verein gegeben hast, was man nicht von vielen Spielern immer behaupten konnte.
Und wenn es der Verein einmal mehr (wie auch im Quillo Barnetta Fall) versäumt hat an einem Transfer etwas zu verdienen, dann sind die zuständigen Herren selbst Schuld!!! Aber sicher trifft den Spieler keine Schuld.
Der FC SG wird Dich und Deine Leistungen schwer vermissen und als Fan hoffe ich, auf annähernd gleichwertigen Ersatz.

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pms (10. Januar 2012, 18:55)
pms

und wieder verdient der FCSG keinen einzigen Rappen an einem Abgang. Dies musste Munti bewusst sein - in dem Sinne hoffe ich eig., dass er ab nun nicht mehr spielt!

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