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Tagblatt Online
25. Mai 2011, 13:58 Uhr

Zürich installiert «Verrichtungsboxen» für Prostituierte

Umstrittener Strassenstrich am Sihlquai wird geschlossen

Prostituierte sollen ihrer Arbeit in Zürich ab Frühling 2012 auf einem Autostrich an der Aargauerstrasse in sogenannten «Verrichtungsboxen» nachgehen können. Der heute umstrittenste Strassenstrich am Sihlquai wird geschlossen.

(sda)

Der Zürcher Stadtrat hat am Mittwoch bei der Vorstellung eines neuen Strichplans erklärt, am Sihlquai bleibe die Strassenprostitution noch erlaubt, bis der neue Autostrich an der Aargauerstrasse parat sei. Bis dahin aber dürfen die Prostituierten ihre Dienstleistungen am Sihlquai nur noch zwischen 22 und 5 Uhr anbieten.

Der neue Strichplan sieht drei Strassenabschnitte als offiziell zugelassene Strichgebiete vor. Zwei dieser drei Strecken sind für den Autostrich vorgesehen, einer für Fussgänger.

Zugelassen wird die Strassenprostitution nur noch auf Strassen, in denen der Wohnanteil unter 20 Prozent liegt. Ausserdem dürfen keine Schulen, Kindergärten, Kirchen, Parkanlagen, Spielplätze, Jugendtreffs oder ähnliche Einrichtungen in der Nähe sein.

«Dienst am Kunden» in der Box

Zwei der drei vorgesehenen Strichstrecken bestehen bereits heute: die Allmend Brunau für den Autostrich und das Niederdorf, in dem der Fussgängerstrich erlaubt bleibt. Neu soll ein Strichplatz an der Aargauerstrasse für Freier eingerichtet werden, die im Auto bedient werden wollen.

Auf diesem Platz sollen garagenähnliche Verrichtungsboxen aufgestellt werden. In diese können die Freier fahren, wenn sie mit den Dirnen handelseinig geworden sind. Die Dienstleistung erfolgt dann im Auto, das in einer der Boxen steht.

Dadurch soll der Strichplatz nicht nur übersichtlicher und kontrollierbarer werden. Die Boxen sollen den Frauen auch mehr Sicherheit vor möglichen Übergriffen gewalttätiger Freier bieten. Der Platz wird denn auch durch die Frauenberatung Flora Dora betreut.



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