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Tagblatt Online
10. Januar 2016, 02:35 Uhr

Toni Brunners überraschender Rücktritt

SVP-Präsident Toni Brunner tritt im April von seinem Amt zurück. Die Rücktrittsankündigung kommt selbst für Brunner-Vertraute überraschend. Parteikollegen bedauern seinen Entscheid, äussern aber Verständnis.

Wenn die SVP-Oberen sich zu ihrer traditionellen Kadertagung ins Bad Horn zurückziehen, wird nicht selten Stoff mit Nachrichtenwert produziert. Erwartet wurde beispielsweise eine Kropfleerete zu Roger Köppels Doppelrolle als «Weltwoche»-Chef und Neo-Nationalrat.

Tatsächlich kam dann gestern auch die «Breaking News» vom Thurgauer Bodenseeufer, allerdings eine, mit der niemand gerechnet hatte. Denn der St. Galler Nationalrat Toni Brunner hatte nach dem Triumph bei den Wahlen im Herbst noch verlauten lassen, dass er Präsident der erfolgreichsten Schweizer Partei bleiben wolle. Nun gab er bekannt, dass er sein Amt am 23. April niederlegen wird. «Das hat wirklich niemand erwartet», sagt der Thurgauer SVP-Nationalrat Hansjörg Walter.

Büchel: «Sehr, sehr schade»

Toni Brunners zwei Amtszeiten als Präsident der grössten Partei der Schweiz waren sehr erfolgreich. Entsprechend fallen auch die Reaktionen der Parteikollegen aus. Der Rücktritt sei sehr, sehr schade, sagt Roland Rino Büchel, St. Galler SVP-Nationalrat und enger Freund Brunners. Verständnis hat er dennoch: «Das Amt zehrt extrem an den Kräften – vor allem, wenn man sich so stark engagiert, wie Toni das getan hat.» Fast jeden Tag sei dieser im ganzen Land unterwegs gewesen, kaum einmal einen Abend daheim.

Mehr zum Thema in der Ostschweiz am Sonntag vom 10. Januar.



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