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Tagblatt Online
6. November 2012, 10:37 Uhr

Männer sollen mehr Teilzeit arbeiten

Der Anteil Teilzeit arbeitender Männer in der Schweiz soll bis 2020 von derzeit rund 13 auf 20 Prozent steigen. Um dieses Ziel zu erreichen, hat der Dachverband der Schweizer Männer- und Väterorganisationen (männer.ch) eine Sensibilisierungskampagne gestartet.

Eine erste repräsentative Untersuchung in der Schweiz im Jahre 2011 habe ergeben, dass 9 von 10 Männern gerne Teilzeit arbeiten würden, hiess es am Dienstag an einer Medienkonferenz in Zürich. Beim Anteil der Männer, die tatsächlich teilzeitlich tätig seien, bewege sich aber nur wenig. Nur rund 13 Prozent aller Männer und knapp 10 Prozent der Väter von kleinen Kindern arbeiteten Teilzeit.

Dies soll sich mit dem Projekt "Der Teilzeitmann" ändern. "Wir wollen Teilzeitarbeit bei Männern zur selbstverständlichen Karriereoption machen", sagte Markus Theunert, Präsident von männer.ch und ehemaliger Männerbeauftragter des Kantons Zürich. Das Projekt ist auf 18 Monate befristet und wird vom Eidgenössischen Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann (EBG) finanziert.

Männer für Teilzeitarbeit sensibilisieren

"Dreh- und Angelpunkt" des Projektes ist laut Projektleiter Andy Keel die Internetplattform www.teilzeitkarriere.ch, auf der alle in der Schweiz online angebotenen Teilzeitstellen aufgelistet sind. Integriert in diese Stellenbörse gibt männer.ch vertiefte Informationen über Teilzeitarbeit.

So können Männer mehr über Fragen der Vereinbarkeit von Familie und Beruf erfahren, und sie finden hier Tipps zu Teilzeitarbeit sowie Checklisten für den Start ins Teilzeitleben.

Mit einer Wanderkampagne will männer.ch zudem Unternehmen für die Teilzeitarbeit sensibilisieren. Auf lebensgrossen Faltwänden erklären sechs Teilzeitmänner, weshalb sie Teilzeit arbeiten, wie sie ein Teilzeitpensum erreicht haben und wie es ihnen damit ergeht. Die Ausstellung soll im nächsten Jahr in verschiedenen Unternehmen in der Deutschschweiz Halt machen.

Auf diese Weise sollen Teilzeitmänner "ein Gesicht erhalten" und als Vorbilder wirken, wie Jürg Wiler, der zweite Projektleiter im Jobsharing, ausführte. Vermitteln soll die Wanderkampagne die Botschaft: "Habt Mut und beginnt, Teilzeit zu arbeiten. Es lohnt sich." Teilzeitarbeit sei auch betriebswirtschaftlich rentabel und komme damit auch Arbeitgebern zugute", betonte Wiler. (sda)



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diethelm (06. November 2012, 17:46)
Schon bisher

waren Männer oft nicht zu 100% am Arbeitsplatz, sondern wegen Verwaltungsratsmandaten, politischer Tätigkeit oder Militärdienst mehr oder weniger oft abwesend. Warum soll das nicht gehen, wenn mann nicht ein Amt etc. ausübt, sondern seine Kinder betreut?

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