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Tagblatt Online
15. Februar 2016, 18:00 Uhr

Landolt provoziert mit Hakenkreuz-Tweet

BDP-Präsident Martin Landolt warb auf Twitter mit einem Poster, das ein Hakenkreuz zeigt, gegen die Durchsetzungsinitiative (Archiv). Zoom

BDP-Präsident Martin Landolt warb auf Twitter mit einem Poster, das ein Hakenkreuz zeigt, gegen die Durchsetzungsinitiative (Archiv). (Bild: KEYSTONE/SEBASTIAN SCHNEIDER)

BDP-Präsident Martin Landolt hat am Montag mit einem Tweet zur Durchsetzungsinitative harsche Kritik auf sich gezogen. Er veröffentlichte auf Twitter ein Bild, auf dem ein zu einem Hakenkreuz entstelltes Schweizerkreuz zu sehen ist.

Das Poster mit dem Titel "Nein zur Zwei-Klassen-Justiz" wirbt für ein Nein zur Durchsetzungsinitiative und verweist dabei auf Nazi-Deutschland und die Apartheid in Südafrika. Auf Twitter löste Landolts Tweet heftige Reaktionen aus, viele davon negativ.

 


Zum zunächst kommentarlos getwitterten Poster verwies Landolt in der Folge auf ein Interview mit dem britisch-schweizerischen Werber Parvez Sheik Fareed, der das Poster entworfen hatte.

 

Dieser hatte gegenüber persoenlich.com gesagt, er vergleiche mit dem Poster "die Schweiz nicht per se mit dem Dritten Reich und dem Apartheidregime". Vielmehr vergleiche er die Konsequenzen, die die Umsetzung der Durchsetzungsinitiative mit sich bringen würde, mit den Auswüchsen in Nazi-Deutschland und dem Südafrika während der Apartheid, die ihren Rechtsstaat demontierten.

Landolt sagte auf Anfrage, er habe die Provokation nicht aktiv gesucht. Das Bild bringe "die Sache aber auf den Punkt". Die zentrale Aussage sei, dass die Durchsetzungsinitiative eine Zweiklassenjustiz schaffen würde.



Die Bildsprache sei provokativ, sagte Landolt. Einen Nazi-Vorwurf an die SVP sieht der BDP-Präsident darin aber nicht. Über den Wirbel, den er damit ausgelöst hat, zeigte er sich überrascht - das Poster sei ja nicht neu. (sda)



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mercator (17. Februar 2016, 15:24)
in der Sache selbst....

Auch cescopo - wen wunderts - weiss in der Sache selbst nichts Neues oder Grundlegendes einzubringen. Stattdessen die alte Leier: gegen die SVP, die Weltwoche usf. Eines bleibt noch anzufügen: es sind die Jungen und Mittelalerlichen, welche letztlich mit dem Abstimmungsresultat vom 28.02. noch lange leben müssen. Mir persönlich ist ein Schuss vor den Bug immer noch lieber, als selbst mit abzusaufen.

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Henoch53 (17. Februar 2016, 12:48)
BDP......???

...nunja....verständlich diese Aktion. Wenn schon nicht mit echten Argumenten, dann wenigstens mit dem Vorschlaghammer falsche. Dem guten Landolt sind nicht nur die Argumente abhanden gekommen, auch Wähler...auch das ist verständlich. Mal sehen, ob er in einer anderen Partei Asyl erhält. Höre ich da SP?

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Cescopo (17. Februar 2016, 13:25)
Unqualifiziert aufs höchste!

Ihre Aussage vermittelt Ihr Politik Verständnis. Herr Landolt hat mit der SP so viel gemein wie die FDP mit den Grünen. Aber eines wird deutlich an Ihrer Aussage: alle die nicht ausnahmslos die Parteiparolen der SVP wiedergeben sind für Sie links grinsen So viel zu: "Das Volk ist allwissend und weiss was für die Schweiz gut ist".
Dass die BDP an Wählerschaft verlieren würde war vorn vorne weg klar! Immerhin wurde er in seinem Kanton wiedergewählt, so vieles kann er dann doch nicht falsch machen!

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mercator (17. Februar 2016, 06:26)
... ahnungsloser Cassio77....

Wer keine Argumente mehr hat, attestiert dem Gegner 'Schwachsinn'. Immerhin entblödet sich Landolt nicht, die Schweiz in einer Reihe mit den grössten Menscheitsverbrechern aufzuführen....um auf 'ein Problem aufmerksam zu machen'. Das Problem ? Die definitive Ausschaffung von verurteilten Verbrechern mit ausländischer Staatsbürgerschaft. Wer hat denn jetzt die schwachsinnigen Argumente...frage ich Sie ?

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Cescopo (17. Februar 2016, 09:39)
Mercator ist auch noch da...

Hör mal auf einen auf "Arme SVP" zu machen! Ich finde das Plakat sehr gelungen, es soll den Menschen in diesem Land die Augen öffnen. Schauen Sie sich nur an was der Köppel von sich gibt, verharmlost dieser bspw. einen Göbbels! Da verwundert es nicht, dass man die Schweiz auf die gleiche Stufe wie Nazi-Deutschland und Südafrika hieft. Wenn es eine Partei schafft, mit ihrer Propaganda Maschinerie und den Millionen eines Multimillionärs Menschen für eine Sache zu gewinnen, die für unsere offene und multikulturelle Schweiz aufs gröbste Schädlich ist, dann darf so ein Plakat geliked werden! Schwachsinnig ist nur wer nicht merkt was hier überhaupt los ist, in einem Land das vor Wohlstand nur so strotzt!

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mercator (16. Februar 2016, 14:54)
....weder billig, provokativ noch pointiert.....

nicht einmal dumm und dreist...(das übernimmt an dieser Stelle ein anderer)aber zutiefst verachtenswert ist eine Parteipräsident, dem nichts mehr einfällt, ausser die Opfer des Holocausts auf die gleiche Ebene wie eine CH-Volksabstimmung zu stellen. In der Schweiz wäre der Teufel los und die Staatsanwälte hätten Hochbetrieb, wenn sich jemand aus den Reihen der SVP dieser verachtenswerten Symbolik bedient hätte.

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cassio77 (16. Februar 2016, 20:37)
mir kommen die tränen, mercator

was für ein schwachsinn. hört doch mal auf, Euch als die armen, geprügelten knäbchen hinzustellen. landolt macht auf ein problem aufmerksam, nämlich dass die heutige propagandamaschinerie Deiner ach so misshandelten partei grenzen immer wieder massiv überschreitet und einen stil pflegt, welcher viele schweizer an die gräuel des II. wk's denken lässt. dass ein deutscher Eure parteiwerbung macht, dass Ihr ohnehin eine partei seid, die von nachkommen von eingewanderten deutschen geführt wird, sei hier nur am rande erwähnt. wir sind noch allemal weit entfernt vom gedankentum jener zeit, aber dennoch näher, als wir uns selbst vielleicht zugestehen würden.

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Cescopo (16. Februar 2016, 14:10)
Verwundert...

Bin ich ob der Kritik von unseren rechten Lesern! Sollten diese doch an billige und provokative Propaganda gewohnt sein?!? Die SVP tut ja seit Jahren nichts anderes? Aber wenn jemand anders pointiert Werbung betreibt, dann passts nicht in den Kram! Dabei hat ja Landolt nur geliked?!?

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Pumpelche (16. Februar 2016, 11:12)
Herr Landolt

ist offenbar sehr, sehr dumm, oder einfach nur sehr, sehr frustriert. Mit Phrasen um sich zu werfen, die - auch in entferntester Weise - zum in Europa erlebten Genozid hindeuten..

Eigentlich sollte die Schweizer Eidgenossenschaft (der Bund) den lieben Herrn anzeigen.

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mercator (16. Februar 2016, 08:56)
.....politischer Suizid.... oder einfach Dummheit ?

Wer die Abstimmung über diese CH-Inititiative mit der Machtergreifung Hitlers von 1933 in Verbindung bringt, verhöhnt die 20 Millionen Menschen, die weltweit von den Nazischergen direkt oder indirekt umgebracht wurden. Wer diesem Parteipräsidenten nicht in den Untergang folgen will, sollte diese Partei - die BDP - schnellstens verlassen.

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freiemeinung_2 (16. Februar 2016, 08:28)
einfach...........

......bloss peinlich, dumm und primitiv jedoch, damit hält sich einer mehr der so grossartigen ch-politiker im gespräch - arme schweiz, wie weit ist es mit dir gekommen, hüben wie drüben -

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zombie1969 (16. Februar 2016, 08:16)
Gegenwärtig...

drücken die Ex-Gefängniswärterin Angela und ihr besonderer Hassan zusammen mit den Gegnern der Durchsetzungsinitiative fest die Daumen dass diese ja abgelehnt wird und Hassan bei einer Rückkehr in der CH bleiben darf. Dann steht für Angelas Hassan bei einer Rückkehr in die CH nichts mehr im Wege für ein erfolgreiches Sondersetting und Sozialhilfe.

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dimi (16. Februar 2016, 00:16)
ch verfassung

Wer ja stimmt zerstört die ideale der Schweiz. Die Leute sollten besser mal die verfassung lesen und verstehen. Die sogenannten Patrioten zerstören die Schweiz. Nein zur DSI. Das haben sogar ein paar bürgerliche verstanden.

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GruberBossart (16. Februar 2016, 00:08)
2. Gotthardröhre

Nein danke Ja gerne / Die Gotthardroehren sollen die bezahlen, die sie brauchen, Mittels Tunnelgebuehren. Ich habe seit bestehenden Gotthardtunnel ein einzigmal benutzt. Bin nicht bereit zu bezahlen was andere brauchen, auch nichtuebrige der Ostschweiz. Nicht durch Steuern noch durch teuere Vignetten. Tunnelgebuehren schafft Arbeitsplaetze in den entspr. Regionen. Roehren koennten Neu dort gebaut werden, wo man sie braucht.z.B um "ebenerdig" vom Bergell, dem Poschiavo, dem Muenstertahl und dem ganzen Engadin in die Schweiz zu gelangen.

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Jonischmi (16. Februar 2016, 07:39)
Ich glaube Sie haben sich im Thema geirrt

Und ich finde mit Ihrer 'ich will nur das bezahlen was ich brauche'-Einstellung, sind sie auf der bürgerlichen Seite gut aufgehoben. Also brav ja sagen zur Röhre, bitte.

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pabakel (15. Februar 2016, 23:47)
Jesus und die Härtefallklausel

Im Johannes-Evangelium bringen selbstgerechte Schriftgelehrte eine des Ehebruchs beschuldigte Frau zu Jesus und wollen sie gesteinigt haben. Jesus aber wendet die Härtefallklausel an und sagt: "Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein." Die Schriftgelehrten, die Bürger und Politiker, ziehen ab. Jesus nimmt die Frau beiseite und sagt: „So verdamme ich dich auch nicht; geh hin und sündige hinfort nicht mehr.“ Er billigt ihr Vergehen keineswegs, bricht aber nicht den Stab über sie, schafft sie nicht auch noch aus. Ohne damit Verbrechen / Vergehen gut zu heissen, würde Jesus am 28. Februar ein Nein einlegen. Wenn wir dieser Durchsetzungsinitiativ zustimmen, können wir uns kaum mehr auf "unsere christlichen Werte" berufen, sondern müssen uns hinter den Befürwortern eines Staates der Selbstgerechtigkeit einreihen, welchen wir sonst als „sogenannten islamischen Staat" brandmarken. Auch dort : weder Gnade noch Härtefallklausel.

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Steuerzahler (15. Februar 2016, 20:58)
Auf den Punkt gebrach

Endlich mal einer der sich getraut die Wahrheit zu sagen. Bravo

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ande7386 (15. Februar 2016, 20:23)
Durchsetzung....

Landolt spielt den Beführwortern so noch in die Hände. Alle, die gegen diese Initiative sind, sind für die Verbrecher und das ist FALSCH. Fangt endlich an, die Opfer zu schützen. Sind alle kriminellen Ausländer ausgeschafft, macht das die CH sicherer und diese Menschen sitzen dann der Sozialhilfe nicht auf der Kasse, was dann mit noch viel höheren Zahlungen verbunden ist. Mein Ja ist schon in der Urne.

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