Zur Mobile-Ansicht wechseln
Tagblatt Online
20. September 2016, 09:20 Uhr

Initiative gegen Hochpreisinsel Schweiz

Eine breite politische Allianz sagt der Hochpreisinsel Schweiz den Kampf an. Um gegen überhöhte Preise von Importprodukten vorzugehen, hat sie am Dienstag die "Fair-Preis-Initiative" lanciert. Damit sollen schädliche Auswirkungen von Kartellen verhindert werden.

Der Bund soll dafür sorgen, dass Schweizer Konsumenten und Unternehmen Waren von ausländischen Anbietern diskriminierungsfrei beschaffen können, wie es im Initiativtext heisst. Gleichzeitig sollen Wettbewerbsbeschränkungen verhindert werden, die auf einseitiges Verhalten von marktmächtigen Unternehmen zurückzuführen sind.

Volksinitiative verlangt faire Preise für die Schweiz

Die Schweiz ist eine sogenannte Hochpreisinsel: Viele Produkte kosten in der Schweiz mehr als im Ausland. Dagegen kämpft nun die Volkintitiative "Stop der Hochpreisinsel - für faire Preise", bei welcher die Unterschriftensammlung am Dienstag startet. Sie verlangt, dass Konsumenten und KMUs ein Produkt aus dem Ausland kaufen können, ohne einen Zuschlag für die Schweiz zu bezahlen. Laut Prisca Birrer-Heimo, Präsidentin der Stiftung für Konsumentenschutz, würde dann auch der Einkaufstourismus zurückgehen.

Ins Visier nehmen die Initianten aber auch "relativ marktmächtige" Firmen. Das sind Unternehmen, die den Markt zwar nicht gerade dominieren, zu welchen es für einen oder mehrere Abnehmer aber kaum eine Alternative gibt.

Die Bundeskanzlei hat den Text der Initiative "Stop der Hochpreisinsel - für faire Preise (Fair-Preis-Initiative)" vorgeprüft und am Dienstag im Bundesblatt publiziert. Damit können die Initianten mit der Unterschriftensammlung beginnen. Die Frist läuft bis zum 20. März 2018.

Hinter dem Volksbegehren stehen die Stiftung für Konsumentenschutz, Gastrosuisse und der Wirtschaftsverband Swissmechanic, der 1400 KMU in der Maschinen-, Elektro- und Metallbranche vereint.

Im Initiativkomitee sitzen Politiker aus allen politischen Lagern. Dazu zählen SP-Ständerätin Anita Fetz (BS), CVP-Nationalrat Fabio Regazzi (TI), SVP-Ständerat Hannes Germann (SH) und alt FDP-Ständerat Hans Altherr (AR). Dabei ist auch der frühere Preisüberwacher Rudolf Strahm. (sda)



Kommentar schreiben

Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie eingeloggt sein.
Noch keinen Zugang? Jetzt kostenlos registrieren.



Anzeige:

Anzeige:

Anzeige:

ostjob.ch  STELLENSUCHE

Ostschweizer Trauerportal

tagblatt.ch / leserbilder

FACEBOOK.COM /TAGBLATT