Zur Mobile-Ansicht wechseln
Tagblatt Online
17. September 2016, 16:20 Uhr

IS-Mitglied zieht vor Bundesgericht

Einer der Iraker, der im März vom Bundesstrafgericht als IS-Mitglied verurteilt worden ist, zieht das Urteil ans Bundesgericht weiter. Er sitzt derzeit eine Freiheitsstrafe von vier Jahren und acht Monaten ab.

Sein Anwalt Andreas Damke bestätigte der Nachrichtenagentur sda am Samstag einen Bericht von "Tages-Anzeiger" und "Bund".

Das Bundesstrafgericht in Bellinzona hatte im März drei der vier angeklagten Iraker zu Freiheitsstrafen verurteilt. Der Mann, der das Urteil nun weiterzieht, sowie der Hauptangeklagte, erhielten eine Strafe von vier Jahren und acht Monaten.

Der Iraker, der sich illegal in der Schweiz aufgehalten hatte, war laut Bundesstrafgericht am Aufbau einer IS-Zelle in der Schweiz beteiligt. Zudem habe er mit einem Facebook-Konto die Propagandamaschine der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) unterstützt.

Ein dritter Angeklagter erhielt eine Freiheitsstrafe von drei Jahren und sechs Monaten, der vierte Iraker wurde freigesprochen. (sda)



Kommentar schreiben

Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie eingeloggt sein.
Noch keinen Zugang? Jetzt kostenlos registrieren.



nabru (17. September 2016, 19:18)
und wer...

bezahlt das ganze? es dürfte nur jamand ein Urteil weiterzeihen, der auch das Recht hatte in der Schweiz sich aufzuhalten (nicht Touristen).

Beitrag kommentieren

alphacentauri (18. September 2016, 08:05)
und schon gar keine Kriminellen

und Terroristen schon gar nicht. Ich hätte schon eine Idee, wie mit solchen umgegangen werden soll. Aber das würde mir das TB bestimmt nicht abdrucken.

Beitrag kommentieren

frieda (18. September 2016, 12:13)
über Schuld oder Unschuld befindet das Gericht

Ob jemand wirlklich kriminell ist, weiss man erst nach dem rechtskräftigen Urteil. Das mag ja für manche hier schwer verkraftbar sein, aber rechtsstaatlich ist das nun mal so. Und da Urteile nur rechtskräftig werden, wenn dagegen keine Revision eingelegt/kein Einspruch erhoben wird, ist der Spruch "und schon gar keine Kriminellen" für die Füchse. Es sei denn, es entscheiden jetzt nicht mehr die Gerichte über Schuld oder Unschuld, sondern die Leserbriefschreiber. Dann können wir den Rechtsstaat abre auch gleich in die Tonne treten. Und für @nabru: Für Touristen würden Sie also die Gleichheit vor Gerichten aufheben? Gälte das dann auch für Verfahren gegen solche Touristen? Wenn der Rechtsweg für alle beschnitten wird, die keinen Wohnsitz in der Schweiz haben und für alle, die sich illeghal hier aufhalten - werden dann die Vergehen und Verbrechen auch nicht mehr in der Schweiz verfolgt?

Beitrag kommentieren

Anzeige:

Anzeige:

Anzeige:

ostjob.ch  STELLENSUCHE

Ostschweizer Trauerportal

tagblatt.ch / leserbilder

FACEBOOK.COM /TAGBLATT