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Tagblatt Online
20. September 2016, 14:45 Uhr

Besonders viele Westafrikaner verurteilt

West- und Nordafrikaner sowie Männer aus der Dominikanischen Republik werden von der ausländischen Bevölkerung am häufigsten strafrechtlich verurteilt. Auch Rumänen werden auffallend häufig straffällig.

Das Bundesamt für Statistik (BFS) hat am Dienstag erstmals detaillierte Zahlen über die Nationalität der Verurteilten in der Schweiz veröffentlicht. Dabei wird unterschieden zwischen Personen, die sich längerfristig im Land aufhalten, und übrigen Ausländern.

Für die erste Gruppe - also Schweizer sowie Ausländer mit B- und C-Ausweis - hat das BFS errechnet, wie viele Personen im Jahr 2014 pro 1000 Einwohnern mit jeweils derselben Nationalität verurteilt wurden. Einzelne Nationalitäten wurden wegen Unterscheidungsproblemen in Gruppen zusammengefasst.

Bei den Straftaten gegen das Strafgesetzbuch (StGB) weisen demnach Personen aus Westafrika und der Dominikanischen Republik mit 29 respektive 22 Verurteilten auf 1000 Landsleute die höchsten Raten aus. An zweiter und dritter Stelle folgen Nordafrika mit 19 und die Türkei mit 12 Verurteilten. Berücksichtigt sind hier nur grössere Gruppen mit mindestens 100 Personen.

Junge Männer am häufigsten kriminell

Am höchsten ist das Risiko, strafrechtlich in Erscheinung zu treten, bei den 18- bis 29-jährigen Männern aus Westafrika mit einer Verurteilungsrate von 78 pro 1000. An zweiter und dritter Stelle stehen die Gleichaltrigen aus der Dominikanischen Republik (65/1000) und aus Brasilien (35/1000).

Nach den Schweizerinnen und Schweizern machten 2014 Personen aus Ex-Jugoslawien und Albanien mit insgesamt 2060 Männern und Frauen die grösste Gruppe unter den verurteilten Straftätern aus. Bei der Verurteilungsrate lag diese Ländergruppe mit 9 Promille aber nur im unteren Mittelfeld.

Von 1000 Schweizern wurden vorletztes Jahr 2,7 rechtskräftig wegen einer StGB-Straftat verurteilt - gleich viele wie bei den Einwohnern österreichischer Herkunft. Noch gesetzestreuer verhielten sich die Deutschen mit einer Belastungsrate von 2,5 Promille. Für Italiener und Franzosen lag der entsprechende Wert um 4.

Rumänen bei übrigen Ausländern vorn

Für die Kategorie der "restlichen Ausländer" weist das BFS nur die absoluten Zahlen aus. Darunter fallen neben den Asylsuchenden und den Kurzaufenthaltern auch Personen, die sich als Touristen oder illegal in der Schweiz aufhalten.

Bei den StGB-Delikten belegten 2014 in dieser Kategorie die Rumänen mit rund 1800 Verurteilten den Spitzenrang. Auf den nächsten Plätzen folgten Nordafrikaner und Staatsangehörige aus dem ehemaligen Jugoslawien mit 1700 beziehungsweise 1300 verurteilten Personen vor Franzosen (880) und Westafrikanern (790). (sda)



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zombie1969 (21. September 2016, 12:04)
Es...

würde einmal interessieren, wo Gruppen wie "Rechtspopulisten" behaupten, dass die Kriminalität relativ gesehen ansteigen wird, wenn man sie statistisch um Männer, Alter, Einkommen und so weiter bereinigt. Es geht diesen Gruppierungen ja eben nicht um Relativität, sondern um die absolute Zahlen.
Meistens hört man von diesen Gruppierungen nur, dass die Kriminalität, in absoluten Zahlen, ansteigen wird.
Und dass die Kriminalität weiter ansteigen wird, ist simple Mathematik. Wenn jedes Jahr zig Tausend Leute in ein Land einwandern, steigt auch die Zahl der Kriminalitätsfälle in absoluten Zahlen an.
Und die Zahlen steigen besonders an, wenn es junge, aggressive muslimische Männer sind, die keine Ausbildung haben. Das sagt sogar jede Studie aus. Und nichts anderes sagen die angeblichen "Rechtspopulisten".

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frieda (21. September 2016, 12:58)
und nun?

Keine Ahnung, was ein "angeblicher Rechtspopulist" ist. Einer, der in Wirklichkeit ein Linker ist? Alles Übrige ist inbsofern richtig, als bei steigender Bevölkerungszahl die absolute Zahl der Verbrechen steigt. Da die Weltbevölkerung zunimmt und die Bevölkerungszahlen in praktisch allen Ländern steigen, gibt's auch mehr Gesetzesverstösse. Allerdings in allen Ländern - egal ob christlich, buddhistisch, muslimisch, shintoistisch, hinduistisch oder sonstwas. Und je mehr junge Männer, desto mehr Gesetzesverstösse gilt auch allgemein, unabhängig von der Religion. Das stimmt nur dort nicht, wo Krieg geführt wird und die jungen Männer kämpfen. Ist aber eine schlechte Alternative. Allerdings steigt der Anteil der Rechtsverstösse relativ - also in Prozent der Bevölkerung - nicht unbedingt auch an, weil halt 2 auf 100 in Prozent gleichviel sind, wie 4 auf 200.

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Exilschweizer (20. September 2016, 15:23)
nicht klar ersichtlich

Hier stellt sich aber wieder einmal die Frage,ob man bei diesen Statistiken,auch die Eingebuergerten,sowie die Doppelbuerger beruecksichtigt hat.

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Mode (23. September 2016, 12:07)
und die Verbrechen

Der Exilschweizer...

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MitdenkerSG (22. September 2016, 14:49)
Mich würde noch interessieren wie es sich bei....

Auslandschweizern verhält. Wie oft diese in anderen Ländern als CH Bürger oder Doppelbürger verurteilt werden.
Nur damit die "Kirche mal im Dorf bleibt" bei den populistischen Mutmassungen der rechtsaussen Fraktion.
Also zumindest Exilschweizers Vater war ja schon mal im Gefängnis....aber das ist ja dann vermutlich wieder etwas Anderes wenn man sich nicht an die ausländischen Gesetze hält. So wie es halt eben immer etwas "Anderes" ist!
Würde mich jedenfalls nicht wundern wenn Auslandschweizer auffällig oft verurteilt werden im Ausland, viel häufiger als hier in der CH Statistik.
Ganz echt interessieren tut es mich nicht aber ein gewisser "Lastenausgleich" müsste ja schon tolleriert werden.

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Exilschweizer (23. September 2016, 19:22)
vollkommene Unkenntnis

Mein lieber Mitdenker,hiermit beweisen Sie Ihre vollkommene Unkenntnis darueber was die DDR mit Regiemgegner veranstaltet hat.Mein Vater hat keine kriminelle Tat in der DDR begangen.Er hat sich lediglich,gegen die Verstaatlichung und Enteignungen,der Landwirte und Bauern geauessert.Wenn Sie davon keine Ahnung haben,sollten Sie lieber schweigen,da ansonsten Ihre Kommentare in Zukunft immer unglaubwuerdiger werden.

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frieda (20. September 2016, 17:01)
doch

Doch das ist klar ersichtlich: Eingebürgerte und Doppelbürger sind Schweizer und insofern bei dieser Auswertung auch die Verurteilungsrate unter Schweizern erhoben wurde, sind auch Eingebürgerte und Doppelbürger berücksichtigt. Sie könnten sich endlich mal merken, dass Eingebürgerte Schweizer sind. Und was die Doppelbürger angeht: Es gibt eine Menge geborener Doppelbürger - all jene, die einen Schweizer und einen ausländischen Elternteil haben. Wollen Sie die auch "aussortieren" oder wie wollen Sie die dann zählen?

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Tinel (20. September 2016, 16:15)
Wieso

Diese Frage stellt sich nur wenn ich als eingebürgerter Schweizer nicht die gleichen Rechte habe wie ein hier geborener Schweizer. Habe ich die gleichen Rechte und Pflichten dann bitte auch in der gleichen Statistik erfassen.

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