Der Trend nach rechts ist ungebrochen

NATIONALE WAHLEN ⋅ Würden in diesen Tagen nationale Wahlen stattfinden, würde der Rechtsrutsch noch stärker ausfallen als bei den letzten Wahlen vor einem Jahr. Zu diesem Schluss kommt das Forschungsinstitut gfs.bern aufgrund von 19 seit Oktober 2015 ausgewerteten Umfragen.

18. Oktober 2016, 19:04

Laut den von der "Tagesschau" von SRF am Dienstag publizierten Zahlen käme die SVP auf einen Wähleranteil von 29,9 Prozent. Das sind 0,5 Prozentpunkte mehr als bei den Wahlen vom 18. Oktober 2015. Bei den letztjährigen Wahlen hatte die SVP 2,8 Prozentpunkte zugelegt und war damit die grosse Siegerin gewesen.

Die FDP käme gemäss heutigem Stand auf 16,7 Prozent, das sind 0,3 Prozentpunkte mehr als vor einem Jahr. Am 18. Oktober 2015 hatte die FDP mit einem Gewinn von 1,3 Prozentpunkten ebenfalls zu den Wahlgewinnern gehört.

Gleich wie die SVP könnten sich auch die Grünen über einen Zuwachs von 0,5 Prozentpunkten freuen. Sie kämen damit auf 7,6 Prozent, nachdem sie vor einem Jahr einen Verlust von 1,3 Prozent gegenüber 2011 hinnehmen mussten.

Den anteilsmässig grössten Schritt nach vorne würde die GLP mit einem Plus von 1,0 Prozent machen. Die Partei würde demnach eine Parteistärke von 5,6 Prozent aufweisen und den Verlust von 0,8 Prozent gegenüber 2011 mehr als gutmachen.

Auf der Verliererseite würde vor allem die CVP dastehen, die eine Einbusse von 1,1 Prozentpunkten hinnehmen müsste und noch auf 10,5 Prozent käme. Schon 2015 hatte die CVP 0,7 Prozentpunkte verloren.

Bei der SP würde sich der Verlust von 0,1 Prozentpunkten im Rahmen halten. Die Partei wäre dann wie 2011 wieder bei 18,7 Prozent. Die BDP müsste einen Verlust von 0,6 Prozent in Kauf nehmen und würde noch 3,5 Prozent erreichen. Bei den letztjährigen Wahlen hatte die BDP bereits 1,3 Prozentpunkte verloren.

Einen Testlauf erleben diese neusten Erkenntnisse bereits am kommenden Wochenende, wenn in den Kantonen Aargau und Basel-Stadt kantonale Gesamterneuerungswahlen anstehen. (sda)


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