Der Bund warnt: So merken Sie, ob Ihr Passwort geknackt wurde

70'000 PASSWÖRTER GESTOHLEN ⋅ Erneut haben Unbekannte rund 70'000 Zugangsdaten zu Internet-Diensten gestohlen. Die Melde- und Analysestelle Informationssicherung des Bundes (Melani) stellt ein Checktool zur Verfügung, mit dem alle Nutzer überprüfen können, ob sie betroffen sind oder nicht.
Aktualisiert: 
05.12.2017, 13:56
05. Dezember 2017, 13:01

Melani hat die Liste wie bereits im vergangenen August, als der Diebstahl von 21'000 Zugangsdaten zu Internet-Diensten bekannt geworden war, aus einer vertraulichen Quelle erhalten. Das geht aus einer Mitteilung vom Dienstag hervor. Die Liste enthalte Zugangsdaten, bestehend aus Login und Passwort.

In vielen Fällen bestehe der Benutzername der betroffenen Zugangsdaten aus der E-Mail-Adresse. Verwenden Internet-User bei solchen Logins für verschiedene Online-Portale dasselbe Passwort, ermögliche dies potenziellen Tätern auf einfache Weise, diese Zugangsdaten für illegale Zwecke wie Betrug, Erpressung, Phishing und anderes zu missbrauchen, schreibt Melani.

Melani rät Personen und Unternehmen, über das Checktool www.checktool.ch zu überprüfen, ob sie selber betroffen sind. Sollte ein Konto betroffen sein, gebe das Checktool eine entsprechende Meldung aus. Für diesen Fall rät Melani, umgehend das Passwort sämtlicher Online-Konten, die mit der betroffenen E-Mail-Adresse respektive dem Benutzernamen verknüpft sind, zu ändern.

Die Bundesstelle empfiehlt Betroffenen zudem, alle in den E-Mail-Kontakten aufgeführten Personen darüber zu informieren, dass sie beim Empfang von E-Mails mit dem betroffenen Absender vorsichtig sein und im Zweifelsfall rückfragen sollten.

Zudem sollten vom Datendiebstahl betroffene Internetbenutzer in den kommenden Wochen jegliche Art von Kontoauszügen und Kreditkartenabrechnungen auf Unregelmässigkeiten überprüfen.

Für die Überprüfung mit dem Checktool ist nur die Eingabe der E-Mail-Adresse respektive des Benutzernamens notwendig. Diese Angaben würden nicht im Klartext an Melani übermittelt und auch nicht gespeichert, heisst es weiter.

Im vergangenen August war bereits der Diebstahl von 21'000 Zugangsdaten bekannt geworden. Auch damals bot Melani einen einfachen Online-Test an, um zu überprüfen, ob die eigene E-Mail-Adresse betroffen ist. Generell hat Melani dazu geraten, bei jedem Internet-Dienst oder Online-Portal ein separates Passwort zu verwenden. (sda)


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