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Tagblatt Online, 01. Januar 2011 12:30:00

Zwei Brände und Vandalenakte

OSTSCHWEIZ. Brände, die wohl durch Feuerwerkskörper ausgelöst wurden, Unfälle, Streitereien, ein missglückter Suizid und Vandalismus: Der Polizei ging die Arbeit in der Neujahrsnacht nicht aus. Sowohl die St.Galler als auch die Ausserrhoder Polizei blieben aber vor Grossereignissen verschont.

Rund 40 Mal musste die Kantonspolizei St.Gallen in der Neujahrsnacht nach Notrufen ausrücken, wie sie mitteilt. Bei zwei Brandfällen in St.Margrethen entstand Sachschaden von mehreren tausend Franken. Vermutlich durch verirrte Feuerwerkskörper wurde auf einem Balkon ein Abfallsack in Brand gesetzt. Auf wahrscheinlich die gleiche Art und Weise wurde ein Container auf einem Firmenareal ein Raub der Flammen.

Bei einem Verkehrsunfall in Thal wurden am frühen Abend zwei Personen verletzt, der Unfallverursacher schwer. Er musste wegen des Verdachts auf Angetrunkenheit eine Blutprobe abgeben. Der 80-jährige war mit seinem Fahrzeug auf die Gegenfahrbahn geraten und kollidierte mit einem entgegenkommenden Personenwagen. Die Burietstrasse musste für rund zwei Stunden gesperrt werden. Bei vier weiteren Verkehrsunfällen wurde niemand verletzt.

Insgesamt vier Personen lenkten ihr Fahrzeug unter Alkoholeinfluss. Davon musste sich lediglich einer der Blutprobe unterziehen und seinen Führerausweis auf der Stelle abgeben. Den anderen wurde die Weiterfahrt untersagt. Sie werden bei der Staatsanwaltschaft St.Gallen verzeigt.

Fünf Mal wurde die Polizei zum Schlichten von verbalen Streitereien gerufen. Strafanzeigen gab es bis jetzt aber keine. Zwei Mal musste die Polizei wegen lauter Musik intervenieren.

Glück hatte eine Frau, welche sich vermutlich mit Alkohol und Medikamenten das Leben nehmen wollte. Sie wurde in ihrem Auto auf einem Parkplatz durch eine Polizeipatrouille festgestellt und war nur noch bedingt ansprechbar. Der aufgebotene Rettungswagen brachte sie ins Spital.

Fünf Personen waren so stark alkoholisiert, dass sie ins Spital gebracht werden oder von Angehörigen abgeholt werden mussten.

Aus Sicht der Kantonspolizei St.Gallen ist die Nacht zum Jahreswechsel allerdings ruhig verlaufen. Dies auch deshalb, weil keine schweren Gewaltdelikte verübt worden sind.

Die Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden war in der Nacht auf den Neujahrstag wohl beschäftigt, grössere Ereignisse blieben jedoch aus, wie sie mitteilt. Kurz nach 18 Uhr verunfallte in Gais auf der Stossstrasse ein Automobilist. Er kam mit dem Personenwagen von der Fahrbahn ab und blieb auf dem Gleis der Appenzeller Bahnen stecken. Das Fahrzeug musste mit einem Traktor geborgen werden. Der Bahnverkehr war während einer knappen Stunde unterbrochen. Verletzt wurde niemand, der Sachschaden ist unbedeutend.

In Herisau musste eine Patrouille der Kantonspolizei intervenieren, weil wenige Minuten nach 22 Uhr die Meldung einging, dass Jugendliche Feuerwerk gegen vorbeifahrende Autos warfen. Die Jugendlichen wurden ermahnt, Sachschaden entstand keiner.

Gegen 1.30 Uhr musste die Polizei nach Urnäsch ausrücken, weil an der Schönaustrasse bei einer Liegenschaft unter anderem eine Gartenumzäunung beschädigt worden war. Der Sachschaden wird auf rund 1100 Franken geschätzt, die Täterschaft konnte noch nicht ermittelt werden.

Kurz vor 3.30 Uhr dann wurde in Hundwil eine 25-jährige Autofahrerin durch eine Patrouille der Kantonspolizei angehalten. Weil der Drogenschnelltest positiv ausfiel, verfügte die Staatsanwaltschaft die Entnahme einer Blut- und Urinprobe. Der Führerausweis wurde eingezogen.

In Herisau wurden in den frühen Morgenstunden zwei junge Burschen im Alter von 16 und 17 Jahren kontrolliert, die im Besitz von Marihuana waren. Zudem kontrollierte die Polizei in Hundwil einen 18-jährigen Mann, der Cannabis bei sich hatte. Die drei jungen Männer werden wegen Missachtung der Betäubungsmittelgesetzgebung zur Anzeige gebracht. Schliesslich musste die Polizei in Herisau wegen einer Lärmklage intervenieren. (kapo/dwa)



(kapo/dwa)



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