Zur Mobile-Ansicht wechseln
Tagblatt Online
22. Januar 2016, 10:28 Uhr

25-Jährige im Thurgau getötet - Vater verhaftet

Die Tat ereignete sich in diesem Haus - und zwar in der Wohnung mit den roten, geschlossenen Rollläden. Zoom

Die Tat ereignete sich in diesem Haus - und zwar in der Wohnung mit den roten, geschlossenen Rollläden.

WAGENHAUSEN. Anfang Januar ist in Wagenhausen eine 25-jährige Frau tot aufgefunden worden. Zwei Beschuldigte - einer davon ist der Vater des Opfers - befinden sich wegen des Verdachts auf vorsätzliche Tötung in Untersuchungshaft. Die Rede ist auch von möglichem sexuellem Missbrauch der Frau.

Janique Weder

Es ist der 2. Januar 2016. Rettungssanitäter im Thurgau werden aufgrund des Anruf eines 37-jährigen Mannes in eine Wohnung in Wagenhausen gerufen. Dort können der Rettungsdienst und die Polizei nur noch den Tod einer jungen Frau feststellen. Vor Ort befinden sich auch der 37-jährige Wohnungsinhaber und der 48-jährige Vater des Opfers. Weil die Todesursache nicht sofort klar ist, werden sie festgenommen.

Bilderstrecke: Tod einer 25-Jährigen im Thurgau

  • Im Parterre des Hauses an der Dorfstrasse 1 in Wagenhausen wurde ein Tötungsdelikt verübt.
  • Von aussen ist nichts vom Drama, dass sich in diesem Haus abspielte, zu erahnen.
  • Die Polizei hat die Wohnung versiegelt.
In einer Wohnung in Wagenhausen ist die Leiche einer 25-jährigen Frau gefunden worden. Unter Tatverdacht stehen ihr Vater und ein weiterer Mann. Bilder vom Tatort. (Bilder: Gudrun Enders)
Widersprüchliche Aussagen
Heute Freitagmorgen folgt ein Communiqué der Staatsanwaltschaft Thurgau. Darin heisst es, dass die Staatsanwaltschaft Kreuzlingen und die Kantonspolizei Thurgau Ermittlungen gegen die beiden Männer führten. Diese stehen im Verdacht, die 25-jährige Frau getötet zu haben. Aufgrund der bisherigen Erkenntnisse könne auch nicht ausgeschlossen werden, dass die Frau sexuell missbraucht worden sei, heisst es weiter.

"In der Anfangsphase der Abklärungen haben die beiden Männer widersprüchliche Aussagen gemacht", sagt der Medienverantwortliche der Staatsanwaltschaft Thurgau, Stefan Haffter, auf Anfrage von Tagblatt Online. Dadurch habe sich der Verdacht, dass es sich um ein Tötungsdelikt handle, erhärtet. Ausserdem sei der Verdacht auf sexuellen Missbrauch aufgekommen. Über die Art der Verletzungen und wie die Frau gestorben ist, könne er wegen laufender Ermittlungen nichts sagen, sagt Haffter. Aus ermittlungstaktischen Gründe wurde die Öffentlichkeit bisher nicht informiert.

Frau war in Deutschland wohnhaft
Die 25-Jährige war zuletzt in Wilhelmsdorf/Landkreis Ravensburg wohnhaft gewesen. Sie und ihr Vater besitzen laut Haffter beide die deutsche Staatsbürgerschaft. Beim 37-Jährigen handle es sich um einen Bekannten der  Familie aus der Schweiz. Die Thurgauer Strafverfolgungsbehörden arbeiten gemäss dem Communiqué eng mit den Ermittlungbehörden in Deutschland (Landkreis Ravensburg) zusammen.

Gegen die beiden Beschuldigten wurde Untersuchungshaft angeordnet. "Bis zum Abschluss des Verfahrens gilt die Unschuldsvermutung", schreibt die Staatsanwaltschaft. Weitere Details zur Tat gibt die Thurgauer Staatsanwaltschaft nicht bekannt. Die beiden Männer würden derzeit intensiv befragt, sagte Haffter.

Kollegen informierten Polizei
Aufgedeckt wurde der Fall am Donnerstagabend vom "Südkurier". Wie dieser in seinem Artikel schreibt, hat sein Anruf hektische Betriebsamkeit bei den Behörden ausgelöst. Das Konstanzer Polizeipräsidium leitete die Anfrage demnach auf seine Kollegen im Thurgau weiter, die wiederum auf die Staatsanwaltschaft in Bischofszell verwiesen. Dort erkundigte man sich bei der Kreuzlinger Staatsanwaltschaft nach dem Fall, die wiederum mit den Behörden in Ravensburg zusammenarbeitet.

Des Weiteren will der "Südkurier" wissen, dass die Frau seit dem Jahr 2010 als Küchenhilfe in einer sozialen Einrichtung in Wilhelmsdorf arbeitete. Zum Jahresende 2015 habe sie sich von ihren Kollegen verabschiedet und in die Schweiz fahren wollen, um Silvester bei Freunden zu verbringen. Es war das letzte Mal, dass die 25-Jährige in Wilhelmsdorf gesehen wurde. Weil sie am 4. Januar nicht zur Arbeit erschienen sei, hätten ihre Arbeitskollegen eine Vermisstenanzeige bei der Polizei aufgegeben. Stunden später wurden diese über den Tod der jungen Frau informiert.

 


Kommentar schreiben

Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie eingeloggt sein.
Noch keinen Zugang? Jetzt kostenlos registrieren.



mecxx (22. Januar 2016, 23:24)
Warum?

Warum sagen Sie, das Tagblatt, nichts zum Migrationshintergrund der Täter? Sie sind auch so ein Mainstream Blatt, welches den Lesern durch politische Coretness die Wahrheit vorenthält.

Beitrag kommentieren

Anzeige:

Anzeige:

Anzeige:

ostjob.ch  STELLENSUCHE

Ostschweizer Trauerportal

tagblatt.ch / leserbilder

FACEBOOK.COM /TAGBLATT