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Tagblatt Online
14. Februar 2016, 13:56 Uhr

FCSG- und YB-Fans gehen aufeinander los

Der FC St.Gallen war dieses Wochenende spielfrei - trotzdem prügelten sich einige Anhänger mit Berner Fans. Zoom

Der FC St.Gallen war dieses Wochenende spielfrei - trotzdem prügelten sich einige Anhänger mit Berner Fans.

MELS. Am späten Samstagabend ist es im Anschluss an den Match Vaduz - Young Boys zu Scharmützeln zwischen Fans der Berner und Anhängern des FC St.Gallen gekommen. Laut der St.Galler Kantonspolizei war die Sache zuvor abgemacht worden.

Daniel Walt

"Das ist aus meiner Sicht ein aussergewöhnlicher Vorfall", sagt Bruno Metzger, Sprecher der St.Galler Kantonspolizei. Er publizierte am Sonntagmittag eine Meldung, die in der Tat erstaunlich ist: Obwohl der FC St.Gallen dieses Wochenende spielfrei war - der Match in Sion vom Sonntag fiel dem Schnee zum Opfer - sorgten Anhänger der Ostschweizer für Negativschlagzeilen.

Notbremse gezogen
Am Samstagabend gastierten die Berner Young Boys beim FC Vaduz. Nach dem enttäuschenden 1:1 ihrer Lieblinge bestiegen die YB-Fans den Extrazug, der sie zurück nach Bern bringen sollte. Kurz vor 23 Uhr zogen sie in der Nähe des Industriegebietes von Mels dann die Notbremse, stiegen aus und lieferten sich eine Schlägerei mit Anhängern des FC St.Gallen. Passanten alarmierten in der Folge die St.Galler Kantonspolizei. Mehrere Patrouillen konnten daraufhin zehn Personen anhalten, in Gewahrsam nehmen und befragen.

Unterstützung aus Slowenien
Laut Polizeisprecher Bruno Metzger gaben St.Galler Anhänger zu Protokoll, dass die Schlägerei zwischen den Espen-Fans und den Anhängern aus Bern im Vorfeld abgemacht worden war. Speziell: Die St.Galler Fans nahmen tatkräftige Unterstützung von Anhängern eines Fussballvereins aus Slowenien in Anspruch.

Vorerst keine Anzeigen
Die sechs Beteiligten aus der Schweiz wurden nach der Befragung wieder auf freien Fuss gesetzt. Vier Männer im Alter von 21 bis 25 Jahren mit Wohnsitz in Slowenien wurden von der Kantonspolizei vorerst festgenommen. "Aufgrund ihres Aufenthaltsstatus in der Schweiz wollten wir zunächst abwarten, ob nach der Ankunft des Extrazugs in Bern bei der dortigen Kantonspolizei Anzeigen oder Meldungen über verletzte Personen eingehen würden", sagt Bruno Metzger. Dies war vorerst nicht der Fall, sodass schliesslich auch die Fans aus Slowenien laufen gelassen wurden. Sie sowie die sechs St.Galler Anhänger, welche die Polizei vor Ort antraf, werden wegen Landfriedensbruchs angezeigt.


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Ahorngrau (15. Februar 2016, 12:21)
"Hirnamputierte" Fans!

für mich zeigt dieser Vorfall wieder einmal mehr, wie viele "Hirnamputierte" sich unter die Fans mischen.
Ein Teil dieses "Problems" kann leider nur dadurch gelöst werden, als dass bei Fussballspielen keine Gästesektoren mehr geöffnet werden und dass die Bahn- und Busunternehmen für Fussball- und Eishockey-Fans von der Transportpflicht befreit werden. Zudem sollten auffällige Chaoten für mindestens 96 Stunden in Haft genommen werden.
Geht nicht - Gibt es nicht, die Franzosen machen es uns jedenfalls ins St. Etienne vor!

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