Tagblatt Online, 23. Februar 2010 01:04:48
Aufklärung über Moslems
Koran im Gebetsraum einer Schweizer Gemeinschaft. (Bild: Bild: Urs Jaudas)
Hassprediger, Zwangsehen, Verschleierung, Mädchenbeschneidungen: Der Bundesrat will wissen, wie verbreitet diese Phänomene in der Schweiz sind – und wie gross die Angst davor ist.
KAri Kälin
Seit das Volk am 29. November 2010 mit 57,5 Prozent dem Minarettverbot zugestimmt hat, dürfen Moslems auf ihren Sakralbauten keine Türme mehr errichten. Hinter diesem Ergebnis steckt jedoch mehr als eine architektonische Einschränkung für eine Religionsgemeinschaft. Themen wie Zwangsheiraten, Mädchenbeschneidungen, Hassprediger, Verhüllungszwang, Sharia, Gewalt, Terror oder das Fernbleiben vom Schwimmunterricht prägten den Abstimmungskampf.
Das Verdikt an der Urne war auch eine schallende Ohrfeige für den Bundesrat, der landauf, landab für ein Nein weibelte. Nun handelt die Landesregierung – und will aktiv Vorurteile abbauen.
Wie viele Hassprediger?
Zu diesem Zweck will der Bundesrat einen Bericht über die rund 400 000 Moslems in der Schweiz verfassen.
Er empfiehlt dem Parlament, zwei entsprechende Postulate von Kathrin Amacker-Amann (CVP/BL) und Ueli Leuenberger (Grüne/GE) anzunehmen. Der Ausgang der Abstimmung vom 29. November sei Ausdruck eines Unbehagens in der Bevölkerung über die Bildung von Parallelgesellschaften. «Die Angst vor einem Islamismus, der auch vor Gewalt- oder gar Terrorakten nicht zurückschreckt, darf indes nicht zur Zementierung von Vorurteilen gegenüber der grossen Mehrheit der in der Schweiz lebenden
Moslems führen, welche unsere Rechtsordnung respektieren und ihren Glauben friedlich praktizieren», schreibt der Bundesrat. Er will nun prüfen, ob die Leute zu wenig über die Moslems wissen und wo es noch an Informationen fehlt. Die Landesregierung geht auch der Frage nach, wie viele Hassprediger in Moscheen oder anderswo wirken, und wie es um Zwangsehen oder den Schleierzwang steht.
Solche Phänomene seien aber in vielen Fällen eher an «bestimmte kulturelle Räume und Traditionen als an eine bestimmte Religion gebunden», schreibt der Bundesrat.
Erfreut über die Kunde aus Bern zeigt sich Kathrin Amacker-Amann. Der Bundesrat müsse jetzt «keine wissenschaftliche Maschinerie» anwerfen, sondern bereits vorhandene Daten und Kenntnisse zu einem kompakten Bericht zusammenfassen.
«Ich will, dass die Diskussion nach der Minarett-Initiative nicht nur um Angstszenarien kreist, sondern mit Fakten beruhigt wird», sagt die Baselbieter CVP-Nationalrätin.
«Leute wissen zu wenig»
Auch der Grüne Ueli Leuenberger erhofft sich vom bundesrätlichen Bericht eine «sachliche Diskussionsgrundlage». Die Bevölkerung und die Politik wüssten nämlich wenig über die hier lebenden Moslems. Viele Berichte und Informationen über diese Religionsgemeinschaft liegen gemäss Leuenberger unbeachtet in Schubladen.
Er ist überzeugt, dass eine umfassende Information über die religiösen Gepflogenheiten wesentlich dazu beitragen könnte, Vorurteile, Ängste und fixe Vorstellungen abzubauen, die zum «bedenklichen Ergebnis» vom 29. November geführt hätten. Der Genfer Nationalrat will aufzeigen, «dass fundamentalistische islamische Gruppierungen in der Schweiz kaum vertreten sind».
Schlüer hat nichts dagegen
Amacker-Amann und Leuenberger sind zuversichtlich, im Parlament eine Mehrheit für ihr Anliegen zu gewinnen. Ulrich Schlüer, geistiger Vater der Minarett-Initiative, wird sich jedenfalls nicht gegen einen Bericht wehren. «Der Bundesrat muss darin aber aufzeigen, wie er gegen Missstände wie Zwangsehen, Mädchenbeschneidungen oder Schwänzen des Schwimmunterrichts vorgehen will», sagt der SVP-Nationalrat. Winkt das Parlament die Forderung nach einem neuen Papier tatsächlich durch, muss der Bundesrat das Rad nicht neu erfinden. Bereits 2005 hat die Eidgenössische Ausländerkommission einen Bericht über die Moslems in der Schweiz vorgelegt.
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Kommentare lesen
mercator (26. Februar 2010, 07:07)
....Aufklärung ? Findet täglich statt !
Was soll das Gerede über Aufklärung bezüglich einer Religion. Sie erklärt sich täglich selbst. Leider viel zuoft mit Terroranschlägen, oder wie eben mit einer 'heiligen' Kriegserklärungen gegen eine ganze Nation. Da muss doch irgend eine verfehlte Betriebsanleitung im Koran vorliegen, sonst würde es nicht auf der ganzen Welt Probleme mit dem Islam geben. Nicht nur mit den Christen ! Aber wie immer: ein kleiner Prozentsatz, ja ein Einzelner, kann ganze Völker verführen und diskreditieren. Nicht nur im Islam - wie wir hoffentlich alle noch wissen !
Beitrag kommentierenmichaela (24. Februar 2010, 23:18)
teil 2
wenn man die gesellschaft reden hört wäre deutschland sauber wenn die musleme nicht da wären. denn kriminell sind nur die musleme.
Beitrag kommentierenfrag mich warum es so viele heime gibt.....jugendanstalte gibt und eine super nanny nach hause kommen muss um bei der erziehung zu helfen weil die eltern sich nicht mehr durchsetzten können.
das ist ja sehr gerecht !!!
michaela (24. Februar 2010, 23:16)
aufklärung
Da muss ich dir recht geben abdullah adem mit dem was du sagst.
Beitrag kommentierennur eins kann ich nicht verstehen woher kommt es das nur der MUSLEM als mensch an seine religion gemessen wird. egal was anders gläubige tun da wird es nie auf die religion geschoben.
im gegenteil man verpasst der tat einen anderen namen dann passt das schon.
wie viel frauen werden von ihren männern geschlagen??? wie viel kinder werden sexuell mißbraucht?? wie viel amok läufe gibt es in den schulen?? wie viel pfarrer vergreifen sich an kinder??? wie viel kinder werden von den eigenen eltern umgebracht verwahrlost??? selbst die kinder bringen schon die eigene familien um usw. unter diesen straftaten findest du kein muslemischen namen. da heißt es nicht die christen atheisten usw sind so schlecht.
also egal was der muslem tut es ist immer die religion. egal was eine andere religion tut da ist der mensch krank.
AbdullahAdem (24. Februar 2010, 17:25)
RE:Aufklärung tut not,....
Hey Freidenkender,
Beitrag kommentierenDu schreibst, dass du dich lieber auf Dinge verlässt, die Du selbst siehst oder erlebst.
Jedoch solltest Du beachten, dass viele Taten im Namen des Islam getan werden, obwohl diese Menschen selbst den Islam gar nicht praktizieren.
Ich kann verstehen was Du meinst.
Manchmal bin ich im Bus oder in der Bahn und sehe ausländische Jugendliche,
(Ausland = Islam?) wie sie laut Handymusik hören oder sich gegenseitig anschreien...
Wenn ich selbst nicht Muslim wäre, dann hätte ich verdammt falsch gegen den Islam geurteilt, da diese Jugendlichen türkischstämmig sind, somit als ,,Islamrepräsentativ'' eingestuft werden, was nicht immer korrekt ist...
Freidenkender (23. Februar 2010, 20:48)
Aufklärung tut not, aber nicht einseitig
Ist ja alles schön, wenn die Muslime in der Schweiz mit staatlicher Unterstützung möglichst gut dargestellt werden sollen. Allein ich halte wenig von dem, was offizielle Stellen gerne berichten, was ihnen am besten in den Kram passt. Ich halte mich an das, was ich selbst sehe und erlebe. Und in dieser Beziehung sieht es leider für die Muslime alles andere als gut aus. Speziell nach gewissen Städtebesuchen im Ausland habe ich leider erfahren müssen, was es heisst, wenn Moslems ganze Stadtviertel terrorisieren, drangsalieren und schikanieren. Ich lasse mir nicht ein X für ein U vormachen. Aufklärung tut not, aber nicht nur einseitig nach political correctness, bitte schön.
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