Tote Pferde bei Brandserie in Westschweiz

BRAND ⋅ Im Broyebezirk und in der Region Vully hat es in der Nacht auf Samstag nicht weniger als sieben Mal gebrannt. Einem der Feuer sind rund 20 Pferde und Ponys zum Opfer gefallen. Menschen kamen nicht zu Schaden. Die Polizei ermittelt, ob es sich um Brandstiftung handelt.
Aktualisiert: 
15.07.2017, 15:39
15. Juli 2017, 11:15

Das erste Feuer brach gegen 0.30 Uhr auf zwei Gerstenfeldern bei St. Aubin und Domdidier im Kanton Freiburg aus, wie die Waadtländer und die Freiburger Kantonspolizei in einem gemeinsamen Communiqué mitteilten. Während sie noch löschten, bemerkten die Feuerwehrleute Flammen beim privaten Institut Equestre National d'Avenches (IENA).

Auf diesem Areal wurden ein Stall und eine Scheune, die zum IENA gehören, ein Raub der Flammen. Rund 30 Pferde und Ponys waren dort eingestallt. Rund 20 dieser Tiere kamen im Feuer um. Sie gehörten Privatpersonen.

In der Westschweiz ist es zu einer Serie von sieben Bränden gekommen. Betroffen war unter anderem das Institut Equestre National d'Avenches (IENA). Bei dem Brand kamen rund 20 Pferde und Ponys ums Leben. Die Polizei ermittelt, ob es sich um Brandstiftung handelte. (Bilder: Keystone)

Abgebrannt ist auch eine an den Stall angrenzende Wohnung. Die Familie, die darin lebt, konnte sich rechtzeitig in Sicherheit bringen, wie ein Polizeisprecher sagte. Die anderen Gebäude auf dem Gelände konnte die Feuerwehr schützen.

Innert einer Stunde kam es noch zu weiteren Bränden in unmittelbarer Nähe: In Villars-le-Grand VD brannte landwirtschaftliches Gerät, zwischen Salavaux VD und Avenches Strohballen und in Avenches ein Gerstenfeld. Die meisten waren rasch eingedämmt; das grösste Feuer in den Pferdeställen war am frühen Morgen unter Kontrolle.

Beim Nationalgestüt in Avenches im Kanton Waadt sind in der Nacht auf Samstag sieben Brände ausgebrochen. Völlig zerstört wurde unter anderem ein privater Stall, in dem rund 20 Pferde und Ponys verendeten. Menschen kamen nicht zu Schaden. Die Polizei ermittelt, ob es sich um Brandstiftung handelt. (Christian Brun)

Sieben Brandherde ermittelt

Ermittlungen führten laut Polizeiangaben zu insgesamt sieben Brandherden. Feuerwehren aus mehreren Gemeinden waren aufgeboten worden. Auch Ambulanzteams und zwei Tierärzte standen im Einsatz. Für die Polizei steht ein krimineller Hintergrund im Vordergrund. Spezialisten nahmen Ermittlungen auf.

Das private IENA liegt in direkter Nachbarschaft zum Schweizer Nationalgestüt Avenches, wurde im Zuge von dessen Teilprivatisierung gegründet und nahm 1999 seine Aktivitäten auf. Es führt nach Angaben auf seiner Webseite jährlich rund 30 Reitsport-Veranstaltungen aller Disziplinen durch. Rund 200 Boxen vermietet es Pferdebesitzern. (sda)


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