Jährlich 65'000 Schneesportunfälle

WINTERSPORT ⋅ Skifahrer und Snowboarder können mit einem neuen Angebot der Suva im Internet herausfinden, inwiefern ihr Fahrstil gefährlich ist. Der Versicherer will mit dem Schneesport-Check die Zahl der Unfälle und der Folgekosten senken.

Aktualisiert: 
29.11.2016, 11:00
29. November 2016, 11:50

Wie die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva) am Dienstag mitteilte, verunfallen jedes Jahr rund 65'000 Schneesportlerinnen und Schneesportler. Für die Betroffenen ist dies mit Schmerzen und Unannehmlichkeiten verbunden, für die Versicherer mit Kosten von 269 Millionen Franken.

Mit einer neuen Kampagne will die Suva die Zahl der Unfälle reduzieren. Sie erarbeitete dazu ein Online-Angebot, mit dem Skifahrer und Snowboarder ihr Unfallrisiko einschätzen und dieses minimieren können.

Die Schneesportler müssen eingeben, ob sie am liebsten auf der Piste, im Snowpark oder abseits der Anlagen unterwegs sind und rund 50 Fragen beantworten. Aus diesen Antworten wird ein persönliches Risikoprofil erstellt.

Zwölf verschiedene Risikotypen

Insgesamt wird zwischen zwölf verschiedene Schneesporttypen unterschieden. Die Schneesportler erhalten nach Angaben der Suva auf ihr Risikoprofil abgestimmte Empfehlungen und Tipps, um Unfälle zu vermeiden.

Der Schneesport-Check hat auch fünf Übungen zur Fitness, anhand derer die Suva den Schneesportlern ein Trainingsprogramm zusammenstellt. Eine gute körperliche Verfassung erhöhe den Fahrgenuss, verbessere das Können und reduziere die Unfallgefahr, teilte der Unfallversicherer mit. Die Suva weist darauf hin, dass die meisten Unfälle, nämlich neun von zehn, selbstverschuldet seien.

www.suva.ch/schneesportcheck (sda)


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