Ohrring aus Kanalisation in Zürich gerettet

GLÜCK ⋅ Bei einem Taucheinsatz hat die Wasserschutzpolizei Zürich einen Diamant-Ohrring aus der Kanalisation gefischt. Das wertvolle Erbstück war einer Frau in der Nacht auf Mittwoch durch ein kleines Loch eines Dolendeckels in die Stadtzürcher Abwasserkanalisation gefallen.
Aktualisiert: 
14.09.2017, 16:06
14. September 2017, 15:16

Die Stadtpolizei Zürich war kurz nach Mitternacht in die Froschaugasse gerufen worden, wie es in einer Mitteilung vom Donnerstag heisst. Beim Verlassen eines Restaurants war einer Frau ein wertvoller Ohrring in die Abwasserkanalisation gefallen.

Ein Polizist der Wasserschutzpolizei stieg darauf in die Kanalisation hinunter, konnte das Schmuckstück in der Abwasserröhre aber trotz seiner guten Stirnlampe nirgends sehen. Auch beim nächsten Dolendeckel - rund 20 Meter entfernt - wurden die Polizisten nicht fündig.

Mit Hilfe der Zuschauerinnen und Zuschauer und Unterstützung des Restaurantpersonals wurden Eimer mit Wasser herbeigeschafft und in den oberen Schacht geleert, während der Polizist immer noch in der Kanalisation war und hoffte, so den Ohrring zu finden. Leider führte auch das nicht zum Erfolg, wie es in der Mitteilung weiter heisst.

Nun wurden noch ein letztes Mal mehrere Eimer Wasser gleichzeitig in den Schacht geleert. Dies führte gemäss Mitteilung zu einem erfolgreichen "Kanalisationstsunami", während der in der Kanalisation kniende Polizist den gesuchten Ohrring entdeckte und auch ergreifen konnte.

Die Frau muss für den Polizeieinsatz einen Unkostenbeitrag von 120 Franken zahlen. Sie habe zudem ein Trinkgeld gegeben, hiess es bei der Stadtpolizei Zürich auf Anfrage. (sda)


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