Obamas hängen in National Portrait Gallery

USA ⋅ Die National Portrait Gallery in Washington hat am Montag Porträts von Ex-Präsident Barack Obama und der früheren First Lady Michelle Obama enthüllt. Die Bilder der Künstler Kehinde Wiley und Amy Sherald sind vom Dienstag an auch für die Öffentlichkeit zu sehen.
12. Februar 2018, 22:24

"Ziemlich scharf", war die erste Reaktion Barack Obamas. Über die Zusammenarbeit mit Wiley sagte er: "Ich habe versucht, kleinere Ohren herauszuhandeln."

Die Galerie im Herzen der Hauptstadt beherbergt die einzig vollständige Sammlung von Porträts aller US-Präsidenten ausserhalb des Weissen Hauses. Insgesamt befinden sich in den Räumlichkeiten 1600 Werke mit dem Antlitz eines der Staatsmänner.

Barack Obama wählte mit Wiley auf Vorschlag der Galerie erstmals einen afro-amerikanischen Künstler für ein Präsidentenporträt aus. Obama war nach 43 weissen Vorgängern der erste - mindestens zur Hälfte - schwarze Präsident der USA.

Auch Gattin Michelle wählte mit Sherald eine Afro-Amerikanerin, die sich in ihren Werken für Gleichberechtigung stark macht. Sherald ist bekannt für ihre Porträts, die Gesichter von Schwarzen in unterschiedlichen Grautönen zeigen - so auch bei Michelle Obama.

Die Galerie geht traditionell in den letzten Wochen der Amtszeit von US-Präsidenten auf das Weisse Haus zu und unterbreitet Vorschläge für Künstler, die für die vornehme Aufgabe in Frage kommen. Die Endauswahl obliegt dem Präsidenten. Von Obama sind bisher nur zwei Fotografien aus dem Jahr 2012 im Bestand der Galerie. (sda/dpa)


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