Mann aus dem Thurgau rennt ins Feuer - tot

"BURNING MAN" ⋅ Der Tod eines im Thurgau wohnhaft gewesenen US-Amerikaners beim Festival "Burning Man" sorgt für Schlagzeilen. Der Mann war bei der Zeremonie in die Flammen eines Grossfeuers gerannt. Seine Eltern zeigen sich bestürzt.
04. September 2017, 08:38

Bei der jährlichen Zeremonie "Burning Man" in Nevada wird jeweils eine Riesenfigur aus Holz angezündet. Dabei durchbrach der Mann mehrere Sicherheitsabschrankungen und rannte ins Feuer. Zum Zeitpunkt des Zwischenfalls waren rund 50'000 Besucher am Festival präsent, wie der zuständige Sheriff von Pershing County schätzte.

Feuerwehrleute des Festivals zogen den Mann aus den Flammen. Er wurde per Helikopter in eine Spezialklinik in Kalifornien überführt. Dort starb er am Sonntagmorgen an seinen Verletzungen. Beim Mann handelt es sich laut offiziellen Angaben um einen US-Amerikaner, der in der Schweiz wohnhaft gewesen war.

Nach Angaben des Sheriffs ist unklar, ob der Mann absichtlich oder unter Drogeneinfluss in die Flammen rannte. Die Behörden erklärten, der Mann habe nicht unter Alkoholeinfluss gestanden. Die Resultate eines toxikologischen Untersuchs standen zunächst aus.
 

In US-Medien zeigten sich die Eltern des Mannes tief bestürzt über den Tod ihres Sohnes. Seine Mutter gab zu Protokoll, ihr Sohn habe das Festival zum ersten Mal besucht. In der Schweiz habe er mit seiner Frau gelebt, Kinder hätten die beiden keine gehabt. Laut Medienberichten war der Mann im Thurgau wohnhaft gewesen.

Die Organisatoren des neuntägigen Festivals sagten zunächst weitere Zeremonien ab. Die Schlussveranstaltung mit einem weiteren Grossfeuer sollte jedoch wie geplant stattfinden. Jährlich nehmen mehr als 70'000 Besucher am Kunst-, Party- und Musikfestival in der "Black Rock"- Wüste rund 160 Kilometer nördlich von Reno teil. (sda/ap)

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