Entführung für Schäferstündchen vorgetäuscht

FRANKREICH ⋅ Ein Gericht in Südfrankreich hat am Donnerstag eine Frau zu sechs Monaten Haft auf Bewährung verurteilt, weil sie ihrem Freund die eigene Entführung vortäuschte, um ihren Liebhaber treffen zu können.
09. November 2017, 21:36

Die 25-Jährige hatte damit im Juli eine mehr als 24 Stunden dauernde Suchaktion mit einem Helikopter und rund 50 Soldaten ausgelöst. Das Gericht in der Stadt Mende im Departement Lozère verurteilte die ausserdem zu einer Geldstrafe von 5000 Euro und ordnete eine psychologische Behandlung für sie an.

Die von ihrem Mann getrennte 25-Jährige lebte mit ihrem Freund in der nahe gelegenen Ortschaft Rieutort-de-Randon. Auf die Idee mit der Verschleppung verfiel sie, weil sie sich nach einem Schäferstündchen mit ihrem Liebhaber sehnte.

Ihrem Freund teilte sie per Textbotschaft mit, sie sei entführt und in den Kofferraum eines schwarzen Autos geworfen worden. Der Mann alarmierte daraufhin die Polizei.

Als die Frau später wieder auftauchte, erweckte sie Argwohn mit ihrer Schilderung, die Entführer hätten sie von sich aus wieder freigelassen. Ausserdem wies ihre Geschichte mehrere Unstimmigkeiten auf. Dem Liebhaber attestierte die Angeklagte vor Gericht, dass er mit dem Ganzen nichts zu tun habe. (sda/afp)


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