Berliner Ausbrecher stellt sich

DEUTSCHLAND ⋅ Fünf Tage nach einem aufsehenerregenden Ausbruch aus einem Berliner Gefängnis ist einer der Ausbrecher freiwillig zurückgekehrt.
Aktualisiert: 
02.01.2018, 17:18
02. Januar 2018, 13:34

Berlins Landes-Justizminister Dirk Behrendt teilte am Dienstag auf Twitter mit: "Einer der vier Entflohenen vom 28.12. hat sich gerade mit seinem Anwalt gestellt. Er wird nun in eine Anstalt mit höheren Sicherheitsvorkehrungen verlegt."

Die vier Gefangenen konnten am vergangenen Donnerstag über einen Lüftungsspalt in der Mauer fliehen. Den Weg zu dem Spalt hatten sie mit einem aus der Werkstatt des Gefängnisses entwendeten Trennschleifer freigemacht. Nach dem Ausbruch wurde eine interne Sicherheitsüberprüfung eingeleitet.

Politiker aus Regierung und Opposition fordern Behrendts Rücktritt, nachdem laut jüngsten Angaben der Senatsverwaltung in fünf Tagen neun Häftlinge aus dem Gefängnis Berlin-Plötzensee entkommen waren.

Neben den vier Ausbrechern waren fünf Freigänger aus dem offenen Vollzug entwichen. Einer der Freigänger war den Angaben zufolge am Montag wieder gefasst worden. Nach den sieben weiteren Häftlingen wird noch gefahndet. (sda/dpa/afp)


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