Getürkter Raubüberfall sorgt für Verwirrung

POLIZEIEINSATZ ⋅ Drei maskierte und bewaffnete Männer haben in Zürich ein Restaurant gestürmt. Die Polizei rückte aus - und musste feststellen, dass es sich um Dreharbeiten für einen Film handelte.

28. November 2016, 15:31
Am Samstag kurz vor 16 Uhr ging bei der Stadtpolizei Zürich die Meldung ein, dass soeben drei maskierte Männer in ein Restaurant an der Bederstrasse gestürmt seien. Aufgrund dieser Meldung rückten sofort mehrere Streifenwagen aus, meldet die Stadtpolizei. Durch das besonnene Vorgehen und die richtige Lageeinschätzung habe eine mögliche Eskalation verhindert werden können, so die Polizei. Es stellte sich nämlich heraus, dass die drei jungen Männer eine Filmszene hatten drehen wollen und darum maskiert und bewaffnet in den Imbissladen gestürmt waren.

Der vermeintliche Überfall wurde gemäss Polizeiangaben mit einer täuschend echt aussehenden Imitationswaffe nachgestellt und hätte dadurch böse enden können. Die Attrappe wurde sichergestellt, die Polizei befragte die Schauspieler. Der Träger der Waffe wird wegen Widerhandlung gegen das Waffengesetz angezeigt.

Laut der Stadtpolizei sind solche Waffen auch für Sicherheitskräfte auf den ersten Blick kaum von echten Waffen zu unterscheiden. Zudem sei das Tragen solcher Imitationswaffen verboten, weil es dadurch zu folgenschweren, unvorhersehbaren Reaktionen kommen könne. Bereits in der vergangenen Woche kam es gemäss Polizeiangaben zu einem ähnlich gefährlichen Vorfall in einem öffentlichen Parkaus. (pd/dwa)

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