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Tagblatt Online, 26. Mai 2011 01:06:32

Stadt vergibt fünf neue Werkbeiträge

Die Kunstschaffenden Hugo Borner, Nino Christen, Beatrice Dörig, Andy Guhl und Charles Uzor erhalten je einen Werkbeitrag der Stadt, um ihre neuen Projekte realisieren zu können.

Auf Empfehlung der Kommission für Kulturförderung hat der Stadtrat wieder fünf Werkbeiträge an St. Galler Kulturschaffende vergeben. Gestern hat die Fachstelle Kultur mitgeteilt, wessen Projekte dieses Jahr mit je 10 000 Franken unterstützt werden. Es sind Arbeiten aus den Bereichen Fotografie, Animationsfilm, Malerei, Elektronik und Komposition.

Hugo Borner

Der 1962 geborene Hugo Borner beobachtet schon seit längerem das Zusammenspiel von Architektur und Natur. Was als privates fotografisches Projekt begonnen hat, soll nun in weiter gefassten Zusammenhängen fortgesetzt werden. Private Idyllen mit ihren Widersprüchen und Brüchen sollen in einer fotografischen Bestandesaufnahme anonymen, öffentlichen Orten gegenübergestellt werden.

Nino Christen

Nino Christen, geboren 1984, hat an der Hochschule für Design und Kunst in Luzern ein Studium mit Schwerpunkt Animation absolviert. In seinem Projekt «Beyond Paradise» beschäftigt er sich im Rahmen eines sechsmonatigen Arbeitsaufenthalts auf Madagaskar mit dem Thema «Paradies» im mythologischen und kulturellen Kontext.

Beatrice Dörig

Beatrice Dörig, 1968 in St. Gallen geboren, ist durch ihre Arbeit für das Figurentheater bekannt. Als Bildende Künstlerin hat sie in den letzten Jahren ihren eigenen Ausdruck gefunden. Identitätsprägende, gesellschaftliche und soziale Rahmenbedingungen sind in ihrem Projekt «Innerhalb meiner Zeit» das zentrale Thema.

Andy Guhl

Andy Guhl, geboren 1952, lebt und arbeitet in St. Gallen. Während dreissig Jahren arbeitete er mit Norbert Möslang als erfolgreiches Duo (Voice Crack). Guhl ist heute im Bereich der audiovisuellen interaktiven Kunst tätig. Er erforscht das Innen- und Eigenleben elektronischer Geräte mit einem eigens dafür gebauten Instrument.

Charles Uzor

Der 1961 geborene Charles Uzor lebt seit 1982 in der Schweiz. Er lebt in St. Gallen und ist Hauptlehrer für Oboe und Musiktheorie an der Kantonsschule. Sein kompositorisches Schaffen umfasst Opern sowie Tanz-, Orchester- und Chorwerke. Angeregt durch die Ausstellung «Rosenstrumpf und dornenknie» im Museum im Lagerhaus, das Werke von ehemaligen Patienten aus der Psychiatrischen Klinik Rheinau zeigte, will Charles Uzor zehn musikalische Künstlerporträts schaffen.

Insgesamt 33 Bewerbungen

Auf die Ausschreibung für die Werkbeiträge 2011 sind gemäss Mitteilung insgesamt 33 Bewerbungen eingegangen: 23 aus der Sparte Bildende Kunst, vier aus der Sparte Musik, je zwei aus Literatur und Theater. Ein Projekt beschäftigte sich mit einem geschichtlichen Thema, und ein weiteres Projekt war spartenübergreifend angelegt. (sk/as)





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