Dreispartenhaus braucht neuen Chef

THEATER BASEL ⋅ Der Basler Theaterdirektor Andreas Beck geht 2020. Er verlängert seinen dann auslaufenden Vertrag nicht, wie er an der Saison-Medienkonferenz am Dienstag bekanntgab. Das Theater bedauert den Abgang seines erfolgreichen Chefs.
05. Dezember 2017, 12:19

Beck gebe seinen Abgang schon jetzt bekannt, "da der Planungsvorlauf im Musiktheater mindestens zwei Jahre beträgt", ist einer Mitteilung des Theaters zu entnehmen. Bis 2019/2020 seien die Planungen im Theater Basel "weit gediehen", und das Haus solle genügend Zeit haben für die Nachfolgeregelung. Eine Findungskommission soll Anfang 2018 eingesetzt werden.

Beck lässt sich mit den Worten zitieren: "So schön die Kontinuität im Theater auch scheint, ist doch die Abwechslung das eigentliche Wesen unserer Zunft." So werde seine Abgangs-Ankündigung dem Theater Basel gewiss "einmal mehr einen Aufbruch bescheren". Beck hatte in Basel 2015 Georges Delnon als Intendant abgelöst.

Theater-Verwaltungsratspräsident Samuel Holzach wird mit grossem Bedauern zitiert. Beck habe ein starkes Ensemble gebildet, Talente gewonnen, hohe spielerische Qualität über alle Sparten geboten und dem Haus weitherum Beachtung verschafft. Holzach selber tritt als Präsident übrigens Mitte 2019 ab.

Vor Basel war Beck Leiter des Schauspielhauses Wien gewesen. 1965 in Mülheim an der Ruhr geboren, war er davor unter anderem Assistent am Wiener Burgtheater unter Claus Peymann gewesen. (sda)


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