Thurgauer Remo Traber für Rolle als "Bäschteli" ausgezeichnet

DEUTSCHER MUSICAL THEATER PREIS ⋅ Der 18-jährige Remo Traber aus Hauptwil hat den Deutschen Musical Theater Preis für seine Nebenrolle in "Mein Name ist Eugen" erhalten. Dort spielte er den "Bäschteli", ein verwöhntes Kind aus reichem Hause.

12. Oktober 2016, 11:39
Remo Traber hat keine Schauspielschule besucht und "Mein Name ist Eugen" war sein erstes Musical. Dennoch hat der 18-jährige Thurgauer gleich einen Preis eingeheimst: Er wurde für seine Rolle als "Bäschteli" in Berlin mit dem Deutschen Musical Theater Preis ausgezeichnet, der im deutschsprachigen Raum als wichtigster Preis im Bereich Musical gilt, wie die Showhouse AG in einer Mitteilung schreibt.

Im Musical verkörpert Remo Traber den 13-jährigen Bäschteli - ein verwöhntes Einzelkind aus reichem Hause. Für seine Rolle liess sich der Ostschweizer die Haare schneiden und die Beine enthaaren. Und er lernte, Berndeutsch zu sprechen. Traber hat seine vierjährige Lehre zum Theatermaler am Luzerner Theater unterbrochen, um bei dem Stück mitzumachen.

Mit Jonathan Huor wurde ein weiterer Schweizer geehrt: Er holte die Auszeichnung für die beste Choreografie ebenfalls für das Musical "Mein Name ist Eugen". Das Musical, welches in Zürich aufgeführt worden ist, stammt aus der Feder des St.Gallers Roman Riklin, Regie führte der Rorschacher Dominik Flaschka. Insgesamt war das Musical in sieben Kategorien nominiert. Nur das Musical «Stella» der Neuköllner Oper Berlin hatte noch mehr Nominationen, nämlich neun. Sechs Trophäen räumte der Favorit ab - in den Hauptkategorien Bestes Musical, Beste Komposition, Bestes Buch, Beste Liedtexte, Beste Regie und Beste Hauptdarstellerin.

Die Produzenten des Musicals, Darko Soolfrank und Guido Schilling sind gemäss Mitteilung stolz auf die beiden Auszeichnungen: "Wir sind hoch erfreut, dass gleich zwei Preise in die Schweiz und zu unserer Produktion gehen. Es ist eine grosse Genugtuung, dass wir als privates Theaterunternehmen dafür belohnt werden, den Musical-Nachwuchs in der Schweiz zu fördern." (pd/sda/maw)

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