Eine Kunsthalle voller Linien – morgen verschwinden sie

19. September 2015, 02:46

ARBON. Die Linie spielt in ganz unterschiedlicher Gestalt eine Rolle bei den Künstlern Anita Kuratle (1967, Kreuzlingen) und Remo Hobi (1960, Walenstadt). Sie bestreiten gemeinsam die Ausstellung «1/1» (ein Eintel) in der Kunsthalle Arbon.

In den riesigen Papierschnitten ihrer «Netz»-Serie verwendet Anita Kuratle die Linie zeichnerisch wie körperhaft, spielt mit unserem zwei- und dreidimensionalen Sehen. In ihren Skulpturen, teils aus Keramik, gibt sie der Form von Alltagsdingen (Kabel, Gartenschlauch, Fenstergitter) einen eigenständigen Sinn.

Mit Raum und «Farbräumen» arbeitet Remo Hobi. Er hat die Innenseiten von Kunst-Transportkisten mit leuchtenden Farben bemalt und die Schutzbehälter so zum schützenswerten Kunstobjekt gemacht. In weiteren Arbeiten wie «Grosse Zahl» spielt auch er mit unterschiedlichen Möglichkeiten der Wahrnehmung – und quer dazu legen sich Hobis Linien aus Leuchtstoffröhren.

«Immortal» steht in Riesenbuchstaben auf der Holzskulptur «Step» des Künstlerduos Bildstein•Glatz am Seeuferweg – ebenfalls noch bis Sonntag. (dl)

Sa, 19.9., 13–17 Uhr: Künstlerapéro So, 20.9.l, 13–17 Uhr: Finissage

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