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Tagblatt Online
23. September 2016, 01:57 Uhr

Schulz will EU-Flüchtlings-Deal mit Ägypten

EU-Parlamentspräsident Martin Schulz plädiert für ein Flüchtlingsabkommen mit Ägypten - ähnlich dem mit der Türkei. "Diesen Weg müssen wir einschlagen", sagte Schulz der "Süddeutschen Zeitung".

Der Schutz der Flüchtlinge und die Bekämpfung des Schlepperwesens müssten im Vordergrund stehen. Ägypten entwickelt sich nach Angaben der europäischen Grenzschutzagentur Frontex zu einem immer wichtigeren Startpunkt für Schlepperboote nach Europa.

Die Odyssee von dort sei besonders gefährlich und dauere oft länger als zehn Tage. Beim Untergang eines Flüchtlingsbootes vor der ägyptischen Mittelmeerküste waren erst am Mittwoch mindestens 51 Menschen gestorben.

Das Flüchtlingsabkommen zwischen der EU und der Türkei sieht vor, dass alle illegal in Griechenland eingereisten Schutzsuchenden in die Türkei abgeschoben werden. Für jeden zurückgeschickten syrischen Flüchtling darf seit dem 4. April ein anderer Syrer aus der Türkei legal und direkt in die EU einreisen. (sda/dpa)



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frieda (23. September 2016, 16:10)
nicht auch noch der

Schnapsidee! Noch einen Autokraten unterstützen, der daheim die Menschenrechte mit Füssen tritt? Reichen die Erfahrungen mit Erdogan nocht nicht? Muss man das auch noch mit al Sisi ausprobieren?

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Ostler (23. September 2016, 16:42)
nicht Schapsidee sondern endlich richtige Idee...

Türken sind keinen Blutsbruder von Arabern. Die sind nur Glaubensbrüder mancher nicht türkischen Moslems: Araber (Semiten), Arier (Pakistani usw.). Die islamischen semitischen (Araber, Berber) Flüchtlingen soll man nur bei anderen semitischen Völker platzieren, also bei Arabern. Nach Europa dürfte man nur nicht islamistischen Flüchtlinge aufnehmen: Kopten, aramäischen Christen, Aleviten, Jassider aus Syrien und Irak, Zarathrustianer aus manchen Türkstaaten. Islamischen Dagestaner, Tschetschenen(Kaukasier) und Bosniaken(Slaven) soll man eben in türkischen Staaten platzieren. Dann wäre die Welt schneller in Ordnung.

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frieda (24. September 2016, 10:54)
immer noch Schnapsidee

Europäische Staaten sind keine Gottesstaaten, in denen Kirche und Staat eine Einheit bilden. Und wenn das so bleiben soll - was ich schwer hoffe und wünsche - dann darf die Religion der Flüchtlinge kein Kriterium für oder gegen eine Aufnahme sein. Dafür ist ausschliesslich die Bedrohung/Gefährdung der Flüchtenden massgeblich. Das was Sie hier vorschlagen endet in Rassismus (Arier versus Araber, Muslime gegen den Rest der Welt). Und die EU hat bereits gegen alle ihre Grundsätze verstossen, als sie einen Vertrag mit der Türkei zur Rückschiebung der Flüchtlinge schloss - nicht auch noch mit Ägypten unterm derzeitigen Herrscher. Abgesehen davon, dass der Vertrag mit der Türkei auch nicht funktioniert. Die Türkei hat trotzdem mehr Flüchtlinge aus Syrien und dem Irak aufgenommen, als ganz Europa zusammen. Der Gedanke, ob das nun Araber oder nichts sind, war dabei wohl für Flüchtende und Aufnehmende nicht entscheidend. Zum Glück.

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zombie1969 (23. September 2016, 09:02)
Der...

Flüchtlings-Deal der EU mit R. Erdogan entpuppt sich bei genauer Betrachtung als lupenreiner Menschenhandel-Deal. Die EU zahlt Milliarden damit die Menschen je nach Belieben, Situation und Bedarf über das Mittelmeer hin und her geschoben werden können, respektive der EU vom Hals gehalten werden, damit die ausgerufene "Willkommenskultur" nicht doch noch vollständig kollabiert. Und nun dasselbe mit Ägypten?

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