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Tagblatt Online
19. September 2016, 15:41 Uhr

Flüchtlingszentrum in Como eröffnet

In der italienischen Grenzstadt Como ist am Montag ein temporäres Aufnahmezentrum für Flüchtlinge eröffnet worden. Es soll den Menschen in der kalten Jahreszeit ein Dach über dem Kopf bieten. Seit Mitte Juli hatten Hunderte Migranten im Park und am Bahnhof geschlafen.

Rund 50 Container mit einer Kapazität von 300 Betten stünden seit Montag für die Flüchtlinge bereit, berichtete die italienische Nachrichtenagentur ANSA am Montag. Das neue Aufnahmezentrum, welches vom Roten Kreuz betrieben wird, verfügt auch über eine Mensa und sanitäre Anlagen.

Gemäss ANSA entschieden sich zunächst nur 20 Personen dafür, in das neue Zentrum umzuziehen. Derzeit sollen sich um den Bahnhof und den angrenzenden Park immer noch mehrere hundert Flüchtlinge aufhalten. Sie schlafen dort in Zelten oder auf Decken im Bahnhofsgebäude. Viele von ihnen wurden zuvor an der Schweizer Grenze zurückgewiesen.

Im August kritisierten zahlreiche NGOs insbesondere die Situation von unbegleiteten Minderjährigen an der Schweizer Südgrenze. Diese seien von Schweizer Behörden an einem Grenzübertritt gehindert worden, obwohl sie nach eigenen Angaben um Schutz ersucht hatten und zu ihren Angehörigen in der Schweiz oder in andere europäische Staaten reisen wollten.

Das Grenzwachtkorps hatte dagegen vorgebracht, dass alle an der Grenze aufgegriffenen Personen - insbesondere unbegleitete Minderjährige - unter Berücksichtigung internationaler Abkommen und unter Wahrung der Menschenrechte behandelt würden.

Im Tessin finden Menschen, die nach Italien zurücküberwiesen werden sollen, seit Ende August in Rancate kurzfristig eine Unterkunft. Der maximale Aufenthalt beträgt dort 24 Stunden. Am vergangenen Wochenende sei das dortige Zentrum mit 145 Menschen vorübergehend komplett ausgelastet gewesen, teilte die Tessiner Kantonspolizei auf Anfrage mit. Im Durchschnitt würden sich dort etwa 50 Menschen übernachten - am darauf folgenden Morgen werden sie dann an die italienischen Behörden übergeben. (sda/ansa)



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alvin (19. September 2016, 18:34)
bringt nichts

bringt nichts wenn es ein dauerzustand wird so zieht man nur noch mehr an die dann den echten flüchtlingen den platz wegnehmen

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mikko65 (19. September 2016, 19:23)
Alvin...Woher wissen Sie,

dass in Como nur unechte Flüchtlinge sind? Reden Sie nicht einfach nur von echten Flüchtlingen, um Ihr Gewissen zu beruhigen? Warum sind die, die schon in Como sind unechte Flüchtlinge und die, die kommen wenn es kein Lager mehr in Como gibt, dann die echten Flüchtlinge? Wohin sollen Ihrer Meinung nach dann die echten Flüchtlinge, wenn man all die Lager aufgelöst hat?

Wie kommen Sie auf Ihre Erkenntnisse, wie, wo und was für Flüchtlinge dort oder dort sind? Arbeiten Sie in der Flüchtlingshilfe, bei Caritas oder beim Bund? Kennen Sie das Lager und die Insassen in Como?
Fragen über Fragen, denn man sollte nicht einfach Gerüchte in die Welt setzen und so hoffe ich, Sie können mir nun all die Fragen plausibel beantworten.

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alvin (19. September 2016, 21:56)
@mikko65

sicher sind sie auch öfter im tessin und sicher gehen sie auch ab und zu rüber nach italien? und schlechtes gewissen hab ich keines das sollten eher die willkommenseuphoriker haben die nach dem klatschen schnell das interesse verlieren.

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zombie1969 (19. September 2016, 16:47)
Teil 2

Soziale Sicherheitssysteme, funktionierende demokratische Systeme, eine gerechtere Verteilung von Ressourcen und Wohlstand über den Faktor Arbeit, das Zurückdrängen der Religion aus der Politik.
Vorschlag: Selektive Aufnahme junger Menschen in das europäische Bildungssystem, verbunden mit der Verpflichtung, danach in das Heimatland zurückzukehren und als Keim eines Verbesserungsprozesses zu wirken.
Das bedeutet dann aber auch, dass die Grenzen zu Afrika und Nahost gegenüber einer Migration von Unqualifizierten undurchlässig sein müssen.

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Heinzweberanderegg (19. September 2016, 18:37)
Wer soll slektieren, Zombie1969?

Sie sicher nicht, denn die Unterscheidung zwischen werten und unwerten Ethnien und Menschen ist einfach Unrecht sollte jetzt überwunden sein.
Sie schreiben wie immer ohne Nachdenken zuviele Zeichen und Zeilen.
Melden Sie sich zu der Triage, die junge, unfertige Menschen zurückweist oder eben andere wiederum herein lässt.
Ihr Gewissen soll Ihnen dabei beistehen.
Ehrlich darüber berichten wäre wohl nicht so Ihr Fall.
Menschen in Not sind Notleidende, ob alte, gebrechliche oder junge Leute (manchmal auch gute oder nicht so gute).
Wir müssen uns alle mit den aktuellen Problemen auseinandersetzen (auch die Wohlbehüteten, Villen- und MFH-Besitzer), aber auch wir alle andern, so gut wie es halt geht. Jeder kann etwas dazu beitragen, dass Zombies nicht alles, was nach Menschlichkeit riecht, kapput reden oder schreiben.
Eigentlich sollten wir das können. Auch Nichtlinke und Nichtgrüne, erforgreiche oder weniger erfolgreiche Unternehmer. Alle!

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mikko65 (19. September 2016, 19:37)
Ja, das sollten wir alle,

damit wir diese finsteren Zeiten die Zombie1969 ständig herbei sehnt nicht wieder erleben müssen. Ich denke, die meisten Menschen verstehen, wohin dieser Rassenhass, dieses Ausspielen von Religionen, diese Wut auf alles Fremde und dieses Festhalten an längst vergangenen und letzten Endes viel schlechteren Zeiten als heute, führen würde. Wir brauchen, wenn ich einige von Zombies1969 in letzter Zeit geforderten oder gutgeheissenen Taten zitiere,
weder Regierungen die Selbstjustiz verüben, weder Faschisten noch Narzisten an der Macht, auch keine Kündigungen von Menschenrechten, keine nicht mehr freie Presse und keine Gewalt gegen Flüchtlinge im Allgemeinen und auch keine Religionshetze. Zombies1969 Vorschläge sind komkplett identisch mit denen radikaler Islamisten und daher vollkommen untauglich für einen demokratischen Staat. Ratschläge und Forderungen sollten nicht die
erteilen, die nur auf Hetze, Zerstörung und Angsmacherei setzen.

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alvin (19. September 2016, 22:04)
mal offen sagen was mit der 1en generation ist

dann fangt mal an die religiösen spinner und ihre financies zu kontrollieren denn diese bomben ja im mom gerade dieses szenario herbei aber das darf man ja nicht sagen zwinkern?
und ehrlichkeit wäre auch mall ganz nett was ihre perspektive hier betrifft statt nacher immer welche ausreden zu bringen oder es tot zu schweigen warumm es so ist und dann noch die ewige leier wegen rasissmus oder das der westen hald schuld sei macht es auch nicht besser weder für die ankommenden noch für die die hier sind

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zombie1969 (19. September 2016, 16:46)
Migration

In Afrika und Nahost braut sich Ungeheures zusammen, angefacht durch die unselige Kombination aus Staatsversagen, Korruption, Religion und einer verfehlten Verteilung von Bodenschätzen und Produktionsmitteln.
So schmerzhaft es auch ist: es erscheint rational, wenn der Einzelne dort mangels eines Sozialsystems auf das archaische System der Existenzsicherung durch hohe Kinderzahl setzt. Wenn dann noch religiöse Verbohrtheit dazukommt, entsteht eine brisante Mischung.
Es bleibt offensichtlich. Die Aufnahme von Menschen aus diesen Gebieten nach Europa hat keine Wirkung in Afrika oder Nahost, die die Missstände beseitigt, aber es zerstört aufgrund der puren Zahlenverhältnisse exakt die gesellschaftlichen Strukturen, die dafür verantwortlich sind, dass man in Europa solche "Verhältnisse" überwunden hat:

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