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Tagblatt Online
21. September 2016, 04:26 Uhr

Duterte beleidigt nun auch EU-Parlament

Nach dem Papst, US-Präsident Obama und den Vereinten Nationen ist nun auch das EU-Parlament Zielscheibe des vulgär redenden philippinischen Präsidenten Rodrigo Duterte geworden. "Fickt euch" kommentierte er am Dienstagabend eine Resolution vom 15. September.

In der Resolution äussern sich die Parlamentarier besorgt über die hohe Zahl von Drogenverdächtigen, die seit Dutertes Amtsantritt in Polizeigewahrsam umgekommen sind. Sie ermahnen die Regierung Dutertes, die Menschenrechte einzuhalten und fordern eine Untersuchung der Todesfälle.

Der 71-jährige Duterte ist mit einem kompromisslosen Anti-Drogen-Programm angetreten und hat Dealern offen mit dem Tod gedroht. Seit seinem Amtsantritt Ende Juni sind mehr als 1400 bei Polizeieinsätzen ums Leben gekommen.

Vor einem Parlamentsausschuss bezichtigte ein Auftragskiller Duterte vergangene Woche, als langjähriger Bürgermeister von Davao persönlich die Ermordung von Kleinkriminellen angeordnet zu haben.

Duterte ist für seine unflätige Sprache berüchtigt. Er nannte den Papst einen Hurensohn, weil er bei dessen Besuch in Manila 2015 stundenlang im Stau stand. Obama beleidigte er mit dem gleichen Ausdruck, weil der bei einem bilateralen Treffen auf die umstrittene Anti-Drogenpolitik zu sprechen kommen wollte. Obama sagte das Treffen kurzfristig ab. (sda/dpa)



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zombie1969 (21. September 2016, 22:50)
Philippinen

"Der 71-jährige Duterte ist mit einem kompromisslosen Anti-Drogen-Programm angetreten und hat Dealern offen mit dem Tod gedroht"
Offenbar gibt es für Straftäter in den Philippinen nach wie vor keine teure vom Steuerzahler finanzierte "Sondersettings".

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mikko65 (22. September 2016, 18:33)
Nein Zombie, auf den Philippinen gibt es kein Sozialgeld

und auch keine Rehabilitationsmassnahmen. Da führt ein Diktator einfach Lynchjustiz durch, ohne Gerichtsvefahren und völlig willkürlich. Offenbar bewundern Sie solche Zustände. Das lässt doch sehr an Ihrem demokratischen Verständnis zweifeln. Ihre Sympathien für Diktatoren, Populisten, Narzissten und Kriegsmörder wie Assad oder primitive Vollstrecker wie Duterte lassen eigentlich nur einen Schluss zu.
Sie bewundern Diktatoren die immer neue Flüchtlinge produzieren, denn nur so lange Flüchtlinge kommen, haben Sie überhaupt ein Thema. Es ist Ihr einziges. Sie bewundern die Unterdrückung von Minderheiten und sehnen sich nach Terroranschlägen mit der einzigen Absicht, dass die Welt noch unruhiger wird und Sie noch mehr Anhänger für Ihren Extremismus finden. Denn genau das ist es, was Sie betreiben. Die Opfer sowohl durch Diktatoren wie auch durch Terroranschläge sind Ihnen absolut gleichgültig. Sie sind für Sie nur Mittel zum Zweck.

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