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Tagblatt Online
22. September 2016, 12:37 Uhr

Containercamp in Como füllt sich langsam

Das temporäre Aufnahmezentrum in Como (I) wird von den Flüchtlingen, die sich vorher am Bahnhofsgelände aufhielten, immer besser angenommen. Laut der Präfektur der norditalienischen Stadt halten sich derzeit 250 Personen in den rund 50 Containern auf.

Die "Umsiedlung" sei friedlich und ohne Zwischenfälle verlaufen, sagte ein Sprecher der Präfektur am Donnerstag auf Anfrage. Als am Montag die neuen Container eröffnet wurden, hielten sich erst 20 Personen in ihnen auf.

Am Mittwoch begannen Angestellte der Stadt damit, den Park zu reinigen und Zelte wegzustellen. Gemäss der Nachrichtenagentur ANSA waren dabei auch ein Dutzend Polizisten, Carabinieri und Mitglieder der Finanzwacht anwesend. Von einer erzwungenen Räumung des Bahnhofgeländes, auf dem im Juli und August bis zu 500 Flüchtlinge biwakierten, kann laut der Präfektur jedoch nicht die Rede sein.

Das kühlere Wetter und die Regenfälle hätten eine Vielzahl der Migranten bewegt, in das neue Containercamp zu ziehen. Dort stehen 300 Betten bereit - es verfügt auch über eine Mensa und sanitäre Anlagen und wird vom Roten Kreuz in Como betrieben.

Öffnung bis Ende Dezember geplant

Vorläufig sei die Öffnung der Containerunterkunft, die rund ein Kilometer vom Bahnhof entfernt liegt, bis Ende des Jahres geplant, so der Präfektursprecher.

Für viele der nun in den Containern untergekommenen Menschen war die Schweizer Südgrenze die Endstation einer langen Flucht. Bevor sie dorthin gelangten, treffen viele Migranten am sogenannten Hotspot, dem Mailänder Hauptbahnhof ein.

Das Projekt "Arca", welches sich dort um die Flüchtlingsbetreuung kümmert, geht davon aus, dass allein zwischen Oktober 2013 und Oktober 2015 84'500 Syrer und Eritreer die Mailänder "Stazione Centrale" passierten. 16'700 von ihnen waren Minderjährige. Bevor sie ihre Weiterreise nach Norden antreten, können die Flüchtlinge vier bis fünf Tage in den Strukturen von "Arca" bleiben und werden dort auch in verschiedenen Sprachen über das Asylwesen informiert. (sda)



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alvin (22. September 2016, 13:31)
schwierige entscheidung

wieder eine art den leuten hoffnung zu machen die meist doch nicht erfüllt wird,es ist aber auch schwierig hilfe zu leisten die dann nicht als aufforderung zu kommen ausgelegt wird.es wird ein dauerzustand werden

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lovac (22. September 2016, 13:03)
Weshalb nach Norden??

Und weshalb sollten diese Wirtschaftsflüchtlinge die Weiterreise nach Norden antreten können? Die einzige Reise für diese Leute ist in Richtung Süden, dorthin wo sie hergekommen sind.

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