NZZ Online, 09. Februar 2012 10:29:36
Bordeaux aus einem verkannten Jahr
Der Wein der Woche
Château Poujeaux. (Bild: PD)
Viele warten auf den Bordeaux-Jahrgang 2009, der mit etlichen Vorschusslorbeeren bedacht worden ist und in den nächsten Wochen auf den Markt kommt. Die Weine wurde nicht nur hoch bewertet. Sie kosten teilweise auch viel Geld, vor allem was die bekanntesten Labels betrifft.
Peter Keller
Viele warten auf den Bordeaux-Jahrgang 2009, der mit etlichen Vorschusslorbeeren bedacht worden ist und in den nächsten Wochen auf den Markt kommt. Die Weine wurde nicht nur hoch bewertet. Sie kosten teilweise auch viel Geld, vor allem was die bekanntesten Labels betrifft. Wer weniger Prestige sucht, sollte sich beim 2008er umschauen. Er bietet zahlreiche Alternativen, auch in preislicher Hinsicht. Zu den bewährten Gütern im Bordelais zählt Château Poujeaux aus der Appellation Moulis. Das Gut ist ein Garant für solide, klassische Rotweine zu einem guten Preis. Der 2008er reiht sich nahtlos in die Reihe der guten Jahrgänge. Er zeigt Bordeaux-typische Eigenschaften. Das vornehme Bouquet weiss mit beerigen, würzigen, leicht floralen Noten zu überzeugen. Im Gaumen ist der Wein mittelschwer, elegant, ausgestattet mit einer mittleren Säure, gut integrierten Tanninen sowie einem schönen Finale. Wie in den Appellationen des Médoc üblich, wird die Cuvée durch Cabernet Sauvignon dominiert. Der Anteil beträgt 53%. Der weichere Merlot macht 43% aus, während der Rest auf Petit Verdot entfällt. Die spät reifende Rebsorte, die reichlich Gerbstoffe liefert, trifft man nur noch relativ selten an.
Château Poujeaux 2008, 27 Fr., bei Elie Gazzar , Ecublens.
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