Zu einer Höhle und einer Burgruine

(Gianni Amstutz)
WANDERPARADIES ⋅ Diese Wanderung führt vom Bahnhof Gossau durch den Wald an die Glatt sowie zur Salpeterhöhle und der Burgruine Helfenberg.
05. Oktober 2017, 05:00
Gianni Amstutz

Die Wanderung im Überblick

Start und Ziel: Gossau Bahnhof und Gossau Bahnhof
Strecke:  9,2 km
Wanderzeit: 2 Stunden 20 Minuten
Aufstieg: 201 Meter
Abstieg: 201 Meter
Ausrüstung: Wander- oder Trekkingschuhe; für Kinderwagen ist der Weg nicht geeignet
Gaststätten: Restaurant Traube Mult, Do–Mo 10–23 Uhr, So nur bis 21 Uhr. Auf dem Weg befinden sich keine weiteren Restaurants. In Gossau gibt es weitere Möglichkeiten, Hunger und Durst zu stillen
Parkplätze: Beim Bahnhof Gossau vorhanden
Öffentlicher Verkehr: Gossau ist sowohl mit dem Bus als auch mit dem Zug erreichbar
Kartenmaterial: 1:25000, Blatt 1094 Degersheim (gia)
1 Gossau Bahnhof Vom Bahhof Gossau führt der Weg die Herisauerstrasse hoch zur Mult. Dazu folgt man der Herisauerstrasse bis zum Fennhof. Bei der gleichnamigen Bushaltestelle verlässt man die Strasse und lässt den Verkehrslärm hinter sich. Danach biegt man an der Kreuzung nach rechts ab in Richtung Mult. Nach rund 10 Minuten passiert man das Restaurant Traube. Von hier aus lässt sich die Aussicht über Gossau geniessen, und Kinder können sich auf dem Spielplatz austoben

2 Rüti Von der Mult aus folgt man der Naturstrasse für einige Minuten. Der Weg führt vorbei an Kühen und Obstbäumen, die besonders im Herbst einen schönen Anblick bieten. Nach einer Viertelstunde erreicht man den Weiler Rüti. Von dort folgt man der Beschilderung nach links. Nun geht es leicht bergab in den Wald hinein. Dort trifft man auf die Glatt, deren Rauschen einen für den nächsten Teil des Weges begleitet. Über kleine Holzbrücken führt der Pfad tiefer in den Wald hinein. Schon bald erreicht man eine Feuerstelle, die unmittelbar an der Glatt liegt und zur Rast einlädt.

3 Salpeterhöhle Von der Feuerstelle bis zur Salpeterhöhle sind es nur rund fünf Minuten. Der Weg ist auf diesem kurzen Teilstück allerdings sehr schmal und teilweise etwas glitschig. Zum Glück gelangt man relativ schnell zur Salpeterhöhle. Manchmal wird diese nach dem irischen Heiligen auch als St.Kolumbanshöhle bezeichnet und war früher ein beliebtes Ausflugsziel. Seit dem Deckeneinsturz im Jahr 1998 gilt die Höhle als einsturzgefährdet und darf nicht betreten werden. Doch selbst der Blick von aussen in die Höhle lohnt sich.

4 Ruine Helfenberg Nach der Salpeterhöhle geht es steil bergauf. Es ist jedoch die einzige etwas anspruchsvollere Steigung auf dieser Wanderung. Neben den Höhenmetern, die man in diesen zehn Minuten zurücklegen muss, ist vor allem die Beschaffenheit des Wegs herausfordernd. Der Pfad hinauf ist unwegsam. Mal sind es Brennnesseln, dann wieder Baumstämme, die in den Wanderweg ragen und den Aufstieg erschweren. Glücklicherweise ist man schnell oben. Dort biegt man nach links ab und erreicht nach einem kurzen Marsch bereits die Ruine Helfenberg. Die Burg wurde im 13. Jahrhundert erbaut und in den Appenzellerkriegen 1407 zerstört. Grosse Teile der Anlage zerfielen und so sind heute nur noch einige Überreste der Mauern zu sehen. Auch eine Grillstelle befindet sich bei der Ruine, so dass sich hier eine Gelegenheit zur Rast bietet, bevor es auf den letzten Teil der Wanderung geht. 

5 Marstal Von der Burgruine Helfenberg aus nimmt man den gleichen Weg zurück, hält an der ersten Abzweigung links und läuft dem Waldrand entlang bis man den Weiler Rüti sieht. An der Kreuzung wählt man den Weg in Richtung Marstal. Erneut führt die Wanderung durch den Wald. Da dies für den Grossteil des Weges der Fall ist, eignet sich die Tour insbesondere auch für heisse Sommertage. Zudem bietet auch die Glatt die Möglichkeit eines kühlen Bades. Dabei ist jedoch Vorsicht geboten, da die Strömung an manchen Stellen stark sein kann. Von der Kreuzung bis zum Marstal benötigt man rund 30 Minuten. Der Weg ist angenehm und weist weder grössere Steigungen noch Abstiege auf. Wem die gesamte Wanderung zu anstrengend ist, kann alternativ die Route Gossau Bahnhof–Rüti– Marstal–Gossau Bahnhof nehmen.

6 Gossau Bahnhof Vom Marstal führt der Weg zurück zur Herisauerstrasse und von dort zurück zum Ausgangspunkt beim Bahnhof Gossau. Wer lieber in der Natur als der Strasse entlang zurück zum Ausgangspunkt gehen möchte, kann einen Weg durch den Buchenwald benutzen.
 

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