Nichts für schwache Beine

(pab)
WANDERPARADIES ⋅ Die Wanderung von Wasserauen hinauf zum Säntis bietet viel Abwechslung. Am Ende wartet ein malerisches Bergpanorama.
21. September 2017, 05:00
PATRICK BAUMANN

Die Wanderung im Überblick

Start und Ziel: Wasserauen und Schwägalp
Strecke: 11.8 km
Wanderzeit: ca. 6 Stunden
Aufstieg: 1’600m
Abstieg: 17.5m
Ausrüstung: Wanderschuhe oder robuste Trekkingschuhe
Gaststätten: Berggasthaus See-
alpsee, täglich 8–22 Uhr; Berggasthaus Forelle, täglich 7.30–22 Uhr; Berggasthaus Meglisalp, Mai bis Ende Oktober täglich geöffnet
Parkplätze: In Wasserauen vorhanden, Anfahrt mit ÖV empfohlen
Öffentlicher Verkehr: Zug von St.Gallen über Appenzell nach Wasserauen; Postauto von Schwägalp nach Urnäsch
Kartenmaterial: 1:25000, Blatt 1115 Säntis (pab)
 
1 Wasserauen Die rund sechsstündige Wanderung beginnt beim Bahnhof Wasserauen. Nach dem Gasthaus Alpenrose geht es gut eine Stunde steil bergauf in Richtung Seealpsee.

2 Seealpsee Oben angekommen, bietet sich ein wunderschönes Bergpanorama. Der Bergsee lädt zum Verweilen ein. Mit dem Berggasthaus Forelle und dem Berggasthaus Seealpsee bestehen gleich zwei Möglichkeiten, sich für den kommenden Aufstieg auf die Meglisalp zu stärken. Der Weg hoch zur Meglisalp ist steil und führt durch den Wald und an Felswänden vorbei. Spätestens ab hier ist  deshalb festes Schuhwerk gefragt. Belohnt wird man für den rund einstündigen Aufstieg immer wieder mit einem herrlichen Blick über den Seealpsee und hinüber zur Ebenalp. Vor der Meglisalp wird der Weg dann flacher. Der Weg wird auf der Alp von kleinen Alphütten und grasenden Kühen gesäumt. Sogar eine kleine Kapelle gibt es.

3 Meglisalp Das Sennendorf Meglisalp liegt auf einer Höhe von 1520 Metern über Meer und ist eingebettet in eine herrliche Bergwelt. Im Restaurant Meglisalp kann man sich vom steilen Aufstieg erholen. Die Meglisalp wird durch eine Transportseilbahn mit Material und Lebensmitteln versorgt. Personenverkehr ist allerdings nicht zugelassen. Besiedelt war die Alp bereits während des Mittelalters.

4 Rotsteinpass Der Aufstieg zum Rotsteinpass ist ebenso steil wie der Aufsteig zur Meglisalp und dauert gut zwei Stunden. Oben angekommen, lädt die Rotsteinpasshütte zu einer Erfrischung ein. Sie bietet auch Unterkunftsmöglichkeiten. Der Rotsteinpass liegt auf einer Höhe von 2119 Metern über Meer zwischen den beiden höchsten Alpsteingipfeln Säntis und Altmann. Der Rotsteinpass liegt ausserdem genau auf der Kantonsgrenze von Appenzell Innerrhoden und St.Gallen. Zwischen 1934 und 1999 erfolgte die Versorgung des Berggasthauses mit Maultieren von Wasserauen aus. Zwischen 1999 und 2014 dann mit Hilfe von Helikoptern. Seit der Sommersaison 2015 übernimmt diese Aufgabe eine weniger wetterabhängige Materialtransportbahn.

5 Lisengrat Vom Rotsteinpass geht es weiter in Richtung Säntis. Der Weg führt über den Lisengrat. Dieser ist durch Drahtseilsicherung und künstliche Stufen recht gut begehbar, erfordert allerdings Schwindelfreiheit. Der Weg hoch zum Säntis dauert etwa eine Stunde. Vom Lisengrat sieht man bis zu den Berner Alpen. Bei gutem Wetter ist auf der anderen Seite die Zugspitze, der höchste Gipfel Deutschlands, zu sehen.

6 Säntis Auf dem Säntis gibt es zwei Restaurants. Zum einen das Panoramarestaurant Säntisgipfel und zum andern das Berggasthaus Alter Säntis. Der Säntis ist mit 2501 Metern der höchste Berg im Alpstein. Vom Säntisgipfel aus kann man sechs Länder sehen: die Schweiz, Deutschland, Österreich, Liechtenstein, Frankreich und Italien. Die exponierte Lage des Säntis sorgt immer wieder für extreme Wettersituationen. So ist Schnee im Sommer nichts Ungewöhnliches. Während des Orkans Lothar am 26. Dezember 1999 wurde eine Rekordwindgeschwindigkeit von 230 Kilometern pro Stunde gemessen. Zum Schluss der Wanderung geht es mit der Seilbahn runter auf die Schwägalp. Die erste Luftseilbahn von der Schwägalp auf den Säntis wurde bereits vor dem Zweiten Weltkrieg in den Jahren 1933 bis 1935 erstellt. Zwischen 1968 und 1976 wurde die Seilbahn komplett neu gebaut. Im Jahr 2000 wurden die Kabinen angeschafft, die auch heute noch im Einsatz sind. Von der Schwägalp aus verkehren zweimal pro Stunde Postautos in Richtung Urnäsch. Von dort fahren Züge über Herisau nach St.Gallen und Gossau. (pab)
WP-Karte_21_09_17

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