Haggen – Zweibruggen – Kubel – Stocken – Tobel – Rechen – Spisegg

"Nahtour 4": Der St.Galler Brückenweg

Der St.Galler Brückenweg beinhaltet 18 Viadukte, Holz- und Betonbrücken und Hängestege. Der als "Nahtour 4" bezeichnete Weg beginnt im Quartier Haggen und führt das Tobel hinunter nach Zweibrücken.
12. Juli 2017, 19:12
Danach geht es hinauf, um dann später wieder hinab ins Kubel zu gelangen. Unter den Viadukten hindurch gelangt man ins Tobel, welches schliesslich zur Spisegg führt. Ob imposante Bauwerke oder geschichtsträchtige Holzbauten: Brücken gibt es für jeden Geschmack. (jm)

Die Wanderung im Überblick

Start und Ziel: Haggen/Spisegg
Wanderzeit: 2 Stunden
Weglänge: 8,5 km
Gesamtaufstieg: 152 m
Gesamtabstieg: 263 m
Ausrüstung: Turnschuhe
Gaststätten: Restaurant Spisegg.
Parkplätze: Anfahrt mit ÖV
Öffentlicher Verkehr: Nach Haggen: Ab Bahnhof St.Gallen Buslinie vier Richtung Wolfganghof und Linie 8 Richtung Wendeplatz Stocken; Ab Spisegg: Postauto 120 und 121 Richtung St.Gallen
Kartenmaterial: 1:25000, Blatt 1075 Rorschach, 1094 Degersheim, 1095 Gais

1 Fachwerkbrücke Haggen - Stein Nur wenige Minuten von der Bushaltestelle Schlössli entfernt, gelangen wir an die erste Brücke des St.Galler Brückenwegs. Die rund 99 Meter hohe Brücke gehört zu einem der höchsten Stege Europas. Der Wanderweg führt  jedoch nicht über die Brücke, sondern  links einer geteerten Strasse entlang hinunter ins Tobel. 

2 Zweibruggen, Hüslibrücke Wir treffen auf die ersten zwei Holzbrücken der Tour. Die im Innern aufgemalten historischen Sprüche und Daten der Hüslibrücke über der Sitter tragen zum Charakter des im 1787 erbauten Übergangs bei. Wir nehmen die Hüslibrücke über die Sitter und machen uns wieder an den Aufstieg aus dem Tobel hinaus.

3 Kubel, gedeckte Holzbrücke über Urnäsch und Sitter DerWeg  hinab in den Kubel führt uns zuerst zur bedeckten Holzbrücke über die Urnäsch. Die mit zahlreichen Sprüchen verzierte Holzbrücke wird auch die "sprechende Brücke" genannt. Die Brücke über die Sitter wurde im Jahr 1800 von einem unbekannten Baumeister für das Kloster St.Gallen erbaut.

4 Sitterviadukt Nicht über, sondern unter dem Sitterviadukt folgen wir der Sitter. Die eindrückliche  Konstruktion wurde von 1907  bis 1910 erbaut, ist 365 Meter lang und 100 Meter hoch. Sie ist die  höchste normalspurige Eisenbahnbrücke Europas in Stein und  Stahlkonstruktion. 

5 Kräzern-Strassenbrücke und SBB-Sitterviadukt Wir folgen der asphaltierten Strecke hinauf zum alten Zollhaus vor der Kräzernbrücke. Einige Gehminuten später erreicht man bereits das nächste Sitterviadukt. Diese Eisenbahnbrücke der SBB wurde von 1924 bis 1925 erbaut und erstreckt sich über 209 Meter über das Tobel und ist 63 Meter hoch.

6 Fürstenlandbrücke Die 400 Meter lange Fürstenlandbrücke  wurde von 1937 bis 1941 von  Charles Chopard erbaut. Die 60 Meter über die Sitter führende Brücke kostete 3,6 Millionen Franken und war Ersatz für die Kräzernbrücke. Ihr Leergerüst besteht aus 1200 m3 Holz.

7 Sittersteg für den Billenbergweg Wir biegen links von der Sittertalstrasse ab und überqueren die Sitter über einen Steg für den Billenbergweg. Wir durchqueren das Open-Air-Areal und gelangen zur Rechenwaldbrücke. Die Betonbrücke wurde 1976 erbaut und gehört zu den weniger charmanten Punkten in der Wanderung. 

8 Hängesteg im Rechen, "Ganggelibrogg" Wir folgen der Strasse vorbei am Kehrichtheizkraftwerk und biegen links ab. Wir gelangen  zur "Ganggelibrogg". Mit einer Spannweite von knapp 66 Metern kann sie 125 Personen tragen. Hergestellt wurde sie von der Eisengiesserei Romanshorn und kostete 10'000 Franken.

9 Sitterviadukt A1 Das als "grösstes und imposantestes Bauwerk im  Kanton St.Gallen" bezeichnete Sitterviadukt wurde von 1984 bis 1986 erbaut und besitzt eine Länge von 655 Metern und eine Höhe von 64 Metern. Unter der Fahrbahn  des Zwillingsviadukts führt ein Fussgänger- und Fahrradweg durch.

10 Gedeckte Spiseggbrücke Über die Sitterbrücke der Filtrox AG gelangen wir nur wenige Minuten später an die gedeckte Spiseggbrücke. Erbaut wurde sie im Jahr 1779 von Johann Ulrich Schefer aus Rotmonten. An derselben Stelle entstand der erste Steg im  15. Jahrhundert und 1592 eine erste befahrbare Brücke. Zum Abschluss  bestellen wir einige  Schritte weiter ein "Eselsohr", das beliebte Riesenschnitzel, im Restaurant Spisegg. 
 
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