Schmerikon–Kapelle St.Meinrad–Wirtschaft zum Hof–Kirche in Bollingen–alter Bahnhof in Bollingen– Kloster Mariazell-Wurmsbach– Rapperswil

Zwischen See und Gleis

In Schmerikon startet die Wanderung, die sich zwischen See und Gleisen in Richtung Bollingen durchschlängelt. Bald gelangt man zur Kapelle St.Meinrad, die etwas ausserhalb des Dorfes liegt.
17. April 2014, 09:38
In der nahen Wirtschaft zum Hof kann man sich den Schlüssel holen und danach gleich noch einkehren, um sich von der kühlen Seebrise aufzuwärmen. Gestärkt geht es weiter dem wunderschönen Seeweg entlang, wo man das gut versteckte Haus von Carl Gustav Jung passiert. Weniger versteckt sind die Kirche St.Pankraz und das Kloster Mariazell-Wurmsbach, welche man beide besichtigen kann. Im Zielort Rapperswil lässt es sich wunderbar dem Seeufer entlang flanieren.

 

 




 

 

Die Wanderung im Überblick

Start und Ziel: Schmerikon und Rapperswil
Wanderzeit: 2 Stunden, 35 Minuten
Weglänge: 10,8 km
Gesamtaufstieg: 72 m
Gesamtabstieg:  75 m
Ausrüstung: Freizeit- oder Wanderschuhe
Gaststätten: Oberbollingen, Wirtschaft zum Hof, 055 212 32 94, diverse Restaurants und Cafés in Rapperswil
Parkplätze: In Schmerikon am Bahnhof und Rapperswil vorhanden
Öffentlicher Verkehr: Mit den SBB über Uznach nach Schmerikon
Kartenmaterial: Landeskarte 1:25000 Blatt 1113 Ricken; Blatt 1112 Stäfa
 
1 Die Wanderung beginnt in Schmerikon. Mit dem Voralpen-Express gelangt man gut in die Gemeinde mit den zwei abgekehrten Halbmonden im Wappen. Ein kleiner Bummel durch das Dorf am See lohnt sich. Und auch der Ausblick vom Seeufer mit seinen kurligen Bäumen ist empfehlenswert. Von Schmerikon wandert man dem See entlang auf dem Wanderweg zwischen Zugstrecke und Seeufer in Richtung Bollingen. Bald schon kommt man zu einer Werft und sieht von dieser bereits auf die Kapelle.
 
2 Die Kapelle St. Meinrad liegt etwas ausserhalb des Dorfes auf einer kleinen, in den oberen Zürichsee ragenden Landzunge, zwischen Bollingen und Schmerikon. Das frühgotische Bauwerk aus dem 13. Jahrhundert ist dem Heiligen Meinrad geweiht und meist abgeschlossen. Wer dennoch einen Blick ins Innere werfen will, kann den Schlüssel in der nahen Wirtschaft zum Hof verlangen.

3 Ebenso gut kann man auch in dieser Wirtschaft einkehren. Das beliebte und gemütliche Gasthaus mit dazugehörigem Bauernhof und einem wunderschönen Ausblick auf den See verfügt sogar über eine eigene Bootsanlegestelle. Draussen ist die Wirtschaft ein wahres Kinderparadies mit vielen Tieren und einem Spielplatz. Drinnen erhält man diverse warme und kalte Speisen, wie etwa Fondue, Suppen, Salate oder Fleischplättli.
 
4 Gestärkt geht man dann weiter dem See entlang in Richtung Bollingen. Auf dem wunderschönen Seeweg kommt man auch an dem sehr gut versteckten Haus von Carl Gustav Jung vorbei. Der bedeutende Psychiater bewohnte eine ausserhalb des Dorfkerns am Seeufer gelegene historistische Villa mit Bootshaus, die aufgrund von Jungs eigener Namensgebung als «Turm» bekannt wurde. Man muss aber wirklich gut hinschauen, um nicht einfach an dem Türmchen vorbeizulaufen. Danach passiert man eine idyllische Feuerstelle am See und noch ein wenig später einen gut ausgestatteten Spielplatz.
 
5 Schliesslich gelangt man zur Kirche St. Pankraz, die sich auf einem Hügel über Bollingen erhebt. Die römisch-katholische Kirche stammt aus dem 16. Jahrhundert, wurde aber im 18. Jahrhundert komplett barockisiert. An ihren Wänden und der Decke kann man interessante Emblemata betrachten.
 
6 Wieder zurück im Freien, geht es immer noch auf dem selben Weg zwischen See und Gleisen weiter. Manchmal donnert zwar ein Zug an einem vorbei, doch auf der anderen Seite hat man einen traumhaften Blick über den See und in die Berge. Schon bald ist von weitem ein Kloster zu sehen.
 
7 Das Zisterzienserinnenkloster Mariazell-Wurmsbach liegt am Ufer des Zürichsees. Neben dem Klosterbereich mit Kirche, Kreuzgang, Kapitelsaal, den klösterlichen Wohnbauten, einem Gästehaus sowie Friedhof und dem mit einer Mauer umgebenen Garten gehören zum Komplex das Mädcheninternat «Impulsschule Wurmsbach» sowie ein grosser Bauernhof und Scheunen. Um das Anwesen tummeln sich denn auch Ponies, Enten, Hühner und viele andere Tiere.
 
8 Nach dem Besuch des Klosters geht es weiter in Richtung Rapperswil. Die Brise kann vom See zwar sehr kühl sein und der Weg kann sich dementsprechend in die Länge ziehn, aber das Durchhalten lohnt sich. In Rapperswil am östlichen Zürichseeufer lässt es sich wunderbar flanieren. Diverse Cafés und Gelaterias ziehen sich dem Ufer entlang. Doch sogar am Sonntag ist in der pittoresken Rosenstadt der Bär los und ein Platz an der Sonne, aber auch drinnen, ist nur schwer zu ergattern. Von Rapperswil geht es dann wieder zurück mit dem Zug, welcher fast exakt die Strecke fährt, die man zuvor zu Fuss gegangen ist. So kann man gemütlich die Wanderung Revue passieren lassen.
 

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