Unterwasser–Enetthur–Moos–Plättli–Wildhaus Dorf– Schönenboden–Munzenriet–Lisighaus–Fabi–Unterwasser

Zwischen Säntisthur und Schönenbodensee

Die Wanderung beginnt am Dorfplatz in Unterwasser. Zum Einlaufen führt ein flacher Weg zu den Thurfällen. Der Anstieg auf den Chüeboden ist der einzige steile Abschnitt.
05. Juli 2012, 09:03
Mit Blick auf die Churfirsten und vorbei an schönen Toggenburger Häusern führt der Weg zum Schönenbodensee. Die Ruine Wildenburg liegt am Weg nach Lisighaus. Zurück nach Unterwasser führt die Wanderung über den Brand, durch Blumenwiesen und durch Waldabschnitte. Unterwegs laden mehrere Wirtschaften zum Einkehren und Verweilen ein. Die Strecke lässt sich auch in umgekehrter Richtung begehen oder ab Wildhaus und Lisighaus.
 









 


Die Wanderung im Überblick

Start und Ziel: Unterwasser
Wanderzeit: ca. 3,5 Stunden
Weglänge: 12 km
Gesamtaufstieg: 364 m
Gesamtabstieg: 364 m
Ausrüstung: Wanderschuhe
Gaststätten: Wildhaus: Restaurant Schönenboden, 071 999 21 33; Badi Schönenbodensee, 071 999 18 52; Unterwasser: Hotel Post, 071 999 21 55; Hotel Säntis, 071 998 50 20
Parkplätze: bei den Tennisplätzen
Öffentlicher Verkehr: Von Buchs und Nesslau mit dem Postauto Linie 790 nach Unterwasser
Kartenmaterial: Landeskarte 1:25 000, Blätter 1114 Nesslau, 1115 Säntis, 1134 Walensee, 1135 Buchs
 
1 Gestartet wird diese Wanderung auf dem Post- respektive Dorfplatz von Unterwasser. Der Dorfkern wurde vor einigen Jahren neu gestaltet. Dank des Doppelolympiasiegers im Skisprung, Simon Ammann, der in Unterwasser aufgewachsen ist, hat der Dorfplatz auch einen schönen Dorfbrunnen mit den fünf Olympiaringen erhalten. Auf der Dorfstrasse geht es 130 Meter ostwärts bis zum Einbiegen in den Wasserfallweg.
 
2 Ein flacher Kiesweg bringt uns in einem etwa zehnminütigen Fussmarsch ins Chämmerlitobel. Der Weg zu den Thurfällen und die Grotte wurden vor einigen Jahren saniert. Die Grotte ist beleuchtet, und über Treppen und eine Höhle kommt man zum oberen der beiden Thurfälle. Ein Riesenspektakel wenn viel Wasser fliesst, besonders nach einem Gewitter. Im Sommer bietet der Ort bei grosser Hitze eine willkommene Abkühlung. Weiter geht’s dann bergauf nach Ennetthur; das ist der einzige steile Teil der Wanderung.
 
3 Ennetthur befindet sich auf dem Chüeboden. Dort oben angekommen wandern wir am neu sanierten Haus Säntisthur vorbei. Dieses Haus hat in den 60er-Jahren 60 Tibeter aufgenommen, welche aus ihrer Heimat geflohen waren und vom Schweizerische Roten Kreuz in eben diesem Ferien- und Lagerhaus untergebracht wurden. Der Weg führt rechts am Haus Säntisthur vorbei. und nach ca. 200 Meter geht’s scharf rechts, vorbei an wunderschönen Toggenburger Häusern. Dann biegen wir auf die Teerstrasse Richtung Wildhaus ein. Der Weg führt vorbei an einer Ferienhaussiedlung mit Sicht auf die Churfirsten.
 
4 Ein paar Meter vor dem Reka-Feriendorf geht’s links weg zum Plättli, zum höchsten Punkt der Wanderung. Die sieben Churfirsten liegen im Süden vor uns. Es sind dies: Chäserrugg, Hinterrugg, Scheibenstoll, Zustoll, Brisi, Frümsel und Selun. Der Gamserrugg zählt nicht zu den Churfirsten. Beim Mehrzweckgebäude Chuchitobel, am Ende dieser Strasse, biegen wir links in die Schönenbodenstrasse ein. Ungefähr 15 Minuten und wir erreichen den Schönenbodensee.
 
5 Der Schönenbodensee ist nicht nur ein Moorsee, sondern eine der ältesten Seebadeanstalten in der Schweiz. Die Badi Schönenbodensee wurde 1929 für die Kurgäste erbaut und bis heute kaum verändert. Auf der Karte des Beizlis am See finden sich lokale Spezialitäten. Aber auch nur ein paar Momente innehalten und ausruhen ist gestattet.

6 Die Ruine Wildenburg liegt nicht direkt am Weg, ist aber mit einem kleinen Spaziergang von fünf Minuten erreichbar. 1998 kaufte die Gemeinde Wildhaus die Ruine dem Bund ab. Unter der Ruine befindet sich ein heute stillgelegter Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg. Jetzt wird die Ruine gestützt und saniert, um sie für Besucher zugänglich zu machen.

7 Das Loogwägli führt hinunter bis zur Hauptstrasse. Diese muss überquert werden. Anschliessend folgt man dem Kiesweg durchs Munzenriet. Weil es sich um ein Feuchtgebiet handelt, bekommt man hier eine ganz andere Flora als weiter oben zu sehen. Nach ungefähr zehn Minuten sind die Curlinghalle und die Minigolfanlage in Wildhaus Lisighaus der nächste Anlaufpunkt. Wer noch nicht genug Action gehabt hat, kann auf der Minigolfanlage eine Runde spielen. Auf der Anlage befinden sich auch ein Spielplatz und ein Kiosk. Bis zur Talstation der Bergbahnen in Wildhaus sind es noch ein paar Meter, dann werden die letzten 45 Minuten bis nach Unterwasser unter die Füsse genommen.

8 An Bauernhöfen vorbei, über saftige Wiesen und durch Waldstücke führt die Wanderung an den Ausgangsort zurück. Zum Abschluss wird die Wildhauser Thur überquert, und damit schliesst sich der Wasserkreis.
 



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