Lichtensteig – Graben – Ruine Neutoggenburg – Schwanden – Wigetshof – Ruine Rüdberg – Laufen – Bütschwil

Zwei Ruinen und ein Drahtsteg

Vom Bahnhof Lichtensteig führt der Weg hinauf zum historischen Städtchen. Weiter geht es bergauf, bald werden die Strassen von Feld-, Waldund Wiesenwegen abgelöst.
07. April 2016, 10:36
Auf 1084 Metern erreicht man den höchsten Punkt der Wanderung, die Ruine Neutoggenburg. Schnurgerade führt der Weg durch einen Wald bergab nach Schwanden. Von dort aus folgt man kurz der Route nach Oberhelfenschwil, wobei man aufpassen muss, dass man die Abzweigung in Richtung Bütschwil nicht verpasst. Nach Wigetshof gelangt man zur Ruine Rüdberg hoch über der Thur. Der Endspurt der Route führt schliesslich über den schwankenden Bütschwiler Drahtsteg. (aru)

 

 




 

 

Die Wanderung im Überblick

Start und Ziel: Bahnhof Lichtensteig / Bahnhof Bütschwil
Wanderzeit: 3 1⁄2 Stunden
Weglänge: 11 km
Gesamtaufstieg: ca. 600 m
Gesamtabstieg: ca. 600 m
Ausrüstung: Wanderschuhe. Der Weg ist nicht kinderwagentauglich.
Gaststätten: Diverse Grillstellen, unter anderem bei den Ruinen Neutoggenburg und Rüdberg; Restaurant Storchen Wigetshof, Telefon 071 983 12 20
Parkplätze: Beim Bahnhof Lichtensteig
Öffentlicher Verkehr: S-Bahn-Linien 4 und 8 (ab St.Gallen) und 9 (ab Wil) sowie Rückweg
Kartenmaterial: Landeskarte 1:25000, Blätter 1093 und 1094
1 Die Wanderung beginnt am Bahnhof Lichtensteig.
 
2 Sogleich bietet sich die Gelegenheit, das gut erhaltene, historische Marktstädtchen Lichtensteig zu besichtigen, denn die Route führt durch die Hauptgasse mit den Lauben.

3 Kaum hat man das Städtchen hinter sich gelassen, wechselt man auf Feld-, Wald- und Wiesenwege. Ein steiler Pfad und gut ausgebaute Treppe führen durch den Wald hinauf bis nach Graben. Von dort dauert es noch rund eine halbe Stunde bis zum höchsten Punkt dieser Route, der Ruine Neutoggenburg.
 
4 Die im frühen 13. Jahrhundert erbaute Ruine Neutoggenburg liegt auf 1084 Metern über Meer. Sie gewann vor allem nach 1226 an Bedeutung, als die Grafen von Toggenburg ihren alten Familiensitz, die Alt-Toggenburg, der Abtei St.Gallen übergeben mussten. Nachdem im 15. Jahrhundert der letzte Graf von Toggenburg verstorben war, verliess man die Burg, die im Laufe der Zeit immer mehr zerfiel. Die Mauerreste wurden erst in den 1930ern freigelegt und konserviert. Auf dem höchsten Punkt der Anlage Neutoggenburg befinden sich heute eine Feuerstelle und mehrere Sitzbänke – ein Rastplatz mit schöner Aussicht.
 
5 Von der Ruine Neutoggenburg aus führt ein schnurgerader Weg durch den Wald nach Schwanden hinab. Der oberste Teil führt an den noch immer erkennbaren Wällen und Gräben vorbei, die einst zum Schutz der Burganlage gebaut wurden.
 
6 Nach dem Weiler Schwanden folgt man kurz dem Strässchen in Richtung Oberhelfenschwil. Ein Wegweiser zeigt an, wo man nach rechts auf einen Trampelpfad abbiegen muss. Dieser führt über eine Wiese und durch einen Wald.
 
7 Zwischen Schwanden und Wigetshof eröffnet sich der Ausblick auf das Dorf Bütschwil.
 
8 Im Weiler Wigetshof besteht die Möglichkeit, im Restaurant Storchen einen Halt einzulegen. Wenn man weitergeht, kommt man am Haus des Holzschnitzers Hartmann vorbei, wo es allerlei Kreationen zu bestaunen gibt.
 
9 Die nächste Station auf dieser Wanderung heisst Ruine Rüdberg. Die mit Moos überwucherten Mauerreste inmitten eines Laubwalds befinden sich etwas abseits des Wanderwegs hoch über der Thur auf dem Dietfurter Fels. Wer dem gut ausgeschilderten Weglein folgt, entdeckt ein zauberhaft anmutendes Plätzchen. Wie bei der Ruine Neutoggenburg gibt es auch bei der Ruine Rüdberg eine gut eingerichtete Feuerstelle und Sitzbänke. Beim Holzsuchen ist allerdings Vorsicht angebracht: Der Fels fällt einige Dutzend Meter von den Mauern entfernt fast überhängend zum Fluss ab. Eine Sicherung ist nicht vorhanden. Die Burg Rüdberg wurde im Jahr 1270 erstmals erwähnt. Sie gehörte einst verschiedenen Grafen. Ob die Burg zerstört wurde oder altershalber einbrach, ist nicht überliefert. Die Tuffsteine, aus denen sie gebaut war, dienten den Bauern der Umgebung später als Baumaterial.
 
10 Nach dem Abstecher zur Ruine Rüdberg kehrt man auf den offiziellen Wanderweg zurück. Nach wenigen Minuten Gehzeit tritt man aus dem Wald und gelangt in Laufen aufs freie Feld. Gemächlich führt die Route nun dem letzten Höhepunkt dieser Strecke entgegen: Dem Drahtsteg, der in Bütschwil über die Thur führt.
 
11 Der Drahtsteg ist eine alte, schmale und rund 100 Meter lange Hängebrücke, die leicht ins Schwingen kommt, wenn man sie betritt.
 
12 Nach rund elf Kilometern erreicht man den Bahnhof Bütschwil. Von dort aus fahren die S-Bahnen im Halbstundentakt zurück zum Ausgangspunkt der Wanderung, zum Bahnhof Lichtensteig. (aru)
 
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