Brauereiplatz Appenzell–Vorderlehn–Ruine Clanx–Rosengarten–Mettlenbrücke– Landsgemeindeplatz–Hauptgasse–Brauereiplatz

Zum wohl schönsten Aussichtsplatz im Appenzellerland

Eine Stunde geht es gemächlich bergauf – dann wird es atemberaubend. Von der Ruine Clanx eröffnet sich einem das Alpsteinpanorama in Breitformat. Unten kriecht ein rotes Appenzellerbähnli seines Weges, Appenzell liegt einem zu Füssen und der Alpstein grüsst schneebedeckt zum Greifen nah.
21. November 2013, 09:15
Eine Stunde geht es gemächlich bergauf – dann wird es atemberaubend. Von der Ruine Clanx eröffnet sich einem das Alpsteinpanorama in Breitformat. Unten kriecht ein rotes Appenzellerbähnli seines Weges, Appenzell liegt einem zu Füssen und der Alpstein grüsst schneebedeckt zum Greifen nah. Eine perfekte kleine Wanderung für einen späten Herbsttag, nach dem Panoramagenuss warten in Appenzell etliche Cafés, Beizen und Restaurants, in denen man sich aufwärmen kann. Und ein Bummel durch Appenzells Flaniermeile lässt vorweihnachtliche Stimmung aufkommen. (miz)

 

 




 

 

Die Wanderung im Überblick

Start und Ziel: Appenzell
Wanderzeit: Zwei Stunden
Weglänge: 5 km
Gesamtaufstieg: 276 m
Gesamtabstieg:  276 m
Ausrüstung: Festes Schuhwerk
Gaststätten: Etliche Cafés, Restaurants und Beizen in Appenzell
Parkplätze: Brauereiplatz Appenzell
Öffentlicher Verkehr: Mit Bus oder Bahn nach Appenzell
Kartenmaterial: Landeskarte 1:25 000 Blatt 1095, Gais
 
1 Wer mit dem Auto anreist, kann direkt bei der Brauerei Locher parkieren. Für Bierfreunde dürfte sich ein Abstecher ins Besucherzentrum «Brauquöll Appenzell» lohnen, bei dem man erfährt, wie aus «quöllfrischem» Wasser Appenzeller Bier und Säntis Malt entstehen. Familie Locher braut hier in fünfter Generation in der letzten Brauerei im Appenzellerland. (www.appenzellerbier.ch)
 
2 Alle Nichtbiertrinker folgen dem Wanderwegschild am Brauereiplatz, Burgruine Clanx ist bereits angeschrieben. Man überquert die Strasse, der Spazierweg führt an der Sitter entlang Richtung Hallenbad. Munter rauscht der Fluss, über Wiesen gelangt man zum Parkplatz des Hallenbads. Das Bad ist noch bis Dezember 2014 geöffnet, ein Neubau soll das alte Bad ersetzen. Bis dahin kann man sich nach der Wanderung im Bade oder in der Sauna aufwärmen. (www.hallenbad-appenzell.ch)

3 Hinter dem Hallenbad führt der Weg durch eine Unterführung unter der Hauptstrasse durch, man folgt dem Schild bergauf Richtung Burgruine Clanx. Am nächsten Schild weiter bergauf, der Strasse Sonnhalde Bödeli folgen. Auf der Strasse am Bürgerheim Appenzell vorbei. Schon ist man umgeben von Wiesen mit dahingetupften Appenzeller Häusern. Am Ende der Strasse führt ein Pfad in ein Wäldchen hinein und über eine Brücke über den Lauftenbach, der sich in einem kleinen Wasserfall hinunterstürzt. Das Schild Burgruine Clanx weist einen mitten über die Wiese, an einem alten Stall vorbei, durch ein metallenes Drehkreuz hindurch, zum nächsten Stall. Die Strasse überqueren, weiter geht es (der Beschilderung folgend) über Wiesen bergan, am nächsten Stall vorbei. Kurz vor dem Bauernhof biegt der Weg nach links, durch ein Drehkreuz geht es in ein Wäldchen. Eine Brücke überquert den murmelnden Bach, auf der anderen Seite führen Treppenstufen hinauf auf eine Wiese. Der Pfad führt wieder mitten über die Wiese, über eine Strasse, immer bergauf Richtung Burgruine Clanx. An einem Bauernhof vorbei, durch Weidezäune hindurch, wieder über Wiesen, stetig bergan.
 
4 Bald ist Vorderlehn erreicht, laut Wegweiser befindet man sich auf 920 m Höhe, noch 15 Minuten bis zur Burgruine. Ab hier folgt man dem «Kapellenweg». Es lohnt sich, im Laufen innezuhalten und sich ab und an umzudrehen, mit jedem Höhenmeter wird die Aussicht schöner.
 
5 Es geht in einen Wald hinein, der Weg umwindet den Burghügel. Aus dem Wald kommend rechts halten, bald erblickt man die ersten Überreste der Burg Clanx. Durch einen alten Torbogen eröffnet sich einem ein zauberhafter Ausblick auf Alpstein, Appenzell und Umgebung. Auf zwei Bänken lässt es sich herrlich verweilen. Die Burg wurde Anfang des 13. Jahrhunderts durch die Freiherren von Sax unter Abt Ulrich von St. Gallen erbaut, 1219 wurde die Anlage erstmals urkundlich erwähnt. Die Ausgrabung der 1402 zerstörten Burg erfolgte 1949.
 
6 Wer genug den Ausblick genossen hat, macht sich auf demselben Weg zurück. Über Vorderlehn die Wiesen hinunter, dann aber der Strasse folgen Richtung Steig Appenzell. Am Haus Rosengarten geht es links über die Wiese Richtung Mettlen Appenzell. Der Weg führt durch ein Wäldchen, über Brücke und Wiese in ein Wohngebiet. Den Schildern folgen (Richtung Appenzell Bahnhof) bis zur Mettlenbrücke. Die alte Holzbrücke wurde 1401 erstmals erwähnt, mehrfach vom Hochwasser zerstört, 1970 restauriert. Von hier geht es zum Landsgemeindeplatz und durch die belebte Appenzeller Hauptgasse zurück zum Brauereiplatz. Unterwegs finden sich etliche gemütliche Einkehrmöglichkeiten. (miz)
 

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