Merlen – Murgseefurggel – Ober Murgsee – Unter Murgsee – Mornen – Merlen

Zuhinterst im Murgtal locken die Murgsee-Forellen

Ober Murgsee, Quarten. (Marcel Steiner)
17. August 2011, 19:47
Die Rundwanderung zum Murgsee ist wohl kein Geheimtip, dennoch aber absolut empfehlenswert. Im ersten Teil der Wanderung im Kanton Glarus gefällt besonders der frei mäandrierende Gsponbach vor eindrücklicher Kulisse der Südflanken des Mürtschen-Massivs. Auf der anderen Seite der Murgseefurggel – hier wieder auf st. gallischem Boden – ziehen die Murgseen die Blicke auf sich, und die fangfrischen Forellen im Berggasthaus lassen schon während des Aufstiegs das Wasser im Munde zusammenlaufen. Und zum Schluss geht’s durch den grössten und schönsten Arvenbestand des Kantons St. Gallen zurück zum Ausgangspunkt.















Die Wanderung im Überblick

Start und Ziel: Parkplatz P1 Merlen

Wanderzeit: 5 ¼ Stunden

Weglänge: 14,8 km

Gesamtaufstieg: 940m

Gesamtabstieg: 940 m

Ausrüstung: Wanderschuhe

Gaststätten: Berggasthaus Murgsee, 079 341 66 50

Parkplätze: Parkplatz P1 Merlen (Ticket beim EW Murg Plätz lösen)

Öffentlicher Verkehr: Mit den SBB nach Murg, mit dem Murgtalbus bis Merlen (verkehrt auf Anfrage 081 738 14 41)

Kartenmaterial: Wanderkarte 1:25 000 Flumserberg-Walensee; Landeskarten 1:25 000 Blatt 1134 Walensee und Blatt 1154 Spitzmeilen
 


1. Parkplatz Merlen, 1098. Beim talseitigen Wegweiser auf dem Parkplatz die Richtung Gspon/Murgseefurggel wählen. Der Weg führt einige Meter abwärts, überquert den Murgbach und beginnt, gesäumt von dichtem Buschwerk, steil anzusteigen. Mit zunehmender Höhe wird das Rauschen des rechterhand liegenden Gsponbachfalls lauter. Bei der Bergstation der Materialseilbahn der Alp Gspon ist die erste Geländestufe überwunden. Gleichzeitig wird hier die Grenze zwischen den Kantonen St. Gallen und Glarus überschritten. Auf Glarner Boden folgt der Weg vorerst ebenaus, dann sanft ansteigend dem Gsponbach. Eindrücklich ist der Blick an die Nordseite der drei Mürtschen-Gipfel Fulen, Ruchen und Stock. Das Massiv ist bei Kletterern wegen der grossen Steinschlaggefahr gefürchtet. Bereits die Namen weisen darauf hin: Mürtschen kommt von morsch, und Fulen und Ruchen weisen auf Schutthalden hin.

2. Unter Mürtschen, 1494. In einem weiten Bogen führt die Route um die Alpgebäude herum. Der Wegweiser zeigt Richtung Mürtschenalp/ Murgsee.

3. Punkt 1616. Der Weg führt geradeaus Richtung Ober Mürtschen weiter.

4. Ober Mürtschen, 1720. Bei der Verzweigung links halten Richtung Murgseefurggel/ Murgsee. Bis zum Murgsee verläuft die Route parallel zum Sardona-Welterbe-Weg, der mit einem grünen Routenfeld mit der Nummer 73 markiert ist.

5. Murgseefurggel, 1985. Der höchste Punkt der Wanderung ist erreicht. Den mächtigen Mürtschenstock im Rücken öffnet sich ennet der Einsattelung der Blick auf Murgsee, Gufelstock, Bützistock und Goggeien. Der Abstieg beginnt Richtung Murgsee.

6. Murgsee, 1818. Dem Wegweiser Mornen/ Murg folgen und weiter absteigen. Bis Mornen durchquert der Wanderweg ein Naturwaldreservat. Darin wird kein Holz genutzt und der Wald seiner natürlichen Entwicklung überlassen. Wichtigstes Ziel des Waldreservats ist die Erhaltung der Arve. Im Murgtal kommen die schönsten und grössten Arvenbestände des Kantons St. Gallen vor. Die Arvenwälder sind vor allem in den Zentralalpen zu Hause, in der Schweiz im Wallis und im Engadin. In der Nordschweiz sind die Arven selten. Die Arve ist leicht daran zu erkennen, dass je fünf Nadeln in Büscheln angeordnet sind. Das Alter der ältesten der etwa 18 000 Arven im Murgtal wird auf über 600 Jahre geschätzt. Für die Verbreitung und die Verjüngung der Arven sorgt hauptsächlich der Tannenhäher, ein Rabenvogel mit auffällig gesprenkeltem Gefieder. Er vergräbt die Nüsschen als Futtervorrat. Aus solchen Depots, welche an verjüngungs-ökologisch günstigen Stellen angelegt werden, keimen die jungen Arven.

7. Mornen, 1335. Geradeaus Richtung Merlen wandern, in einer halben Stunde ist der Ausgangspunkt beim Parkplatz P1 erreicht.



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