Ennetbühl–Laub–Gössigen–Chlosteralp–Laui–Ennetbühl

Zu Besuch bei den uralten Ahornbäumen

Diese Rundwanderung bei Ennetbühl im Toggenburg ist geprägt von einem steilen Auf- und Abstieg. Man startet im Dorf und wechselt schon nach wenigen Metern von der asphaltierten Strasse zum ausgeschilderten Wiesen- und Feldweg.
07. Oktober 2015, 16:24
Wer an einem Sonntag unterwegs ist und unterwegs einkehren möchte, kann dies in der heimeligen Alpwirtschaft Uf em Läubli tun. Dass man dafür einen weiteren Hang hinaufkraxeln muss, nimmt man gerne in Kauf. Auf der Hochebene namens Chlosteralp trifft man danach auf knorrige Bergahornbäume, die schon seit Jahrhunderten Wind und Wetter trotzen und über Berg und Tal wachen. (aru)

 

 




 

 

Die Wanderung im Überblick

Start und Ziel: Ennetbühl
Wanderzeit: 3 Stunden
Weglänge: 8 km
Gesamtaufstieg: 560 m
Gesamtabstieg: 560 m
Ausrüstung: Wander- oder Trekkingschuhe. Die Route ist nicht kinderwagentauglich.
Gaststätten: Ennetbühl Dorf, Gasthaus Krone, 0719941993, montags geschlossen; Laub, Alpwirtschaft Uf äm Läubli, nur sonntags geöffnet, bis 1. November.
Parkplätze: Im Dorfzentrum
Öffentlicher Verkehr: Nach Ennetbühl fährt stündlich ein Postauto ab Bahnhof Nesslau-Neu St. Johann. Die Fahrt dauert 5 Minuten.
Kartenmaterial: Landeskarte 1:25000, Blatt 1114 Nesslau.
1 Im beschaulichen Dorf Ennetbühl im oberen Toggenburg beginnt die rund dreistündige Rundwanderung. Schon nach wenigen Metern verlässt man die asphaltierte Strasse und überquert eine steile Wiese. Der Wanderweg ist an dieser Stelle gut ausgeschildert.
 
2 Vorbei an einem alten, verlassenen Bauernhaus führt die Route steil bergauf.

3 Dem Waldrand einen Bach entlang gelangt man weiter in die Höhe bis zum Gehöft Feissenmoos. Dort tummeln sich Kühe und Ziegen. Der Bläss macht mit Gebell auf sich aufmerksam.
 
4 An dieser Stelle im Wald lohnt es sich, den regulären Pfad zu verlassen und über die holperige Wiese zu kraxeln – allerdings nur sonntags, denn dann ist dort oben auf 1300 Metern über Meer die kleine Alpwirtschaft Uf äm Läubli geöffnet.
 
5 In diesem heimeligen Beizli serviert die Bauernfamilie Lusti regionale Spezialitäten, zum Beispiel hausgemachten Schlorzifladen. Geöffnet ist das «Läubli» voraussichtlich bis Allerheiligen.
 
6 Nach den anstrengenden Passagen über Stock und Stein folgt eine kurze Phase der Erholung. Auf dem gut ausgebauten Strässlein auf der Hochebene kommt man schnell voran.
 
7 Schon bald geht es auf einem Naturweg weiter, der links von der Strasse abzweigt. Hier kommen nochmals einige Höhenmeter hinzu. Nach wenigen Minuten gelangt man bei Gössigen zu einem roten Bänkli. Bei geeignetem Wetter lässt sich von dort aus die Fernsicht auf etliche Bergspitzen geniessen. Der Stockberg auf der gegenüberliegenden Talseite gilt als Hausberg von Ennetbühl.
 
8 Doch nicht nur vor dem Aussichtsbänkli, sondern auch dahinter hat die Natur einiges zu bieten. An diesem Wiesenhang stehen Dutzende knorrige Bergahornbäume, deren Laub derzeit in Gelbtönen erstrahlt. Gepflanzt wurden diese gemäss Angaben des Alpmeisters vor mehreren hundert Jahren, dies zur Stabilisierung der Hänge. Heute gibt es einen Bestand von rund 50 solcher Ahornbäume auf der Chlosteralp oberhalb von Ennetbühl.
 
9 Bei der Vorderen Chlosteralp führt der Weg ausnahmsweise geradeaus.
 
10 Die Hindere Chlosteralp ist die letzte Station auf der Hochebene.
 
11 Zu Beginn des Abstiegs sind die gelben Wanderwegmarkierungen nicht immer klar ersichtlich. Es empfiehlt sich, nach der Alphütte im Hübschholz links an der Krete vorbei zu gehen und sich steil abwärts zu halten. Die Wiese gleicht an dieser Stelle einer grünen Buckelpiste, denn sie ist übersät mit grösstenteils überwachsenen, mannshohen Steinblöcken. Diese merkwürdig anmutende Hügellandschaft im Gebiet Gössigen-Chlosteralp ist die Folge eines Bergsturzes, der sich dort vor rund 650 Jahren ereignete.
 
12 Auch an dieser Stelle, Hinderschlatt genannt, erkennt man die Wegmarkierungen nicht auf den ersten Blick. Idealerweise marschiert man quer über die Weide zwischen den beiden oberen und der unteren Hütte, direkt am Zaun entlang.
 
13 In Oberlaui hat man wieder einen befestigten Weg unter den Füssen.
 
14 Beim Weg durch Laui kann man die Wanderung gemütlich ausklingen lassen. Es gibt dort viele schmücke Häuser zu sehen, in deren Gärten die letzten Blumen des Jahres blühen.
 
15 Im Tal führt die Route zurück nach Ennetbühl. Wer möchte, kann dort im Gasthaus Krone einkehren. Im stattlichen weissen Gebäude stehen im Herbst Hirschspezialitäten aus einheimischer Jagd auf der Speisekarte. Es muss jedoch beachtet werden, dass dieses Lokal jeweils montags sowie am ersten Sonntag im Monat geschlossen ist. (aru)
 
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