Quinten–Au–Garadur–Underwald–Walenstadt

Mittelmeerklima zwischen Walensee und Churfirsten

Ein idyllischer Pfad verbindet das mediterrane Quinten mit der Musical-Destination Walenstadt. Unterwegs gibt es den Walensee – erst von nah und nach einem kurzen, steilen Aufstieg aus der Panorama- Perspektive – zu sehen.
02. Oktober 2014, 10:04
Die Route verläuft entlang des südlichen Fusses der Churfirsten und ist auch in kälteren Jahreszeiten begehbar. Wer will, fügt die Strecke Weesen-Quinten hinzu. (chf)

 

 




 

 

Die Wanderung im Überblick

Start und Ziel: Quinten, Walenstadt
Wanderzeit: 3 1⁄2 Stunden
Weglänge: 10 km
Gesamtaufstieg: 668 m
Gesamtabstieg:  667 m
Ausrüstung: Wanderschuhe
Gaststätten: Quinten: Restaurant Seehus (08173816 64, täglich bis 2.11.2014 geöffnet), Wirtschaft zur Schifflände (0817381460, täglich bis 19.10.2014 geöffnet), Weinkeller Alte Post (07920751 19, Do–So bis 1.11.2014 geöffnet); Walenstadt: Hotel Seehof (0817351245), Restaurant Seepromenade (0817352239, Sa Ruhetag), Restaurant Löwen (0817351180, So–Mo Ruhetag)
Parkplätze: Weesen, Walenstadt
Öffentlicher Verkehr: Kursschiff nach Quinten und von Walenstadt nach Weesen bis 19.10.2014; Bahnverbindungen von Walenstadt Richtung Sargans und Ziegelbrücke
Kartenmaterial: Landeskarte 1:25000 Blatt 1134 Walensee, Blatt 1135 Buchs
 
1 Ausgangspunkt der Wanderung ist das malerische Dörfchen Quinten am Ufer des Walensees. Hierhin führt nebst einem Wanderweg nur das Kursschiff von Weesen oder Walenstadt, während der Wintersaison jedoch lediglich ab der Station Murg. Knapp 50 Leute wohnen in Quinten am südlichen Fusse der Churfirsten bei südländischem Klima. Hier gedeihen Feigen und Kiwis und es wird Wein hergestellt. Zwei Restaurants und ein Spezialitätenladen bieten ihre Gaumenfreuden in der Sommersaison an. Der Weg Richtung Walenstadt beginnt in der Dorfmitte und führt vorbei am Handarbeits- und Geschenklädeli.
 
2 Wenige Schritte ausserhalb von Quinten verstummen die Stimmen der Restaurantbesucher. Das sanfte Plätschern am Walenseeufer wird von den senkrecht emporragenden Felsen auf der rechten Seite zurückgeworfen und kreiert eine traumhafte Geräuschkulisse. Der breite Uferweg verläuft durch ein Waldstück und ist gesäumt von Strassenlaternen. Wie in einem Stadtpark fühlt es sich hier an. Etwa zehn Minuten nach Quinten lädt die Feuerstelle Chnüsel zum Grillieren ein. Holz steht in genügender Menge zur Verfügung. Es geht weiter nach Au, hier befindet sich die letzte Schiffstation auf dieser Uferseite. Mal hoch, mal runter, aber nie steil wandern wir weiter am Ufer des Walensees, vorbei an Rebbergen und einem Hoflädeli. Nach der Siedlung Schilt wird der Weg schmaler und eine leichte Steigung setzt ein.

3 Bei Josenhaab nehmen wir vorerst Abschied vom Walensee, es geht in die Höhe. Auf etwa einem Kilometer Weg sind 400 Meter Steigung zu bewältigen. Der Schatten des Josenwalds macht den Aufstieg aber auch bei warmem Wetter erträglich. Seit Jahrzehnten beobachten in diesem Gebiet die ETH Zürich und die Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft, wie sich der Wald ohne menschliche Eingriffe entwickelt. Nach dem Aufstieg findet man sich 825 Meter über Meer und 400 Meter über dem Walensee an einem Ort mit dem sagenhaft klingenden Namen Garadur wieder. Eine terrassenähnliche Wiesenfläche bietet einen atemberaubenden Ausblick auf den See und die Flumserberge.
 
4 Inzwischen hat sich der schmale Pfad zur Naturstrasse gewandelt. Diese führt uns mit einer leichten Steigung nach Engen, dem höchsten Punkt der Route. Der Ort fühlt sich jedoch alles andere als eng an. Der Blick ist frei auf die Churfirsten Zuestoll, Schibenstoll und Hinterrugg. Bei der einzigen Weggabelung der Route folgen wir dem Abzweiger nach rechts Richtung Walenstadt. Über uns liegt Walenstadtberg auf etwa 900 Meter über Meer. Brüeliwald, Lindenwald und Underwald heisst das Gebiet, durch das der zweieinhalb Kilometer lange Abstieg führt. Immer wieder geben die Bäume die Aussicht frei auf den Walensee und die 0,16 Hektaren grosse Schnittlauchinsel. Es ist das grösste Eiland des Kantons St.Gallen, und trotzdem hausen hier einzig Schwäne.
 
5 Der Weg endet sanft abfallend beim Hafen von Walenstadt. Vor dieser Kulisse wurden in vergangenen Jahren zwei Heidi-Musicals und drei weitere Stücke erfolgreich aufgeführt. Im Hafenbecken findet sich eine grosszügige Spielwiese und ein kostenloses Strandbad. Hunger und Durst können in einem der nahegelegenen Restaurants gestillt werden. In Walenstadt legen noch bis 19. Oktober Schiffe Richtung Murg und Weesen ab. Wer die Wanderung nach der Herbstsaison antritt, hat ab dem Bahnhof Walenstadt Bahnverbindungen Richtung Sargans und Ziegelbrücke.
 

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