Libingen – Älpli – Schwämmli –Chrüzegg – Schindelberg – Meiersalp – Unterstein – Libingen

Sportliches Genusswandern mit traumhafter Aussicht

Ein steiler Aufstieg bis zur Chrüzegg und ein ziemlich steiler Abstieg von der Meiersalp zurück nach Libingen prägen die sportlichen Bedingungen dieser Wanderung.
25. September 2014, 10:18
Verwöhnt werden die Wanderer dafür mit herrlichen Panoramen und gleich mehreren gut geführten Berggasthäusern und Alpwirtschaften. In sechs Stunden ist die vor allem am Anfang strenge Wanderung gut zu schaffen. Sportliche schaffen es in knapp vier Stunden. (hs)

 

 




 

 

Die Wanderung im Überblick

Start und Ziel: Libingen–Libingen über Chrüzegg und Meiersalp
Wanderzeit: knapp 6 Stunden
Weglänge: 15,5 km
Gesamtaufstieg: 1203 m
Gesamtabstieg:  1200 m
Ausrüstung: Wanderschuhe
Gaststätten: Libingen: Restaurant Schäfli (071 983 33 55), Gasthaus Rössli (071 983 16 53); Berggasthäuser: Älpli (071 988 27 05), Schwämmli (071 983 37 90), Chrüzegg (055 284 54 84), Schindelberg (055 284 11 37), Meiersalp (071 983 11 79)
Parkplätze: Libingen
Öffentlicher Verkehr: Bus, Linie 765 Bütschwil–Mosnang–Libingen, Linie 766 Bütschwil–Mosnang–Mühlrüti–(Hulftegg); Bahnanschluss in Bütschwil in Richtung Wil und Wattwil
Kartenmaterial: Landeskarte 1:25000, Blatt 1093, Hörnli; Blatt 1113, Ricken
 
1 Ausgangspunkt zu dieser Wanderung ist das schmucke Dörfchen Libingen. Erreichbar ist es am besten mit dem Auto, dem Velo oder mit dem öffentlichen Bus ab Bütschwil. Wer mit dem Auto anreist und später in der Meiersalp eingekehrt, darf den Parkplatz rechterhand wenige hundert Meter vor dem Ortseingang benutzen. Dies gilt in Absprache auch für die Restaurants Schäfli und Rössli im Dorf. Die Wanderung führt zunächst in das Dorf. Dort angekommen, folgt man auf der Südseite dem Wanderwegweiser in Richtung Unter Älpli und Chrüzegg. Der Weg führt zuerst über eine Wiese und dann steil hinunter in den Wald. Nach dem Überqueren der Holzbrücke beginnt der Aufstieg, erst durch den Wald, dann über satte grüne Wiesen. Der Weg ist teilweise sehr steil und macht sich auch in den Beinen gut trainierter Wanderer bemerkbar.
 
2 Nach etwa drei schweisstreibenden Kilometern ist die Alpwirtschaft Älpli erreicht. Hier bietet sich nicht nur die Möglichkeit zur ersten Einkehr, sondern auch eine herrliche Sicht auf Teile des Toggenburgs.

3 Weiter führt der Weg hoch zur Alpwirtschaft Schwämmli. Lautstark begrüsst von einem Appenzeller Bless und beschnuppert von zwei friedlich grunzenden Hausschweinen lädt die schöne Hügellandschaft zum kurzen Verweilen bei einem kühlen Getränk ein.
 
4 In Richtung Chrüzegg wird die Landschaft immer bizarrer. Vor den Augen tauchen mehr und mehr kleine Hügelchen auf, als befinde man sich in einem Zwergenbergland. Das Rätsel lüftet sich aber schnell: Es handelt sich um Bergschlipf-Hügeli. Dies kann lehrreichen Informationstafeln am Wegrand entnommen werden, die Teil des Geowegs Chrüzegg sind. Nach insgesamt knapp sechs Kilometern ist die Chrüzegg erreicht. Das Berggasthaus bietet eine grosse Vielfalt an Speisen und Getränken. Und eine ebenso grandiose Aussicht. Seit dem Jahr 2000 verarbeitet die Alpwirtschaft die ganze Milch selber in der Alpkäserei. Produziert werden während der Alpsaison halbharter vollfetter Alpkäse, das milde Chrüzegg-Mutschli, Frischziger und Joghurt. Die gesamte Produktion wird auf der Alp und im Restaurant selber vermarktet.
 
5 Nach der Chrüzegg geht es zunächst steil nach oben zum wenige hundert Meter entfernten Kreuz. Von hier aus geniesst man nochmals eine wunderbare Aussicht, bevor es dann abwärts durch den Wald geht. Die grossen Steigungen sind nun vorbei. Im Wald trifft man – ebenfalls als Teil des Geowegs – auf einzigartige Felsformationen, die Findlingen gleich plötzlich auftauchen und zuweilen stattlichen Bewuchs mit Moos, Sträuchern und gar Bäumen aufweisen. Wieder dem Wald entflohen wird bei Kilometer neun das Berggasthaus Schindelberg erreicht. Auch hier ist eine kurze Einkehr auf der sonnigen Terrasse eine wahre Wohltat.
 
6 Bei wenig körperlicher Anstrengung führt der Weg nun mit Blick auf das Tösstal mal etwas hoch, mal etwas hinunter, aber meistens eher geradeaus dem Schnebelhorn entgegen. Am Fuss des höchsten Zürcher Berges zweigt der Weg nach rechts zur Meiersalp ab. Wer noch Zeit und Kraft hat, kann gut und gerne noch das Schnebelhorn erklimmen.
 
7 Die Meiersalp ist auf einem schmalen Weg schon nach einem Kilometer erreicht. Die beliebte Alpwirtschaft ist die letzte Einkehrmöglichkeit vor der Rückkehr zum Parkplatz.
 
8 Der Abstieg nach Libingen ist steil und führt im ersten Teil über Naturstrassen, später auf eine geteerte Alpstrasse. Ein kurzer Halt lohnt sich beim Gehöft Unterstein, wo hausgemachte Produkte angeboten werden. Kurz darauf hat man Libingen im Blickfeld.
 

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