Aufzählung der Orte – Häggenschwil-Winden – Häuslen – Moos – Buberg – Buech – Egnach

Panorama-Wanderung im Apfelland

Bereits am Bahnhof Häggenschwil-Winden erstreckt sich der Blick über Obstplantagen bis zum Bodensee. Er ist das Ziel des rund zweistündigen Spaziergangs entlang der Gemeindegrenze der inoffiziellen Thurgauer Apfelhauptstadt Egnach.
18. September 2014, 10:03
Immer wieder lässt sich auf der rund acht Kilometer langen Strecke ein Blick auf den See erhaschen, der sich hinter den Pflanzungen auftut. Am Wegrand biegen sich bereits die Äste der Obstbäume ob der Last der reifen Früchte. Unterwegs warten Weiler mit urchigen Riegelhäusern, Wirtshäuser laden zum Verweilen ein, und Bauern bieten in Hoflädeli frisch gepflückte Früchte und Hausgemachtes feil. (nh)

 

 




 

 

Die Wanderung im Überblick

Start und Ziel: Häggenschwil-Winden, Egnach
Wanderzeit: 2 Stunden
Weglänge: 8 km
Gesamtaufstieg: 30 m
Gesamtabstieg:  135 m
Ausrüstung: Gutes Schuhwerk
Gaststätten: Burkartsulishaus, Restaurant Burkartshof, 071 477 13 02
Parkplätze: Bahnhof Häggenschwil-Winden
Öffentlicher Verkehr: Zug S8, St.Gallen, Häggenschwil–Winden, Neukirch–Egnach
Kartenmaterial: Landeskarte 1:25000 Blatt 1075 Rorschach, Blatt 1055 Romanshorn
 
1 Die Wanderung durch Mostindien beginnt am Bahnhof Häggenschwil-Winden. Der Ort ist vom Bahnhof St.Gallen mit der S8 zu erreichen. Zweimal stündlich fährt ein Zug. In der Ferne winkt bereits der Bodensee. Er ist das Ziel des rund acht Kilometer langen Abstiegs. Dazwischen liegen Apfelplantagen und beschauliche Weiler. Entlang der Gemeindegrenze von Egnach nähern wir uns der Seepromenade.
 
2 Ein kleiner Trampelpfad führt vom Bahnhof nach Winden. Der Wegweiser führt durch das Dörfchen und über die Roggwilerstrasse an zwei urchigen Riegelhäusern und einem blumengeschmückten Brunnen vorbei aus dem Ort hinaus.

3 Am Wegrand reiht sich Apfelbaum an Apfelbaum. Die Äste biegen sich zu dieser Jahreszeit gegen Boden ob der Last der reifen Früchte. Leitern, Körbe und Traktoren stehen zur Ernte bereit. Wen es bereits jetzt nach einem Apfel gluschtet, muss sich noch ein wenig gedulden: Bald wartet ein Hoflädeli, wo man die Früchte legal kaufen kann.
 
4 Einige Schritte weiter erstreckt sich die Aussicht über die Egnacher Weiler bis zum See.
 
5 Der asphaltierte Weg führt durch die Örtchen Schübshub und Erbel nach Häuslen. Wir folgen dem Wegweiser in Richtung Roggwil.
 
6 Bauernhäuser säumen den Weg, bevor die asphaltierte Strasse in den Weiler Baumannshaus hineinführt.
 
7 Nun folgen wir dem Radwegweiser in Richtung Neukirch. Er führt geradewegs nach Burkartsulishaus. Dort lädt das Restaurant Burkartshof mit saisonaler Küche zum Verweilen ein.
 
8 Die Strasse führt weiter nach Moos, wo ein Weg in Richtung Buberg rechts weg führt. Das Örtchen besteht aus zwei stattlichen alten Riegelhäusern und belohnt den Wanderer mit einem Panoramablick über den See.
 
9 Nun verlassen wir die asphaltierte Strasse und biegen in einen unscheinbaren Trampelpfad ein, der rechts weg an Apfelplantagen vorbei mitten durch ein kleines Wäldchen führt. Hier sei einst ein mittelalterliches Dorf mit einem verwunschenen Teich gestanden, sagt Bauer Helmut Müller.

10 Hinter dem Wäldchen führt der Weg rechts weg in Richtung Stocken, an Plantagen vorbei geradewegs zum Hoflädeli des Biobauern. Hier bietet Müller seine Früchte feil. Über 300 verschiedene Apfelsorten kultiviert er zusammen mit seiner Partnerin Monika Bühler auf dem Hof. Dazu gibt es frisch gepressten Apfelsaft, getrocknete Apfelringe oder Apfelschnaps. Das Selbstbedienungslädeli hat täglich von 8 bis 20 Uhr geöffnet.
 
11 Nach einer kleinen Stärkung durchqueren wir den Weiler Stocken, passieren die Hauptstrasse und folgen nach dem Schulhaus dem Wegweiser in Richtung Egnach. Rund 40 Minuten Wanderzeit verbleiben zwischen Stocken und dem Egnacher Zielbahnhof.
 
12 Nun führt der Weg über Felder, Wiesen und mitten durch Obstplantagen und an Bauernhäusern vorbei in Richtung See. Wir bleiben auf dem Wanderweg nach Egnach und passieren Kuhweiden und Maisfelder.
 
13 Der Trampelpfad mündet schliesslich in den Seeweg, der entlang den Bahngleisen direkt zum Bahnhof Egnach führt. Hier fährt eine Bahnlinie regelmässig in Richtung Rorschach und Romanshorn. Wer die Wanderung noch ein wenig fortsetzen möchte, kann den Weg nach Romanshorn auch zu Fuss antreten. Wegweiser geben die Richtung vor.
 
14 Der Bahnhof Neukirch-Egnach ist in einem Fussmarsch von 10 Minuten zu erreichen. Von dort fährt die S8 im Halbstundentakt über Häggenschwil-Winden zurück nach St.Gallen.
 

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