Herisau–Au–Brugg–Tan–Stierweid–Flue–Ramsenburg–Ergeten–Vereinsacker– Mättli–Schwänberg–Tobelmüli–Rüti–Mult–Gossau

Wanderung durchs Mittelalter

Nach einem kurzen Spaziergang durch Herisau entfernt sich die Wanderroute vom urbanen Gebiet und führt entlang einiger Weiler mit Weiden und Bauernhäusern. Es folgt ein Anstieg – mit schöner Aussicht auf den Säntis – hinauf zur geschichtsträchtigen Ruine Ramsenburg.
21. August 2014, 09:17
Dort gibt es mehrere Feuerstellen im idyllischen Wald, gut geeignet für Familien. Es erfolgt der Abstieg nach Schwänberg, einer der ältesten Siedlungen im Appenzellerland. Sehenswert ist das «Alte Rathaus» – ein 400jähriges Riegelhaus, das ein Museum ist und historische Gegenstände zeigt. Schliesslich gelangt der Wanderer über Tobelmüli, Rüti und Mult nach Gossau. (ste)

 

 




 

 

Die Wanderung im Überblick

Start und Ziel: Herisau und Gossau
Wanderzeit: 3 Std. 15 Min
Weglänge: 9,9 km
Gesamtaufstieg: 341 m
Gesamtabstieg:  448 m
Ausrüstung: Festes Schuhwerk
Gaststätten: Herisau (Schwänberg), Restaurant Sternen, 071 351 19 16, Dienstags geschlossen; Gossau (Mult), Restaurant Traube, 071 385 13 05, Mittwochs und Donnerstags geschlossen
Parkplätze: Bahnhof Gossau und Bahnhof Herisau
Öffentlicher Verkehr: Start: Appenzeller Bahn, Interregio Romanshorn–Luzern; Ziel: Intercity St.Gallen–Genf, S-Bahn Linie 1/5
Kartenmaterial: Landeskarte 1:25000; Blatt 1094, Degersheim
 
1 Beim Bahnhof Herisau passieren wir den Kreisel und gehen unter der Hauptstrasse durch. Es folgt eine langgezogene Rechtskurve bis zum nächsten Kreisel, bei dem man geradeaus läuft. Die Wanderroute zweigt nun von der Hauptstrasse ab Richtung Au und wird steiler. Nach wenigen Minuten eröffnet sich rechts ein Feldweg, der durch ein Waldstück führt und in eine Strasse mündet, auf der wir nach Brugg gelangen. Bei der Kreuzung biegen wir links ab. Weiter geht es auf einer Kiesstrasse nach Tan. Bei der Gabelung nehmen wir den Weg geradeaus.
 
2 Nach etwas mehr als einer halben Stunde erreichen wir die Stierweid. Bei der Kreuzung biegen wir links ab und gleich danach nach rechts Richtung Flue. Die Strasse ist steil und schweisstreibend. Der Weg führt vorbei an zwei Bauernhäusern. Bei der Gabelung geht es nach rechts und dann vorbei an einem Stall. Hier geniessen wir einen tollen Ausblick auf den Säntis. Danach geht es die Treppe hinauf. Oben gilt es die löchrige Kuhweide zu überqueren, bis wir den Waldrand erreichen. Auf dem Kamm bietet sich nach rund einer Stunde eine tolle Aussicht mit einer Feuerstelle und Holzbänken. Dann geht es in den Wald. Wir folgen dem Pfad und dem Wegweiser Richtung Ruine Ramsenberg. Bei der Kreuzung wandern wir geradeaus und den steilen Kiesweg hoch.

3 Nach eineinhalb Stunden Wanderzeit stehen wir vor der Ruine Ramsenburg. Sie ist über 800 Jahre alt und war einst Sitz der Ritter von Rorschach. 1396 wurde sie an die Fürstabtei St.Gallen verkauft und 1403 im Appenzellerkrieg zerstört. Die dicken Mauern und der Turm sind aber gut erhalten. Vor und im Innern der Burg gibt es gemütliche Feuerstellen, die zum Verweilen einladen. Weiter geht es in Richtung Ergeten Vereinsacker. Wir folgen dem Feldweg, der eine breitere Kiesstrasse durchquert. Beim Waldrand angekommen, muss die Weide überquert werden, bis wir die Hauptstrasse in Ergeten erreichen.
 
4 Das nächste Ziel ist Schwänberg. Wir folgen der Strasse bis zum Wegweiser Richtung Vereinsacker – dort geht es links über die Brücke und bei der Kreuzung nochmals nach links. Nach zwei Stunden folgen wir im Mättli dem Wegweiser und gehen rechts an einem Bauernhaus vorbei. Der Weg führt über eine Weide, bis wir auf die Strasse und so nach Schwänberg gelangen. Schwänberg wurde 821 erstmals urkundlich erwähnt und gehört zu den ältesten Siedlungen des Appenzellerlands. Hier lohnt sich ein Besuch des «Alten Rathauses», das auch ein Museum beherbergt. Der Riegelbau wurde 1630 fertiggestellt und in den 90er-Jahren restauriert. Gleich in der Nähe steht das Restaurant Sternen, wo man einen Birnen- oder Käsefladen bekommt.
 
5 Weiter geht es Richtung Tobelmüli. Nach kurzer Zeit hört die Strasse auf und wir wandern auf einem Feldweg. Es geht abwärts auf steinigem Gelände und durch ein kleines Waldstück. Danach überqueren wir eine Wiese und gelangen wieder auf einen Feldweg. Nach insgesamt zweieinhalb Stunden erreichen wir die Tobelmüli. Bei der Kreuzung biegen wir rechts ab und folgen dem Wegweiser nach Rüti. Hier hört man die Glatt rauschen, die wir auf einer Brücke überqueren. Es folgt der letzte Aufstieg – nach Rüti. Oben angekommen, geht es rechts vorbei an zwei Bauernhäusern. Unterwegs bietet sich eine schöne Aussicht auf Gossau. Nach drei Stunden erreicht man Mult, wo man im Restaurant Traube eine Pause einlegen kann.
 
6 Weiter geht es auf dem Feldweg Richtung Gossau. Die Landschaft wird urban, und wir gelangen zur Talstrasse. Wir folgen den Wegweisern zum Bahnhof, der in dreieinviertel Stunden erreicht wird.
 

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