Brülisau – Pfannenstiel – Plattenbödeli – Sämtisersee – Rainhütte – Staubern – Wänneli – Alp Soll – Ruhsitz – Brülisau

Hoch über Sämtisersee und Rheintal

Die Aussicht muss man sich erarbeiten. Steil ist der Weg zum Sämtisersee, noch steiler der Pfad hinauf zu den Staubern. Doch die Mühe lohnt sich: spektakuläre Aussichten in den Alpstein, ins Rheintal, ins Appenzellerland und bis zum Bodensee warten unterwegs.
14. August 2014, 09:42
Und immer wieder lauschige Plätzchen für ein Picknick (wie die Feuerstelle am Sämtisersee) oder urchige Appenzeller Gastfreundlichkeit in den Bergrestaurants. Wer jetzt während der Alpsaison wandert, sollte einen Zwischenstop in der Rainhütte einlegen und den wunderbaren Käse kosten. Die letzten drei Kilometer vom Ruhsitz nach Brülisau saust man mit einem Miet-Trottinett hinunter.

 

 




 

 

Die Wanderung im Überblick

Start und Ziel: Brülisau
Wanderzeit: 6 Stunden
Weglänge: 13,5 km
Gesamtaufstieg: 1175 m
Gesamtabstieg:  1175 m
Ausrüstung: Festes Schuhwerk
Gaststätten: Berggasthaus Plattenbödeli, 071 799 11 52; Berggasthaus Staubern, 081 757 24 24; Berggasthaus Ruhesitz, 071 799 11 67; mehrere Restaurants in Brülisau
Parkplätze: Brülisau
Öffentlicher Verkehr: Mit der Appenzeller Bahn nach Weissbad; von dort mit dem Postauto nach Brülisau
Kartenmaterial: Landeskarte 1:25000; Blatt 1115 Säntis
 
1 Schon die Anfahrt nach Brülisau ist ein Erlebnis. Mit der Appenzeller Bahn geht es nach Weissbad, von dort mit dem Postauto nach Brülisau, dem Dorf am Fuss des Hohen Kastens. Ringsherum grüssen die schroffen Felswände des Alpsteins.
 
2 Die Wanderung startet auf dem Dorfplatz. Auf einer Fahrstrasse geht es an der Talstation der Schwebebahn Hoher Kasten vorbei Richtung Pfannenstiel/Plattenbödeli.

3 Gemütlich spaziert man an einigen Appenzeller Bauernhäusern vorbei, gelangt zur Talstation der Alp-Sigel-Bahn. Dann endet die geteerte Fahrstrasse, wir halten uns rechts Richtung Plattenbödeli/Sämtisersee. Laut Wegweiser dauert es eine Stunde bis zum Berggasthaus.
 
4 Die Strasse zum Plattenbödeli ist breit, aber nicht geteert – und steil. Meist führt sie durch den Wald, neben dem Weg murmelt ein Bächlein. Nur einmal kann man die Strasse verlassen, ein schmaler Pfad schlängelt sich parallel durch den Wald, bis er wieder auf die Schotterstrasse führt.
 
5 Das Berggasthaus Plattenbödeli liegt auf einer Hochebene, von der Terrasse aus hat man einen schönen Blick auf die Berge, das Wirtepaar ist herzlich, die Küche gut. Auf dem kleinen Spielplatz können Kinder im Sandkasten buddeln.
 
6 Wir folgen dem Wegweiser «Waldabstieg zum Sämtisersee», und nach kurzem Abstieg funkelt der flaschengrüne See. Am Ufer (rechts halten) lässt es sich herrlich rasten, eine Grillstelle (mit Feuerholz in einer Kiste) lädt zum Bräteln ein.
 
7 Dem Seeufer entlang; gegenüber thront der Gipfel des Hohen Kastens. Dem Trampelpfad über die Wiese folgend gelangt man zu einer kleinen Brücke, die ein munteres Bächlein quert. Dann geht es wieder bergauf, im Zickzack über die Wiese, auf der während der Alpsaison Kühe grasen. Immer wieder eröffnen sich wunderbare Ausblicke. Bald führt der Weg durch einen Wald, über Stufen und Wurzeln geht es immer weiter hinauf, bis man auf eine Art Plateau kommt.
 
8 Neugierige Appenzeller Ziegen empfangen uns. Ein Schild weist den Weg zum Berggasthaus Staubern (50 Minuten), wir machen noch einen kurzen Abstecher zur Rainhütte, die in Sichtweite liegt – während der Alpsaison kann man dort bei Benni Hollenstein köstlichen Käse kaufen und ein Glas Milch trinken.
 
9 Gut gestärkt geht es wieder steil bergauf. Bald sieht man den Säntisgipfel, der Sämtisersee liegt tief unten im Tal. Die 50 Minuten zum Gasthaus Staubern geht es nur aufwärts – welch eine Freude, als wir auf dem Grat auf 1750 Metern Höhe ankommen. Rundum ein Prachtpanorama mit Rheintal, Alpstein und Bodensee. Auf der Terrasse oder im Restaurant lässt es sich gemütlich speisen.
 
10 Wir folgen dem Höhenweg Richtung Hoher Kasten – immer wieder bleiben wir stehen und geniessen die Ausblicke. Der schmale Weg führt auf und ab, Informationstafeln erklären geologische Besonderheiten des Alpsteins.
 
11 An der Wegkreuzung «Wänneli» gehen wir in Richtung «Ruhsitz». Nach 45 Minuten über Weiden und an Alphütten vorbei erreicht man das Gasthaus, wo man sich auf der Terrasse trefflich stärken kann (Mittwoch Ruhetag).
 
12 Müde Wanderer können im Gasthaus Ruhsitz ein Trottinett samt Helm mieten und die letzten drei Kilometer bis Brülisau hinunterrollen (laut Berggasthaus geeignet für Kinder ab zwölf Jahren). Die kurvige Strasse saust man bergab bis auf den Dorfplatz von Brülisau. Wer lieber läuft, kann auf den teils plattenbelegten Wiesenwegen die letzten Höhenmeter hinab unter die Bergschuhe nehmen.
 

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