Chäserrugg–Schlachtböden–Sattel–Inggadells–Gamsalp

Steinböcke, Bergblumen und ein tropisches Meer

Diese Wanderung kann auch in entgegengesetzter Richtung gewandert werden, wobei sich die Wanderzeit um rund 20 Minuten verlängert. Startet man auf dem Chäserrugg und nimmt den Einstieg Richtung Schlachtböden Gamserrugg, wird man – wenn man Glück hat – von einem Rudel Steinböcken begrüsst.
07. August 2014, 09:35
Begleitet wird man auf dem ganzen Weg von einer wunderbaren Flora. Ab dem Sattel informieren Tafeln des Geologischen Rundwegs über die Kreidezeit oder ein tropisches Meer. Diese Wanderung ist prädestiniert für Fotografen. Die Wanderzeit lässt sich somit um ein Vielfaches verlängern. (csu)

 

 




 

 

Die Wanderung im Überblick

Start und Ziel: Chäserrugg oder Gamsalp
Wanderzeit: 1 Stunde 40 Minuten
Weglänge: 5,8 km
Gesamtaufstieg: 71 m
Gesamtabstieg:  557 m
Ausrüstung: gutes Schuhwerk
Gaststätten: Gipfelrestaurant Chäserrugg 071 998 68 10, Berggasthaus Gamsalp 071 999 12 24
Parkplätze: Unterwasser bei der Talstation der Standseilbahn Iltios, Wildhaus bei der Curlinghalle
Öffentlicher Verkehr: Auf der Churfirstenlinie von Buchs oder Nesslau nach Unterwasser oder Wildhaus, Linie 790
Kartenmaterial: Landeskarte Obertoggenburg-Alpstein 1:25000
 
1 Wer mit der Luftseilbahn auf den Chäserrugg fährt, wird zuerst einmal von der grossen Baustelle überrascht sein. Denn das 42jährige Restaurant-Provisorium ist diesen Frühling abgebrochen worden. Ein kleines provisorisches Restaurant bietet jedoch die Möglichkeit, Hunger und Durst zu stillen. Bis im Herbst 2015 entsteht ein neues Bergrestaurant des Architekturbüros von Herzog und de Meuron.
 
2 Der Rundblick auf dem 2262 Meter hohen Chäserrugg ist nach wie vor grossartig. Im Osten öffnet sich das Rheintal und die Berge des Vorarlbergs und der drei Schwestern im Fürstentum Lichtenstein. In südlicher Richtung sieht man weit hinein in die Bündner Berge und den höchsten Berg des Kantons St.Gallen: den 3248 Meter hohen Ringelspitz. Etwas rechts erblickt man die Flumserberge, dann die Glarner Alpen. Steigt man auf den Hinterrugg – den mit 2306 Meter höchsten der sieben Churfirsten – sieht man weit ins Mittelland. In nördlicher Richtung erblickt man einmal den Lütispitz, Stoos, Säntis, Lysengrat, Schafberg und weiter rechts die Kreuzberge. Bei guter Fernsicht sieht man sogar bis zum Bodensee.

3 Bevor man sich auf den Weg Richtung Gamsalp macht, kann man den rund 1 1⁄2stündigen ausgeschilderten Blumenweg Rosenboden besuchen.
 
4 Dann endlich beginnt die kurze, aber eindrucksvolle Wanderung über die Schlachtböden zur Gamsalp. Zuerst folgt man dem Skilifttrassee bis zum ersten Wegweiser. Dieser zeigt den weiss-rot-weissen Bergwanderweg (T2) nach rechts. Der Einstieg führt über eine Geröllhalde. Mit etwas Glück erblickt man schon nach ein paar Metern die ersten Steinböcke.
 
5 Beim nächsten grossen Wegweiser folgt man der gelben Tafel Richtung Gamsalp Wildhaus. Jetzt führt der Weg über eine Fläche, auf der immer wieder kleine Tümpel zu sehen sind. Aber auch die Flora überrascht durch ihre Vielfalt. Hat man die Augen auf dem Weg, erblickt man auch die eine oder andere Versteinerung. Es erstaunt daher wenig, dass der Weg teilweise über sandigen Untergrund führt.
 
6 Beim Sattel (1946 m) trifft man auf den Geologischen Wanderweg. Dieser ist mit weissen Wegweisern markiert. Die vorgeschlagene Wanderung führt nach rechts, wobei es auch möglich ist, dem Weg nach links zu folgen – das Ziel ist dasselbe. Der Sattel ist für viele Wanderer auch ein schöner Rastplatz. Denn auf der einen Seite erblickt man den Säntis und den Schafberg, und auf die andere Seite öffnet sich der Blick auf das Alvier-Gebirge.
 
7 Bis zum Ziel auf der Gamsalp, sind auf dem Wanderweg sieben Informationstafeln plaziert (auf dem ganzen Rundweg befinden sich zwölf Tafeln). Diese informieren über die Entstehung der Churfirsten. Bei der Tafel 7 wird beispielsweise die Alvier-Tektonik und die Gebirgsbildung erklärt. Auch wird auf der Tafel die Berg-Arnika genauer erklärt.
 
8 Der Bergwanderweg ist wohl schmal, aber es bietet genügend Platz, wenn man andere Wanderer kreuzt. Bald wird schon der Blick ins Rheintal und zum Voralpsee frei. Während der Sommerzeit sind auch Kühe «z’Alp», diese versperren einem ab und zu den Weg. Mit etwas Zuspruch geben sie den Weg wieder frei.
 
9 Bevor man das Ziel auf der Gamsalp erreicht, passiert man den Posten 11. Dieser erklärt die Entstehung des Gesteins. Die Erklärungen ziehen sich über die verschiedenen Zeitalter und zeigen dem Besucher mit Bildern auf, wie es beispielsweise zu den Versteinerungen gekommen ist.
 
10 Das Ziel auf der Gamsalp liegt auf 1770 Metern. Von hier aus erreicht man Wildhaus per Sessellift.
 

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