Bahnhof Eschlikon–Villars Kuh–Privater Badeweiher–Burgstelle Landsberg– Feuerstelle mit Häuschen–Aussichtspunkt Vorderberg–Blaare– Restaurant Säntisblick–Kirche–Bahnhof Eschlikon

Von der letzten Kuh zur verschwundenen Burg

Diese kleine Wanderung führt abseits von Wanderwegen durch den Hinterthurgau. Unterwegs kann man die berühmt-berüchtigte und womöglich schweizweit letzte Villars-Kuh bestaunen.
30. Juli 2014, 14:23
Wer einen Abstecher wagt, kann einen Blick auf südländisch angehauchte Privatweiher erhaschen und dann auf den Resten der Burg Landsberg eine Wurst grillieren. Wer lieber einkehrt, kann – nachdem er bereits von der Aussichtsplattform Vorderberg das Panorama genossen hat – auf der Terrasse des Restaurants Säntisblick die Aussicht geniessen. Danach geht es zurück nach Eschlikon, unterwegs kann man die Kirche oder das Wiesental bestaunen. (kar)

 

 




 

 

Die Wanderung im Überblick

Start und Ziel: Bahnhof Eschlikon
Wanderzeit: 2 Stunden und 20 Minuten
Weglänge: 8,4 km
Gesamtaufstieg: 260 m
Gesamtabstieg:  260 m
Ausrüstung: Schuhwerk
Gaststätten: Eschlikon, Gasthaus Säntisblick, 071 971 16 25 (Dienstag Ruhetag) Eschlikon, Gasthof Löwen, 071 971 17 83 (Sonntagabend und Montag Ruhetage)
Parkplätze: In Eschlikon diverse vorhanden
Öffentlicher Verkehr: Mit der S 35 gelangt man von Wil in Richtung Winterthur nach Eschlikon
Kartenmaterial: Landeskarte 1: 25000, Blatt 1073 Wil
 
1 Beim Bahnhof Eschlikon startet die Wanderung. Man überquert die Bahnhofstrasse und biegt nach rechts in die Herdernstrasse ein. Die Strecke führt am Feuerwehrmagazin vorbei, mündet dann links in den Sportlerweg, geht an den Sportplätzen vorbei und dann biegt man links ab in Richtung Bauernhof, wo mehrere Pferde zu bestaunen sind. Weiter geht man am Unterwerk der EKT (Energie Kanton Thurgau) vorbei, läuft ein kurzes Stück dem Unterwerk entlang auf der Landstrasse nach Ifwil und gelangt so zur Villars-Kuh.
 
2 Die schwarz-weisse Blechkuh erlangte vor einigen Jahren Berühmtheit, als sie aufgrund einer neuen Reklame-Vorschrift entfernt werden sollte, was zu Protesten in der Bevölkerung führte, da die Kuh einen Teil der Ifwiler-Identität darstellt. Der Regierungsrat liess darauf die Überschrift «Chocolat» entfernen, womit der Reklamecharakter verschwand und die Kuh blieb.

3 Nun geht es auf einem Weg nach rechts oben weiter. Man kann dabei – wenn man immer geradeaus weiter geht – einen kurzen Abstecher zu einem privaten Badeweiher machen. Dieser ist zwar abgesperrt, liefert aber mit Pergola, Palmen und Boot ein untypisches Bild für den Hinterthurgau ab.
 
4 Dann geht es zurück und nach rechts, ein Stück geradeaus, dann wieder nach rechts über einen kurvenreichen Weg in die Höhe, in den Wald hinein, bis man in einer Lichtung eine Wegkreuzung erreicht. Dort geht man nach links weiter durch den Wald. Man erreicht bald eine Feuerstelle mit einem gruseligen Kinderhäuschen. Dann nimmt man den Weg weiter bis zur Burgstelle Landsberg. Dort führen mehrere Pfade in die Höhe. Man erkennt nicht mehr viel von der Burg, einzig der Burggraben und eine viereckige Vertiefung, mit Feuerstelle. Mauern sind keine mehr vorhanden. Die Burg wurde etwa 1250 von Walter von Bichelsee erbaut und 1292 durch die Habsburger wegen eines Streits mit dem Kloster St.Gallen bereits wieder zerstört. Sie wurde dann als Steinbruch genutzt, unter anderem für den Gasthof Löwen in Eschlikon.
 
5 Dann geht man den Weg zurück bis zur Waldwegkreuzung. Dort geht es geradeaus weiter, und man hält sich bei der nächsten Abzweigung rechts. So gelangt man zum Aussichtspunkt Vorderberg mit einer erhöhten Aussichtsplattform und einer Panoramatafel. Dies ist gleichzeitig eine Station des Eschliker Grenzwegs und des Wängener Brotwegs.
 
6 Es geht nun geradeaus weiter bis zum Waldausgang. Dort trifft man auf einen Wanderwegweiser. Es geht nun diesem Wanderweg nach scharf rechts nach unten. Weiter geht man bis zur Wanderweg-Abzweigungsstelle «Blaare».
 
7 Von dort geht es rechts nach unten in Richtung Eschlikon. Bald verlässt man den Wanderweg und geht nach links in Richtung Holzmannshaus. Ein Abstecher in den malerischen Weiler lohnt sich. Danach geht es auf die Verbindungsstrasse Richtung Eschlikon. Bald zweigt man links ab und geht in die Höhe zum Restaurant Säntisblick, wo einen ein Wildgehege, ein grosser Spielplatz sowie eine grosszügige Terrasse erwarten.
 
8 Von dort führt ein Fussweg hinunter ins Dorf, an der reformierten Kirche vorbei durch die Ifangstrasse und alles geradeaus bis zum Sportplatz. Dann geht es durch die Herdernstrasse wieder zum Bahnhof. Ein kleiner, schöner Umweg führt durch die Blumenaustrasse über die Bahnhofstrasse beim Gasthof Löwen in die Kapellstrasse und dann rechts in die Fabrikstrasse durch das Wiesental, ein Naturschutzgebiet und ein früheres Rutschgebiet des Bahndamms mit einer historischen mechanischen Werkstätte, die momentan von einem Verein als Museum hergerichtet wird. Danach geht es der Bahn entlang zurück zum Bahnhof Eschlikon.
 

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