Gonten–Himmelberg–Rapisau–Lank–Gehrenberg–Schlatt–Saul–Bühler

Wo man nur Kühen auf die Zehen trampelt

Appenzell Innerrhoden kennen die meisten Wanderer vom gut ausgebauten Wegnetz des Alpsteins. Doch auch nördlich der Hauptstadt Appenzell eröffnet sich ein spannendes Wandergebiet. Spannend, weil es unbekannte Perspektiven eröffnet und es viel mehr Kühe gibt als Ausflügler.
31. Oktober 2013, 10:48
Appenzell Innerrhoden kennen die meisten Wanderer vom gut ausgebauten Wegnetz des Alpsteins. Doch auch nördlich der Hauptstadt Appenzell eröffnet sich ein spannendes Wandergebiet. Spannend, weil es unbekannte Perspektiven eröffnet und es viel mehr Kühe gibt als Ausflügler. Wir wählten die Route von Gonten über den Himmelberg und im zweiten Aufstieg hinauf zur Sonnenterrasse von Schlatt. Der erste Teil ist eher sportiv und verlangt gewisse Fähigkeiten im Kartenlesen. Der zweite führt über schmale Strassen mit wenig Verkehr. Erst kurz vor Bühler wechseln wir von Inner- nach Ausserrhoden. (th)

 

 




 

 

Die Wanderung im Überblick

Start: Gonten
Ziel: Bühler
Wanderzeit: 4 Stunden
Weglänge: 12,5 km
Gesamtaufstieg: 637 m
Gesamtabstieg:  710 m
Ausrüstung: Festes Schuhwerk, Route für Kinderwagen ungeeignet
Gaststätten: In Gonten und Bühler sowie unterwegs in Schlatt, Gasthaus Bären, 071 787 14 13 (Di und Mi geschlossen)
Parkplätze: Bahnhof Gonten, Bahnhof Bühler
Öffentlicher Verkehr: Appenzeller Bahnen von Herisau oder St.Gallen her. Rückfahrt von Bühler nach Gonten via Appenzell
Kartenmaterial: Landeskarte 1:25000, Blatt 1095, Gais
 
1 Vom Bahnhof Gonten weg orientieren wir uns ein paar Meter der Hauptstrasse entlang Richtung Appenzell. Bei der Bäckerei Motzer verlassen wir sie und folgen dem Wegweiser Hundwilerhöhe. Etwas verwinkelt geht es dem Wiesenbord und hinter Häusern entlang und danach bergauf. Weiter oben führt der Weg links ums Haus «Loos»; beim Bauernhof dem Wegweiser Hundwilerhöhe folgen. Kurz gehen wir ein geteertes Strässchen hinunter, ab dem Rank führt der Weg über Wiesen wieder nach oben. Bergwärts kann auch das geteerte Strässchen benützt werden, auf dem die Orientierung einfacher ist. 50 Meter oberhalb eines Appenzeller Hauses muss man bei einer Abzweigung rechts abbiegen. Wir folgen dem Bikeweg, während wir die Hundwilerhöhe links liegen lassen. Am Ende des geteerten Strässchens auf der Höhe bleiben und dem Wegweiser Gontenbad-Appenzell folgen.
 
2 Wir befinden uns nun in der Gegend des Himmelbergs. Auf der Krete sieht man beidseits hinunter, und wer rechts unten eine kleine Kapelle entdeckt, hat bis dahin alles richtig gemacht. Allmählich neigt sich der Weg wieder abwärts. Auch wer den Wandertafeln Richtung Appenzell folgt, liegt nicht falsch. Später weist uns das gelbe Wanderwegschild mit dem Hinweis «Flucht-Appenzell, Gratweg» die Richtung. Später im Wald möglichst oben bleiben und auf keinen Fall den steilen und struppigen «Waldweg» links hinunter nehmen. Immer wieder überqueren wir einen Weidezaun, meistens mit entsprechendem Übergang ausgestattet. Nun schreiten wir wieder über Wiesen. Kühen, die uns vielleicht nahe kommen, schenken wir einfach keine Aufmerksamkeit. Rechts unten ist nun Appenzell zu erkennen, sofern es nicht im Nebel liegt.

3 «Flucht-Appenzell» ist weiterhin unser Orientierungspunkt bei den Wegweisern, bis wir wieder im Tal angelangt sind. An der Strasse Appenzell-Hundwil folgen wir dem Wegweiser Lank-Appenzell. Die Lankstrasse ist geteert und führt leicht abwärts über den Kapellen-Rundwanderweg hinweg.
 
4 Wir befinden uns nun im Tal der Sitter. Über diese erstreckt sich eine schöne Holzbrücke, während der Wegweiser Schlatt-Saul weiterhilft. Nun passieren wir eine zweite, kleinere Holzbrücke und überqueren ein wenig später die Strasse von Appenzell nach Haslen und Teufen. Der Wanderwegweiser zeigt uns an, dass Bühler noch eineinhalb Stunden Fussmarsch von uns entfernt liegt. Und der Blick nach oben deutet uns an, dass dazwischen zudem eine beachtliche Höhendifferenz liegt. Zunächst geht es ziemlich steil hinauf nach Schlatt. Der sonnenbeschienene Hang lässt vermuten, dass wir dort wahrscheinlich einen längeren Halt einplanen. Aber hat es in diesem Dorf ein Restaurant?
 
5 Vorher jedenfalls begegnen wir mehr frisierten Töfflis als Autos. Doch dann ist die Sonnenterrasse Schlatt erreicht. Neben der Kirche erkennen wir bald, dass es ein (bekanntes) Gasthaus hat: den «Bären». Das Gartenrestaurant mit 40 Plätzen befindet sich unter einem 100jährigen Lindenbaum.
 
6 Noch aber bleibt ein letztes Wegstück zurückzulegen. Beim «Bären» schlagen wir den geteerten Weg Richtung Saul-Bühler ein, der vorübergehend über Wiesland und am Gehrenberg entlang führt.
 
7 Gleichmässig und nicht mehr sehr steil geht’s aufwärts, wandern wir an Gehöften und Weiden vorbei auf die Anhöhe beim Saul.
 
8 In der Abwärtsbewegung gehen wir an einem Gehöft vorbei, wo man zwischen zwei Wegen Richtung Bühler wählen kann. Wir nehmen das Strässchen, auf dem wir schliesslich ohne grosse Orientierungsprobleme in Bühler landen. Der Bahnhof ist von weitem schon sichtbar.
 

Dateigröße : 188.08 KBytes.
Download : Jetzt herunterladen!
 

Leserkommentare

Anzeige: