Goldach–Schloss Sulzberg–Eschlen–Leh–Koblen–Rossbüchel– Fünfländerblick–Landegg–Wienacht–Wartensee

Wo der Bodensee dem Wanderer zu Füssen liegt

(Fredi Kurth)
Dem Bodensee wird manchmal «vorgeworfen», dass er auf Schweizer Seite, ausser am Untersee, kaum von hoch oben betrachtet werden könne. Falsch. Vom Rorschacherberg aus ist das auch am Obersee möglich.
13. September 2012, 07:52
Dabei ist die Wanderung von Goldach bis nach Wartensee nicht mit einem gemütlichen Panorama-Spaziergang zu verwechseln. Es geht hinauf und hinunter, an rauschenden Bächen vorbei, durch Wälder und über Wiesen. Und immer wieder wechselt die Optik auf das grosse Gewässer. Es ist eine Route, auf der sich Wanderer, zumindest bis zum Fünfländerblick, nicht auf die Füsse treten. Vielleicht hat es damit zu tun: Beizen sind rar.
 









 


Die Wanderung im Überblick

Start: Bahnhof Goldach
Ziel: Wartensee
Wanderzeit: 3 1⁄2 Stunden
Weglänge: 10,6 km
Gesamtaufstieg: 566 m
Gesamtabstieg: 458 m
Ausrüstung: Wanderschuhe
Gaststätten: Wienacht-Tobel, Restaurant Treichli, Wienacht- Tobel, 071 891 21 61; Wartensee (neben Bahnstation), Ausflugsbeiz Windegg, 071 855 30 41 (Mo, Di, Mi geschlossen).
Parkplätze: Bahnhof Goldach
Öffentlicher Verkehr: Start: SBB bis Bahnhof Goldach. Ziel: Heidener Bahn von Wartensee bis Rorschach SBB.
Kartenmaterial: Landeskarte 1:25000, Blatt 1075, Rorschach
 
Vom Bahnhof Goldach geht’s vom Kreisel weg in Richtung Süden. An der Filiale der Axa Winterthur vorbei über die Konsum- und Neumühlestrasse langsam bergauf. Bei der Verzweigung Neumühlestrasse/ Hohrainstrasse nach ungefähr 500 Metern nehmen wir rechts die schmalere Mühlebergstrasse. Nun führt der Weg bergauf. Noch übertönt der Dorfbach das Rauschen der Autobahn. Bei ihr angelangt, dem Wegweiser «Schloss Sulzberg» folgen, also auf der Brücke die N1 überqueren. Bei der Weggabelung weist das Schild «Wanderweg» zum Schloss, das circa 1230 erbaut wurde und auch unter dem Namen Mötteli-Schloss, dem Namen der späteren Besitzerfamilie, bekannt ist. Dort lohnt es sich, ein bisschen zu verschnaufen und Behausungen und Gehöft zu bewundern. Vielleicht geniesst geradeein Kälbchen die letzten Sommersonnenstrahlen.
 
Nun ist der Weg wieder flacher. Rechter Hand sehen wir einen Teil des grossen Schlossweihers. In idyllischer Ruhe folgen wir dem Wanderweg in Richtung Iltenriet über den Bettlerbach hinweg. Im Iltenriet auf Gemeindegebiet Untereggen ist die «Traube» zumindest vorübergehend geschlossen. Beim Wegweiser mit der Höhenangabe 574 Meter über Meer geht es Richtung Eschlen. Der nächste Bach, in einem bewaldeten Bett fliessend, bildet die Grenze zu Rorschacherberg. Am jenseitigen Waldrand zeigt der Wegweiser den steilen Weg hinauf Richtung Eschlen und Fünfländerblick. Hier kann man erstmals so richtig den Blick auf den Bodensee geniessen.
 
Im Weiler Eschlen dem Wegweiser «Koblen/Fünfländerblick» folgen (Lehstrasse).
 
4 Es handelt sich um ein gut ausgebautes Strässchen, das weiter in die Höhe führt und kurz vor dem Weiler Koblen in einer weiteren Bachschneise einen Bogen beschreibt.
 
In Koblen gilt es den Wegweiser bei der Scheune zu beachten, der von einem Baum verdeckt ist. Nun geht’s nochmals «gäch» den Wiesenweg hinauf. Danach dem Waldrand links entlanggehen (Wegweiser von Bäumen verdeckt). Nun wandern wir durch den Wald, bis dieser in ein Kiessträsschen einmündet. Dem Wegweiser nach rechts folgen und dem Kiessträsschen entlanggehen bis zu einem Bildstock, der sich ausserhalb des Waldes befindet. Dort biegen wir ab Richtung Fünfländerblick, und je weiter es hinaufgeht, desto schöner wird der Ausblick auf die grosse Fläche des Bodensees. Nach einer Weile führt der Weg nochmals kurz durch den Wald, ehe wir beim Parkplatz des Restaurants Rossbüchel ankommen.
 
Das Restaurant ist seit einem Brand ausser Betrieb. Die letzte Menukarte hängt noch im Kasten. Fünfländerblick heisst es hier oben, weil man Ausblick auf die Schweiz, Vorarlberg, Bayern, Württemberg und Baden hat.

Nun geht es weiter über die Kuppe in nordöstlicher Richtung. Zuerst an der Kapelle vorbei, dann hinunter nach Unterbilchen, dort weiter immer geradeaus (Wanderweg- Schild zum Parkplatz missachten) hinunter zur Landegg.

Dort überquert man die Heidener Strasse. Nun wird der Weg eng und ruppig, führt über Treppen und einen schmalen Pfad hinunter bis unterhalb des Restaurants Treichli.

9 Dort den Wegweiser «Wartensee» beachten. Beim Kurhotel Seeblick gleicht die Wegführung einem Slalom, hier wird es eng. Danach geht es durch den Wald und ein Waldsträsschen hinaus auf eine Wiese, von welcher wir das Schloss Wartensee erblicken.

10 Wir aber streben rechter Hand der Ausflugsbeiz Windegg zu. Dort gibt es zur Belohnung den schönsten Blick auf den See. Gleich daneben liegt die Station Wartensee der Heidener Bahn, deren Wartehäuschen wenige Minuten vor unserer Ankunft abgebrannt ist…



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